Test: SOL Republic Master Tracks – besser als Beats by Dr. Dre Studio

Wer Gizmodo in den letzten Wochen aufmerksam verfolgt hat weiß, dass wir bereits die SOL Republic On-Ears Tracks HD im Hands-On und die In-Ears Amps HD im Test hatten. Jetzt haben wir uns die mächtig anmutenden Over-Ears SOL Republic Master Tracks im Test genauer angeschaut.

Style

Der Style und die Optik der SOL Republic Master Tracks wird ohne Frage viele Fans finden. Die großen Ohrenteile sind zugleich schlicht und besitzen dennoch einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Hier haben die SOL Republic Designer ganze Arbeit geleistet! Auf der hinteren Seite der uns vorliegenden grauen Version prangt auf mattem Plastik im Metall-Look das SOL-Logo. Dominiert wird das Aussehen der Ohrmuschel von einer sehr weichen Schaumstoffform mit Kunstlederüberzug. Sie sorgt dafür, dass die SOL Republic Master Tracks auch nach längerem Tragen nicht auf den Ohren drücken. Auch dämmen sie zuverlässig störende Außengeräusche ab – gefühlt sogar besser als so mancher Kopfhörer mit aktivem Noise-Cancellation, über die die SOL Republic Master Tracks nicht verfügen.

SOL Republic Master Tracks – Bügel und Kabel

Der Bügel ist ganz SOL-Republic-typisch quasi unzerstörbar. Auch nach mehrfachem ungesundem Verbiegen des Bügels entstand kein Schaden, der Bügel fand sofort wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

Das Kabel der Master Tracks kommt in einer runden Ummantelung. Das wirkt zwar stabil genug, um auch längerer unsanfter Beanspruchung Stand zu halten. Auch ist es verhältnismäßig verhedderungsresistent. Trotzdem hätten wir uns an dieser Stelle ein flaches Kabel wie es bei den Amps HD zum Einsatz kommt gewünscht. Der angewinkelte 3,5 Millimeter Klinkenstecker besteht komplett aus Plastik, macht aber dennoch einen ordentlich verarbeiteten Eindruck.

Das Steuerungselement im Mittelteil des Kabels dient sowohl zum Starten, beziehungsweise Stoppen der Musik, zur Lautstärkeregelung, als auch dank seines integrierten Mikrofons als Freisprecheinrichtung. Dieses Steuerungelement ist identisch zu dem an den Amps HD, welches uns dort schon überzeugte. Es besitzt genau die richtige Größe und Form damit man auch blind sofort die gewünschten Köpfe drückt. Hier trägt auch die leicht angeraute Rückseite einen nicht unerheblichen Teil bei dazu bei.

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Modularität

Die SOL Republic Master Tracks sind dabei ähnlich modular aufgebaut wie die Tracks HD. Das heißt sowohl Kabel, als auch die Ohrenteile und der Kopfbügel können problemlos voneinander getrennt und entweder bei einem Defekt, oder aber auch aus optischen Gründen ersetzt werden. Dabei lassen sich zum Beispiel verschiedene Farbkombinationen mischen. Überhaupt ist die gesamte Verarbeitung vorbildlich – dieser Kopfhörer kann bedenkenlos in den Rucksack geworfen werden, hier geht bestimmt nichts kaputt. Und wenn doch gewährt SOL Republic eine Garantie von 1.000 Tagen auf dem Kopfhörerbügel.

Sound

Kommen wir zum eigentlich Wichtigsten: den Sound. Die SOL Republic Master Tracks pumpen einen mächtigen Bass durch ihre Membran ins Trommelfell! Hier kommen vor allem Freunde elektronischer Musik voll auf ihre Kosten. Leider geht dieser dröhnende Bass ein wenig auf Kosten der Ausgeglichenheit. In den mittleren Tonlagen und besonders in den Höhen wirken sie zu weilen ein wenig zu undefiniert. Trotzdem ist der Sound charakteristisch und wird vielen gefallen. Auch weil die SOL Republic Master Tracks die Musik ungewöhnlich laut wiedergeben. Dadurch eignen sie sich besonders für leise Wiedergabequellen. Es wird wahrscheinlich einige Nutzer geben, denen der Bass der SOL Republic Master Tracks zu brachial ins Ohr gedrückt wird. Uns hat das beim Test jedoch sehr gefallen.

