Archiv der Kategorie: Gizmodo Buzz

Aurora-on-Demand


An der Universität Osaka hat eine Gruppe um Professor Shigeyuki Minami einen Polarlichtgenerator entwickelt. Anders als frühere Forschungen in dieser Richtung, imitiert dieser Generator die Aurora nicht mittels Laser, sondern kreiert ein Licht, das auf ganz ähnliche Weise zustande kommt wie das natürliche Vorbild. Im Inneren des Generators (2,2 auf 2,8 auf 1,4 Meter) wird ein Beinahe-Vakuum-Zustand aufrecht erhalten, Elektronen kollidieren mit Sickstoff- und Sauerstoff-Molekülen und erzeugen so das farbige Licht. [bda]

[via pinktentacle]

Religion im Alltag

Religion im Alltag ist wichtig wie selten zuvor. Nachdem Ayatollah „Kürt“ Beck („beim Barte des Propheten“)die Fatwa gegen die TITANIC verhängt hat (was bedeutet, dass alle rechtgläubigen Jusos die TITANIC-Redakteure und –Leser mit dem Godesberger Programm steinigen müssen), kommen wir um die Einsicht nicht herum, dass höhere Werte eine wichtige Rolle spielen.
Wegweisend ist da ein Pamphlet, das in der New Yorker U-Bahn kursiert. Dort werden Parallelen zwischen dem Lebenswerk von Jesus und Steve Jobs gezogen und letzterer indirekt aufgefordert, in die Fußstapfen des Erlösers zu treten. Hm, aber dafür müsste man ihn doch zunächst mal kreuzigen, oder?

[dj]

Kompetenzfrei nachgetreten


Inishmore hat es im phänomenalen unfassbar kompetenzfreien WM-Tagebuch (I – XXV) an mehreren (vielen!) Stellen großartigst auf den Punkt gebracht. Sätze wie “Sieg! Wir sind Trizeweltmeister!” oder aber die entscheidende Aussage “Möge das bessere Team gewinnen. Und wenn beide schlecht sind, halt Frankreich” fanden genau den Tune, der – zumindest auch in meiner Heimatstadt – deutlich zu spüren war. Dabei ist es doch erstaunlich, oder? Ich meine, immerhin war ja Italien der Achsenbruder und Frankreich traditionell der Erbfeind. Oder wollte alle Welt nur verhindern, dass sämtliche Pizzabäcker, Risorantebesitzer und andere deutschlandansässige Italiener selbst in verschlafensten Städten und Städtchen bis nachts um drei sich den Handballen wundhupen? Die Huperei war ja auch nicht schlimmer – mal ganz objektiv betrachtet – als nach dem Spiel Deutschland-Argentinien. Wo dann jeder so tat, als könne es gar keinen anregenderen Wohlklang geben. Wie dem auch sei, Inishmores WM-Tagebuch sei jedem zur Lektüre ans Herz gelegt – so erfrischend. Und hier gibts den Headbutt Zidanes aus zwei Perspektiven. Und hier noch einen Zusammenschnitt der fußballerischen “Fairness” Materazzis, mit übrigens sehr schönem Soundtrack. Wünsche viel Vergnügen! Und, ach ja: Gratulation dem Trizeweltmeister! [bda]

[via zusammengesucht]

Wtf? Amanda Unboomed!


Ich weiß ja nicht, wieviele von euch regelmäßig oder wenigstens ab und zu bei Rocketboom reingekuckt haben… Ich mochte Amanda Congdon und überhaupt das gesamte Format sehr gerne. Und jetzt? Alles aus? Nein, das wohl nicht. Aber Amanda ist von Bord der Rakete gegangen. Grund? Der lässt sich auf die Formel 51:49 verkürzen. Amanda hatte leider nur 49 Prozent Anteile an Rocketboom, ihr ehemaliger Partner Andrew Baron aber 51 Prozent. Ausführlich schilderte sie die Umstände, die zu ihrem Ausstieg geführt haben in ihrem Blog und in ihrer letzten Folge von Rocketboom. Eine Schande! Kein Mitleid für Baron, der jetzt das Unmögliche schaffen will: Ebenbürtigen Ersatz finden. Dagegen jetzt schon Beileid den BewerberInnen. Wird bestimmt kein Spass, sich an Congdon messen lassen zu müssen… [bda]

[via wired.news]

Quinn darf nicht sterben!


Nein, die Tetris Company ist nicht amüsiert. Eher ungehalten. Sie will jetzt mit rechtlichen Schritten gegen einen Klon vorgehen. Quinn ist der Name des Klons, ein sehr hübsches Programm für den Mac – und zu allem Überfluss auch noch… huch … kostenlos! Jetzt brauchen die Quinn Entwickler guten Rat – und zwar für lau. Wer also ein Herz hat für Quinn und seine Väter und obendrein über juristischen Sachverstand verfügt, der kann sich direkt an die beiden wenden: chris.wells@gmail.com. Ach ja, und das Spiel …. noch kann man es sich holen. Hier. Oder Hier. Aber pssst! [bda]

[via boingboing]

Here Come The Screen Queens!


