Wenn die Fernbedienung weg ist

…dann musste man bisher entweder für ein kleines Vermögen eine Original-Remote nach-ordern. Oder stundenlang auf einem bezahlbaren Drittherstellergerät herumprogrammieren. Oder sich mit den Grundfunktionen zufrieden geben (An/Aus/Weissnicht). Aber jetzt ist Schluss mit diesem Dilemma! Die Miracle Remote von Dynatron (ein guter amerikanischer Firmenname!) kommt vorprogrammiert für jeden Hersteller. Also beim Kauf einfach die Marke des eigenen Fernsehgeräts anklicken und alles geht wie von selbst. Haupt-Kaufargument:

1. Hat dieselben Funktionen wie das Originalteil.
2. Zu einem Bruchteil des Preises.
3. Kein Herumprogrammieren.
4. Keine Codes eingeben.
5. Funktioniert einfach so.

Zu besichtigen ab dem fünften Januar in Las Vegas. Auf der Consumer Electronics Show. Oder bei Amazon. [fe]

Honda bringt mehr Sonne ins Leben

Von wegen Benziner. Oder Diesel. Alles Schnee von gestern. Honda baut jetzt (neben nützlichen Robotern) Solarzellen, und zwar die billige, umweltbalanciert herzustellende Variante aus Plastik, ohne Silizium. Die tolle neue Fabrik steht dann auf der ebenfalls japanischen Insel Kyushu auf dem Gelände einer ehemaligen/bisherigen Honda-Autofabrik. Die Solarzellen gibts dann ab 2007. [fe]

Endlich Elektropapier

Der holländische Philips-Konzern hat ja bekanntlich wiederholt die Finger mit drin gehabt, wenn es um Innovationen in der sogenannten Computerbranche geht. Und sie können’s immer noch nicht lassen.

Jetzt machen sie mit ePapier rum. Bzw mit ihrem ePaper-Forschungspartner iRex Technologies BV. Die wiederum haben jetzt die Früchte des gemeinsamen Rummachens angekündigt, und zwar für April 06.

Das Teil heisst Iliad ER 0100 und verfügt über ein 8,1-Zoll grossen Hochkant-Display mit 1024 mal 768 Punkten, das entspricht 160 dpi. Innendrin sind noch ein 400MHz Intel Xscale Prozessor, 64MByte RAM, 224MB Flash Storage und allerlei Anschlussmöglichkeiten für USB, und diese praktischen kleinen Speicherkärtchen. Und einen Touchscreen. Und Wi-Fi. Aber das Beste kommt erst: das holländische Elektropapiergerät zeigt auch ASCII Text, XHTML und PDF an. Ganz ohne stinkiges DRM. Endlich Elektropapier für alle. [fe]

Schneller! Härter! Leiser!


Könnte sein, dass die kommenden Intel-iBooks und -MiniMacs die ersten Geräte sein werden mit Centrino Duo inside. So lautet jetzt der offizielle Name von Intels neuen Dual Core Prozessoren, bislang unter dem Arbeitstitel Yonah bekannt. Yonah gehört zu den neu entwickelten Intel Chipsets speziell für Media Center Applications, Viiv genannt.

Unklar ist indes noch, ob Apple die Single Core Prozessor-Variante von Yonah überhaupt verwenden wird. Alles ausführlichst und ganz genau nachzulesen bei ThinkSecret. [bda]

Marcel Marceau des Minimal Techno?


Ich gestehe: Allein die Worte Minimal und Techno machen mich schon ultraskeptisch. Und: Ja, ich habe ein ausgewachsenes Vorurteil, was Minimal Techno/House angeht. Und: Nein, ich denke gar nicht daran, es wieder herzugeben…

Musik-Minimalist und Student der Universität Bologna, Shaduz (24), hat zusammen mit einem Kommilitonen und einem seiner Profs einen kabellosen MIDI-Handschuh entwickelt, den es bald für 150 Euroni zu kaufen geben soll. Klingt zunächst interessant, isses aber nicht. Schaut euch das äh… etwas uninspirierte Video an. Und Ihr werdet verstehen… [bda]

Radiowecker für Spanner


Langsam siechen sie dahin, die guten, alten Radiowecker. Ausgetauscht gegen 5.1-Anlagen mit Timer, gegen Fernseher, die sich zu einer bestimmten Uhrzeit selbst einschalten oder – für die ganz hartnäckigen Langschläfer (wie mich) – gegen Funkuhren mit trommelfellzerreißendem Weck-Gepiepse.