Fazit

Die SOL Republic Master Tracks schicken sich an die Nachfolge der Beats by Dr. Dre Studio anzutreten. Sie kommen in ihrem eigenen ganz unverwechselbarem Style und man sieht ihnen ihren fetten Bass förmlich an. Das finden wir gut! Aber wie so oft lässt sich in Sachen Optik und Musikempfinden ganz wunderbar streiten und wir sind uns sicher, dass einige Käufer eine entgegengesetzte Meinung vertreten werden. Am besten man schaut sich die Teile vor einem Kauf an und setzt sie sich mit der Lieblingsmusik auf die Ohren. Nichts zu streiten gibt es bei der Verarbeitungsqualität – vor allem der unzerstörbare Kopfbügel hat es uns angetan. Auch der Preis von knapp 200 Euro geht in Ordnung vor allem wenn man ihn mit den 260 Euro für die ähnlich lifestyligen Beats by Dr. Dre Studio vergleicht. Denn die SOL Republic Master Tracks sind den Beats by Dr. Dre Studio in fast allen Belangen überlegen.

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9 Antworten auf Test: SOL Republic Master Tracks – besser als Beats by Dr. Dre Studio

  1. Oreno 22 Aug 2013, 23:51

    Beats by Dr. Dre sind – genau wie Bose – für dessen minderwertige Qualität in Relation zu ihren Preisen einfach viel zu teuer.
    Haufen Geld für den Namen und eine schöne Verarbeitung mit edlen Materialien macht den Preis aus, gespart wird dann bei der Klangqualität.
    Die Besten Kopfhörer machen immer noch Grado.

    • hampelmann 23 Aug 2013, 12:49

      Ich gebe dir mit dem ersten Teil Recht, aber man kann keinen KH als den Besten bezeichnen, dafür sind die Hörgewohnheiten und auch Vorlieben jedes Menschen zu individuell. Es gibt eine Reihe gleichwertiger KH, aus dem man seinen Liebling aussuchen kann :) Bspw. Beyerdynamik (mein Favorit), Sennheiser, Stax, Ultrasone, Denon, AKG und natürlich auch Grado :)

  2. Cram 23 Aug 2013, 0:57

    Der beste Kopfhörer ist der Creative HN-700. Gute Freunde von mir haben ein Studio. Sie sind erfolgreiche Produzenten. Und haben nur diese Kopfhörer. Ich habe sie auch schon angehört. Super Klang.
    Creative Sachen werden in vielen Profistudios verwendet. Auch Boxen.
    Kann man nix falsch machen

    • Jens 23 Aug 2013, 7:53

      War das ironisch? Creative als Abhöre in prof. Studios… ich lach’ mich kaputt!
      Unter DT770 Pro läuft gar nichts in Tonstudios.

      • Cram 23 Aug 2013, 10:12

        ??
        Nein, zBsp die Ironworcks T40 sind voll gut. Er hat schon ganze CDs damit abgemischt. Klar, ist kein eigentliches Dolby Suround Dystem, aber er hat deshalb dazu noch einen Hifonics Subwoofer dazu. Dann kann er auch rundherum abmischen. Und das Ding hat auch mächtig Dampf!!

      • Cram 23 Aug 2013, 11:15

        Und ja, es kann sich halt nicht jedes normale Tonstudio Geräte von Beringer oder Montarbo leisten. Auch wenn die natürlich absolut hiend sind. Aber Creative kann hier fast mithalten. Ich habs selber schon vergleicht.

      • Cram 23 Aug 2013, 11:17

        Sory, heisst natürlich verglichen. :-)

    • Jens 25 Aug 2013, 13:59

      Sorry, das ist alles quatsch. 90% der Behringer-Produktpalette ist noch nicht mal semiprofessionell. Und Montarbo stellt Equipment für Beschallungen her. Beide “Marken” sind in professionellen Tonstudios nicht vorzufinden.
      Die typischen Abhören kommen von Genelec oder Adam.

  3. Franky Boy 23 Aug 2013, 12:47

    Ich schwöre auf meine HiFiMan HE-6
    Auch wenn die sich nicht dafür unterwegs Musik zuhören!!!!