Ein äh… interessantes Projekt aus Down Under: Weibliche IT-Professionals schlüpften für ein Fotoshooting in die Rollen von Leinwandgöttinnen – um den IT Screen Goddesses Kalender 2006/07 zu produzieren. Eigentlich wollen sie so auf die zurückgehende Zahl in der IT-Branche beschäftigter Frauen hinweisen, Gelder für die Frauenförderung in dieser Branche eintreiben und gleichzeitig die beteiligten Firmen und Sponsoren des Projekts bewerben. Die Motive und die IT-Göttinnen können sich durchaus sehen lassen. Nur: der Schuss könnte nach hinten losgehen. Wieviele Männer werden wohl jetzt in die IT-Branche drängen, in der Hoffnung auf ein paar schnucklige Kolleginnen? [bda]

[via digg]

Warner will John K. verklagen – Nur warum?


Wieder hat sich jemand geoutet, dass er keinen blassen Dunst hat, wie der Hase in der realen Welt läuft: Warner Bros. Entblöden sich nicht öffentlich zuzugeben, dass sie zu gierig sind zu erkennen, dass das Internet die größte Werbeagentur der Welt ist. Und das auch noch für umsonst. Was die Warners denn nun genau zum Anwalt treibt? Nun, John K. – Schöpfer unter anderem von Ren & Stimpy – wird nicht müde, alte Cartoon Klassiker auf You Tube upzuloaden. Weshalb? Er gibt die Antwort am besten selbst:

“Classic cartoons are my biggest influence. These cartoons are rarely seen on TV anymore and they [Warner!] could be selling them all on home video. Normally, they would have to pay a lot of money to get so much notice that I give them for free…. Mostly I put up clips, not the whole cartoon. Aren’t there “fair use” laws?”

Also, nochmal gaaanz langsam: John K. macht kostenlos Marketing für euch Heuschrecken, klar? Hat euch eure Mutter nicht beigebracht, dass man nett zu so jemandem ist und sich höflich bis freundlich bedankt bei ihm? [bda]

Neues vom Microsoft-MP3-Player

Unsere Kollegen in den USA haben ein Heer von willigen Informanten in der Industrie, die sie vermutlich in sexueller Hörigkeit und Drogenabhängigkeit halten, damit sie News bekommen, die aus “gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen” stammen, wie man so sagt. Zum MP3-Player von Microsoft sind folgende zwei Dinge zu vermelden:

Erstens: Das Gerät soll einen WiFi-Sensor haben, der wohl zwei Zwecken dienen wird. Zum einen kann man damit mit einem anderen MP3-Player sofort ein Netzwerk herstellen und Musik auf dem jeweils anderen Gerät anhören. Was einem gefällt, markiert man, um eine Liste von Downloads zu erstellen, die man sich dann wiederum aus einem Shop herunterladen soll.
Bei diesem „Zeigst Du mir Deins, zeig ich Dir meins“ kann man übrigens peinliche Lieblingssongs wie die gesammelten Werke von Roland Kaiser vor den Augen des anderen verbergen.
Außerdem kann man über WiFi auch Werbung empfangen, was in den USA bereits bei Handys praktiziert wird. Wer in die Nähe einer so genannten „Ad-Node“ kommt, kriegt einen Kurz-Spot als neue Nachricht zugeschickt, und wenn man sich entscheidet, den Spot abzuspielen, bekommt man beispielsweise 10% Rabatt auf das Produkt.

Zweitens: Man kann Musik, die bei iTunes gekauft wurde, auch auf dem Microsoft-Player nutzen. Wer also bereits heftig geshoppt hat, muss nicht noch mal in die Tasche greifen, was viele Wechsler beruhigen dürfte,

[dj]

Wir lieben den Kapitalismus

Man muss eben wissen, wie man die Mitarbeiter motiviert. Und deshalb hat das kalifornische Unternehmen National Semiconductor am Ende des letzten fiskalischen Jahres, dem besten bislang, allen Angestellten einen 30GB iPod video geschenkt. Gut, offiziell sollten die Dinger genutzt werden, um Firmeninformationen zu verbreiten (das sagt man, damit man sie bei der Steuer absetzen kann), aber gegen den privaten Gebrauch sei auch nichts einzuwenden.
Dann aber stellte sich heraus, dass das nächste fiskalische Jahr noch besser sein könnte – wenn man ein paar Mitarbeiter feuert. Und den 35 treuen Seelen, die dieses Schicksal ereilt hat, nimmt man am besten auch gleich den iPod wieder weg. Also so was von fies. Was sollen die denn tun, die ganze Zeit auf dem Flur vom Arbeitsamt?

[dj]

Abgeführt in Gliederketten…


… wurden die zwei Berliner, die wohl augenscheinlich Betonfußbälle in der Hauptstadt ausgelegt hatten (wir berichteten), sicher nicht. Die Polizei hat aber in deren Wohnung eine Werkstatt entdeckt, in der offensichtlich die Fußbälle gefüllt wurden. Ich bin ja mal gespannt, wie die Geschichte weitergeht… Es will mir nicht wirklich in den Kopf, wie da jemand auf Körperverletzung argumentieren will. Denn im Gegensatz zur nebenstehenden Graphik forderten die beiden ja niemanden zu etwas auf, sie fragten ja nur Can u kick it… [bda]

[via boingboing]