Sensor
Der Sensor ist der Teil eurer Kamera, der die Bilder ablichtet. Mit anderen Worten ist er eure Kamera.
Megapixel und Bildauflösung: Megapixel waren das zentrale Kriterium für Hersteller von Digital-Kameras, seit es die Geräte erstmals gab. Ein Megapixel steht ganz einfach für eine Million Pixel. Wenn ein Sensor quadratisch wäre, würde das bedeuten, dass er 1000 x 1000 Bildpunkte ablichtet. Allerdings sind diese meist rechteckig und haben ein Seitenverhältnis von 4:3 oder 3:2. Das bedeutet, dass die Auflösung bei 2048 x 1536 oder 3264 x 2448 Bildpunkten liegt, was 3 und 8 Megapixel entspricht. Und so weiter natürlich.
Mit der stetigen Entwicklung der Digitalkameras bedeutet diese Zahl immer weniger. Es ist leicht viele Megapixel in eine Kamera zu quetschen. Ohne ein gutes Objektiv und die entsprechende Lichtempfindlichkeit werden die Fotos nicht so scharf, sauber und detailiert aussehen bei den hohen Auflösungen. Wenn ein Handy zum Beispiel eine Kamera mit 5 Megapixeln hat, sehen die Fotos trotzdem meist aus wie Ausschnitte aus einer Geisterjäger-Sendung. Wenn eine DSLR im Gegensatz dazu mit 10.1 Megapixeln seine Fotos ablichtet, sehen diese mehr als doppelt so gut aus.
Wenn man plant große Ausdrucke zu erstellen oder seine Bilder oft beschneidet, sind viele Megapixel sicherlich ganz praktisch und sogar notwendig. Ab einem bestimmten Punkt ist der Unterschied jedoch minimal. Man wird viele Anweisungen der Kamerahersteller finden. Darin stehen oft astronomische Zahlen, die man angeblich braucht, um Fotos zu drucken. Ignoriert diese Anleitungen, weil sie sich mit jeder Kamera-Generation ändern! Solange ihr also keine Plakatwände oder Fotos für Magazine machen müsst, solltet ihr euch da keine Gedanken machen.
Mal davon abgesehen, dass uns Megapixel zeigen wieviele Bildpunkte eine Kamera ablichtet, können sie auch nützlich sein, um das Alter der Kamera zu bestimmen. Die Bildauflösung hat sich über die letzten Jahre stetig entwickelt, sodass mehr Megapixel auch meist einer neueren Kamera entsprechen. Diese lichten oft saubrere Fotos mit weniger Bildrauschen ab.
ISO: Der ISO-Wert bestimmt wie schnell eure Kamera das Licht aufsammelt. Je höher die Zahl, desto empfindlicher reagiert die Kamera auf das Licht. Dementsprechend braucht man also weniger Licht für das Foto. Während hohe ISO-Werte also unter schlechten Lichtbedingungen zu empfehlen sind, eignen sie sich auch dazu schnelle Motive bei Tageslicht zu fotografieren: Ein Sport-Spiel zum Beispiel. Mit höheren Werten kommt aber auch mehr Rauschen ins Bild. Einige Schnappschusskameras werben mit extrem hohen ISO-Werten wie 6400 beworben. Bilder mit solch kurzer Belichtung werden jedoch automatisch furchtbar aussehen. DSLRs, die größere und bessere Sensoren haben, können in manchen Fällen jedoch Fotos mit ISO 6400 oder mehr schießen und dabei anständige Bilder produzieren.
ISO hat seinen Ursprung in der Analogfotografie. Man musste abschätzen wie und wann man ein Motiv ablichtet und einen entsprechenden Film kaufen. Später hat dieser ISO-Wert auch seinen Weg zu der digitalen Fotografie gefunden.
CCD und CMOS: Es gibt zwei Haupttypen von Bildsensoren für Kameras und Camcorder. Der eine ist CCD (charged-couple device) und der andere CMOS (complementary metal-oxide-semiconductor manchmal auch als aktiver Pixel-Sensor bekannt). Wir werden hier nicht großartig in die sehr geekigen Details gehen, weil ihr das gar nicht wissen müsst oder euch deswegen Gedanken machen solltet. Was ihr vielleicht wissen solltet, ist dass die meisten SLRs CMOS-Sensoren verwenden, weil es billiger ist diese größer zu produzieren. Mobiltelefone verwenden ebenfalls einen, weil diese weniger Strom verbrauchen. Allerdings setzen die meisten Kompaktkameras und Camcoder einen CCD-Sensor ein.
Der Unterschied für den Endanwender ist marginal. Wundert euch also nicht, wenn ihr das eine oder andere auf der Kamerabeschreibung findet. Das hier ist ein relativ unbedeutender Punkt für die meisten Käufer.
Weißabgleich: Habt ihr schonmal Innenaufnahmen gesehen, die komplett orange waren? Das ist ein Weisabgleichsproblem. Die Kamera kann sich nicht an unterschiedliche Lichttemperaturen anpassen. Elektrisches Licht hat dieses orange leuchten, während Sonnenlicht auf Fotos oft bläulich wirkt. Die meisten Kameras erlauben ihren Besitzern den Weißton nach bestimmten Vorgaben zu verändern. Die guten bieten auch einen manuellen Modus. Es reicht dann oft ein weißes Blatt oder etwas in der Art vor das Objektiv zu halten.
Sensorgröße und Formatfaktor: Einige Kameras haben einen Sensor, der ungefähr die Größe des 35mm-Films hat – meist 36 x 24 mm. Diese nennen sich Vollformat-Kameras. Meist sind sie sehr teuer, wie zum Beispiel die Canon 5D- und 1D-Serie, oder Nikons D3s. Oft sind auch die Gehäuse dieser Kameras etwas größer. Die Geräte sind eher im professionellen Segment angesiedelt.
APS-C-Sensoren auf der anderen Seite stecken in den meisten gewöhnlichen DSLRs. Diese Sensoren sind etwa 22 x 15 mm groß und nur unmerklich kleiner als ein Vollformat-Sensor. Warum macht das einen Unterschied? Größere Sensoren haben mehr Platz für einzelne Pixel. Das macht sie lichtempfindlicher. Noch wichtiger ist für die Sensoren aber eigentlich der Formatfaktor. Ein kleinerer Sensor kriegt von dem Bild, das durch die Linse kommt, einen kleineren Anteil ab. Natürlich stellen Kamera-Hersteller auch spezielle APS-C-Objektive her, die für kleinere Sensoren gedacht sind. Das Ganze ist also kein Problem, solange man keine älteren Objektive kauft, die für analoge Film-Aufnahmen gedacht sind.
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Gizmodo erklärt: Alles, was man über Kameras wissen muss
Teil 1: Kameratypen
Teil 3: Objektive
Teil 4: Software
Teil 5: Speicher




