Neues aus Klagenhausen


Vor Gericht zu ziehen, das nehmen wir schon als zwangsläufig zum american way of life gehörend hin. Besonders beliebt und dementsprechend häufig: Klagen wegen Patentrechtsverletzungen, breiteste Öffentlichkeit haben grundsätzlich David-gegen-Goliath-Klagen. Wer sein Entertainment aus solchen Prozessen bezieht, kann sich freuen: Visto verklagt (unter anderem, aber hauptsächlich) Microsoft! Visto ist nämlich Inhaber von Patenten unter anderem für die Mobilabfrage von E-Mails. Und genau da soll Microsoft Vistos geistiges Eigentum gestohlen haben… Laut Pressemeldung nicht zum ersten mal… [bda]

Auffallen ist ja ok, aber keine Fotos, bitte!


Heute und morgen findet in New York die ITP (Interactive Telecommunications Program)Winter Show 2005 statt. Die wunderbare Regine Debatty von We-Make-Money-Not-Art fand vorab schon mal Gefallen an diesem Überwachungsschutz-Kopftuch, das wahrlich seltsam anmutet.

Zunächst soll es vor unerwünschten Foto- oder Filmaufnahmen schützen (mehr Info zu dieser Technologie Hier!). Das neckische Bindi symbolisiert hier nicht etwa Familienstand oder Heiratswilligkeit. Im symbolischen dritten Auge ist ein Laser versteckt, der das Gesicht der Kopftuchträgerin unkenntlich macht sobald sie heimlich fotografiert wird. Funktioniert, wenn ich das richtig verstanden habe, allerdings nur bei genau frontalen Aufnahmen.

Das Kopftuch selbst soll an die Hatz auf arabisch-anmutende US-Bürger nach dem Anschlag auf das World Trade Center erinnern. Dennoch ist das Objekt voller Wiedersprüche. Zwar kann eine Kamera das Gesicht des Trägers nicht frontal aufnehmen, doch wird man damit sicherlich auf der Straße zu einem Aufmerksamskeitmagneten. Zudem enthält das Kopftuch Aluminium. Es ist wohl nicht besonders schwer, den Träger auf den Radarschirm zu bekommen? Aber, was soll’s. Da es sich offensichtlich um Kunst handelt, muss die Technik ja auch nicht so wahnsinnig stimmig sein… [bda]

Maus für Dreckspatzen


Das wird alle freuen, die dazu neigen, ihren Arbeitsplatz einzusauen: Unotron hat waschbare Kabel-Mäuse auf den Markt gebracht. Sie heißen ScrollSeal Washable Optical 3-button Mouse und SteriMax Washable Optical 3-button Mouse.

Sie können alles, was eine Maus so können sollte (einschließlich Scroll-Rad), und lassen sich in einem Seifenbad reinigen, aus dem sie blitzsauber und keimfrei wiederauftauchen. Keine Skrupel mehr also, wenn man mit frittenfettigen Fingern den Cursor kreisen lässt…

[dj]

iPod im Kapuzen-Sweatie


Süüüüüß! So etwas machen sonst nur Mütter mit ihren Babies. Aber wer seinen iPod ganz besonders lieb hat, kann ihm ja zu Weihnachten dieses Kapuzen-Sweatshirt schenken, damit er es warm und weich hat und nicht zu hart fällt. Kostet 20 Dollar für das normale iPod-Modell und etwas weniger für den iPod mini.

[dj]

Hintergrundbild für Rock’n’Roll-Weicheier


Ich liebe den Geruch von verbrannter Hornhaut, wenn Knalltüten wie Bon Jovi ihre „Power-Balladen“ vor Großpublikum zum besten geben und die eifrig in die Höhe gereckten Feuerzeuge langsam seeeehr heiß werden.

Wer den Schmerz nicht aushält, lädt sich ein Feuerzeug-Hintergrundbild auf sein Handy, hält daas dann in die Luft und darf sich zu Recht als Pussy bezeichnen lassen.