Doch jeder kennt die Dinger, und in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren würde sich auch sicherlich niemand wundern, wenn so ein Teil auf einem Nachtschränkchen steht. Das wissen auch die Entwickler der Sicherheitsfirma KJB – und bauen mir nichts, dir nichts einfach eine Kamera samt Funkmodul in den Wecker ein.

Je nach Ausführung sendet die Cube Alarm Clock Bilder vom Bett in Schwarz/Weiß oder Farbe über Distanzen bis zu 250 Metern. Zu sehen gibt es das Ding auf der CES am KJB-Stand (Sands, Stand 70309) – wie hoffentlich auch die ganzen anderen tollen Mini-Schnüffler. Etwa die Sonnenbrille mit Farbkamera, den überwachenden Blumentopf oder – kinderzimmerkompatibel – einen Teddybären mit erhöhter Neugierde.

Naja, wer’s nötig hat… oder einen fiesen Nachbarn… oder ungezogene Kinder… </ds>

I Spit On Your Grave

Verrückte Welt, diese. Zumindest was den ganzen Computerkram angeht. Slashdot hat zuerst den Finger erhoben und hingedeutet. Zur Seite von Microsoft. Die besagt nämlich, dass Microsoft seinen bereits leicht angeschimmelten Internet Explorer 5.2.2 für Mac-User cancelt. Und nicht nur das. Schluss, aus und vorbei auch mit dem Support dafür. Und zwar pünktlich zum Jahresende beziehungsweise Ende Januar 2006. Mir kommen die Tränen. Ein Weltuntergang! Aber das Beste kommt noch: Microsoft, die nun letztmalig Sauerbierden 5.2.2 Internet Explorer für Mac zum Download anbieten, verweisen höchstselbst Mac-User auf modernere Webbrowser wie beispielsweise Safari. Zitat: „It is recommended that Macintosh users migrate to more recent web browsing technologies such as Apple’s Safari.” Grotesk, oder? [bda]

Samsung stellt DMB-Handy vor


Und wieder hat Korea die Nase vorn: Diesmal hat Samsung ein DMB-Fernseh-Handy zu bieten. Das SCH-B360 Satellite DMB TV-Handy misst 95,6 x 4,72 x 24,5 mm und wiegt 102 Gramm. Das Gerät hat einen 2-Zoll-Farbbildschirm und eine 2-Megapixel-Kamera. Ob das Handy allerdings jemals in unsere Gefilde gelangt, steht in den Sternen.

[dj]

Analog statt PDA


Jawohl, es gibt sie noch, diese Menschen, die keinen PDA benutzen, sondern sich Dinge auf Zettel aufschreiben. Oder auf die Hand, wenn kein Zettel da ist. Das scheint vor allem bei jüngeren Menschen noch/wieder beliebt zu sein.

Diese Freunde des Nicht-Digitalen werden den PicoPad lieben. Das ist ein Notizblock in Kreditkartenformat mit einem winzigen Stift. Die einzelnen Blätter lassen sich einfach abziehen und haben eine Klebeschicht auf der Rückseite (wie Post-Ist). Der PicoPad kostet 3,89 Dollar und ist außerdem in so vielen Farben erhältlich, dass alle PDA-Besitzer neidisch werden sollten.

[dj]

Leise, aber kräftig


Wer einen Intel- oder AMD-PC mit Dual-Card-SLI/Crossfire und Dual-Core-CPUs hat, kann wahrscheinlich ein Lied singen von Lärm und Hitze. Wer nicht möchte, dass sein Arbeitsplatz zum digitalen Äquivalent des Heizungsraums eines Frachtschiffs aus dem 19. Jahrhundert wird, kann mit dem MGE XG Magnum für menschenfreundliche Verhältnisse sorgen. Dieses Stromteil kommt mit einem großen Abwärmerohrsystem und Kupferkühler an Stelle des bekannten Ventilators.

Der Energie-Output beträgt 600 Watt, während das zwei Zentimeter dicke eloxierte Aluminium-Gehäuse sämtlichen Lärm schluckt. Auf einer LCD-Anzeige sind Angaben für Temperatur, Watt-Leistung und die drei Spannungsleitungen ablesbar. Ein modulares Kabelsystem sorgt dafür, dass jedes Kabel schön seinen eigenen Stecker bekommt und kein Kabelsalat entsteht. Keine echte Weltneuheit, aber praktisch und hilfreich.

[dj]