Gamescom: The Elder Scrolls Online mit traditionellem Bezahlmodell

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Obwohl sich beinahe alle aktuellen MMOs zu F2P-Varianten hin entwickeln, möchte Bethesda mit The Elder Scrolls Online am traditionellen Bezahlmodell festhalten. Auf der Messe zeigte sich das Spiel mit lahmem Kampfsystem und interessanten Skillmöglichkeiten.

Trotz der prominenten Fehlschläge vergangener Tage, eine bekannte Marke als traditionelles MMO mit monatlicher Gebühr zu verkaufen (eine Aufgabe, an der sogar Star Wars scheiterte), glauben Entwickler und Publisher fest an ihre Vision. Die Zwischenschaltung eines Paywalls zur Freischaltung von Content würde das Gefühl spielerischer Freiheit zerstören, so Matt Firor von Zenimax Online gegenüber Gamestar. Man wird sehen, wie sich dieser prinzipiell löbliche Ansatz in der Praxis beweisen wird.

Der Messeversion des Spiels konnte derweil nicht völlig überzeugen. Atmosphärisch hat Bethesda ins Schwarze getroffen – man meint tatsächlich, in einer Art Skyrim Online unterwegs zu sein. Dafür ist das Kampfsystem bestenfalls einfallslos zu nennen. Skyrim-typisch kann der Avatar mit einem Linksklick angreifen und per Rechtsklick blocken. Durch Erfahrungspunkte freischaltbare Skills statten den Helden beispielsweise mit einem stärkeren Schlag oder einem magischen Schild aus. Das ist in Zeiten von Guild Wars 2 oder Wildstar recht mutig, denn die Konkurrenz geht gerade in Sachen Kampfsystem neue Wege.

Überzeugen konnte hingegen das Skillsystem selbst. Zum einen finden sich hier durch Skillpunkte freischaltbare Angriffe und Fähigkeiten. Zum anderen hat Bethesda das aus Spielen wie Mortal Online bekannte System integriert, das Ansteigen bestimmter Fähigkeiten und Crafting-Skills zu kontrollieren. Durch einen Knopfdruck könnt Ihr steuern, ob Euer Held in der jeweiligen Fähigkeit zulegen soll, oder nicht. Damit ist eine freiere Spezialisierung des Avatars gewährleistet. Waffen- und Rüstungsskills steigen wie von den Elder Scrolls gewohnt durch Benutzung.

The Elder Scrolls Online wird voraussichtlich 12,99 Euro im Monat kosten. Mehr Informationen zur offenen Beta gibt es Anfang nächsten Jahres.

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