[dj]

HDTV wird mobil


Ich find’s eigentlich nur noch paradox: HDTV ist qualitätsmäßig sicher ein großer Sprung nach vorne, aber dann soll man sich das unterwegs auf einem Mobilgerät anschauen. Zumindest wenn es nach der japanischen Firma Pixela geht, die das H.264 Pocket TV produziert (das Gerät kann auch Radio empfangen und Musik abspielen, sogar mit Digital 5.1).

Also ich hätte meinen Fernseher gerne groß und davor eine bequeme Couch und den Kühlschrank in der Nähe. Eingequetscht in der U-Bahn auf einen Kleinbildschirm zu starren ist was für Leute, deren Sozialverhalten dringend einer Korrektur bedarf.

[dj]

Handy geht auch einfach


Toshiba hat mit dem V50T ein Handy auf den Markt gebracht, dass sich der Einfachheit verschrieben hat – zumindest relativ. Gut, auch hier geht es nicht ohne 1,3-Megapixel-Kamera, miniSD-Karten-Slot und zwei TFT-Displays, aber dafür kann man so genannte „Simple Modes“ einstellen, bei denen man das Menü so personalisieren kann, dass man nur die Funktionen sieht, die man wirklich nutzt (wie Telefonieren). Der Rest wird einfach ausgeblendet.

Den Älteren unter uns wird gefallen, dass sich die Schrift vergrößern lässt; besorgte Eltern werden gerne hören, dass sich Gesprächszeit und anrufbare Nummern einschränken lassen.

[dj]

Gibst Du mir Deine, geb’ ich Dir meine


Xmultiple, die schon den Original-USB-FlashPoint ins Rennen geschickt haben, haben sich etwas Neues einfallen lassen: den FlashPoint MP3 SharePlayer. Der ermöglicht mit integriertem Chip und der Firmware Xmultiple Sharing-On-The-Go (SOTG) den Datenaustausch zwischen MP3-Playern über die USB-Schnittstelle.

Und wenn die USB-Stecker nicht zu einander passen, gibt es auch noch ein einfaches Verbindungskabel. Erhältlich ist das Gerät mit 512MB, 1GB, 2GB und 4GB, und zwar im nächsten Jahr.

[dj]

Knick den Mikroprozessor!


Einzelheiten sind noch nicht bekannt, aber anscheinend hat TDK zusammen mit dem Japanese Semiconductor Energy Laboratory einen biegsamen Mikroprozessor entwickelt. Die Transistoren werden zuerst auf Glas produziert und dann auf Plastik übertragen.

Außerdem soll der Prozessor Wireless-Funktionen und eingebaute Signalverschlüsselung haben.

[dj]

Wieviel Technik verträgt ein Baby?


Kleinkinder und Technik. Ein streitbares Thema. Die einen, überzeugt vom Kindeswohl, schwören auf Computer- und Video-Lernspiele, selbst für die Allerkleinsten. Sie beschwören Intelligenzsteigerung und Aufmerksamkeitsschulung. Die anderen werfen alles in den Topf der Hinführung zur Gewaltverherrlichung. Und überhaupt: Der Teufel hat das Internet gemacht, um uns zu verderben…

Die New York Times online hat eine Studie der Kaiser Family foundation aufgegriffen und ein Feature über Tech-gläubige Eltern gebracht. Darin wird auch erwähnt, dass es noch immer keinerlei eindeutige Erkenntnisse über den tatsächlichen Nutzen der Baby-Software gibt. Ganz besonders für unter Zweijährige bestünden arge Zweifel an einem nachhaltigen Lerneffekt.

Ich verstehe gar nicht, woran es da zu zweifeln gibt…? Wenn selbst Rattenembryozellen Kampfjets fliegen lernen können, dann werden unsere Kleinsten ja wohl noch würdig die Krone der Schöpfung zu verteidigen wissen… Mensch, wo hab ich denn jetzt bloß meinen Leuchtmarker für Ironie hin verlegt… [bda]