Schadensersatz nach Polizeirazzia: Kim Dotcom verklagt Neuseeland auf 3,7 Millionen Euro

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Wie die neuseeländische Zeitung New Zealand Herald unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtet, verklagt Kim Dotcom den Staat Neuseeland auf umgerechnet 3,7 Millionen Euro. Grundlage der Klage ist die Durchsuchung seiner Villa vor und 18 Monaten. Dabei habe die Polizei sein Eigentum zerstört und seine Frau daran gehindert, sich um die Kinder zu kümmern.

Der Durchsuchungsbefehl, so sollen es die Anwälte von Dotcom herausgefunden haben, sei unrechtmäßig gewesen. Die damit vermeintlich illegale Durchsuchung beschreibt die Anklageschrift als von der neuseeländischen Polizei mit „unnötiger Gewalt und aggressiver Einschüchterung“ durchgeführt. Es seien Türen eingetreten und Hardware zerstört worden. Ein Teil der eingeforderten 3,7 Millionen Euro bezieht sich deshalb auf Reparaturkosten.

Kim Dotcom ist derzeit auf Kaution frei, wartet auf den Beginn eines Auslieferungsverfahrens und verfügt nur noch eingeschränkt über sein Vermögen. Ende 2012 hatte ein neuseeländisches Gericht entschieden, Dotcom dürfe sowohl den Geheimdienst als auch die Polizei auf Schadensersatz verklagen. Dotcoms Anwälte werfen dem Regierungschef des Inselstaates vor, er hätte die Untersuchungen des Geheimdienstes vertuschen wollen.

Die Anhörungen im Falle Kim Dotcom gegen den Staat Neuseeland beginnen im März 2014, kurz vor dem lange verschobenen Ausliefrungsverfahren.

[New Zealand Herald]

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