Scheitert das Ubuntu Edge?

Ubuntu Edge

Canonical plant die Umsetzung eines Ubuntu-Smartphones, des Ubuntu Edge, in dem die Power eines Desktop-Computers stecken soll. Auf Indiegogo wird das ambitionierte Ziel von 32 Millionen Dollar angestrebt. Nur noch zwei Wochen läuft die Kampagne und hat erst ein Viertel des Spendenziels erreicht. Die großen finanziellen Schritte der ersten Tage werden immer kleiner.

Ein Erfolg der Kampagne scheint nun immer unwahrscheinlicher. Von von den nötigen 32 Millionen Dollar sind “gerade einmal” 8,5 Millionen zusammen gekommen. Immerhin auch noch ein stolzes Sümmchen. Sollte das Tempo bis zum 21. August bestenfalls konstant bleiben, ist das Erreichen des Ziels unwahrscheinlich. Dafür müsste Canonical schon eine öffentlichkeitswirksame Kampagne fahren.

In den ersten Stunden sah für das Ubuntu Edge noch alles sehr rosig aus: Innerhalb eines Tages waren Backer bereits bereit, rund 3 Millionen Dollar zu spenden. Canonical-Chefin Jane Silber bedankte sich sogar in einer Videobotschaft für den unerwarteten Erfolg und bat gleichzeitig darum, die Kampagne weiter zu verbreiten, um die Umsetzung des Ubuntu-Smartphones zu ermöglichen.

Die anfänglichen Erfolge ließen sich derart erklären, dass die ersten Geräte zu einem Preis von 625 Dollar zu haben waren. Dieses spezielle Angebot war extrem schnell vergriffen. Danach wurden die Geräte teurer, inzwischen kann man das Projekt nur noch ab etwa 780 Dollar pro Ubuntu Edge unterstützen. Kleinere Beträge zu spenden ist dahingehend nur noch ohne entsprechenden Gegenwert möglich.

Dass Canonical seine Smartphone-Pläne im Falle eines Scheiterns der Indiegogo-Kampagne nun komplett fallen lässt, scheint aber ebenso unwahrscheinlich. Fraglich ist nur, wie das Unternehmen die Finanzierung dann sichern will. Womöglich sieht man sich nach anderen Investoren um. Bloomberg etwa investierte 80.000 Dollar in das Projekt. Wie es so schön heißt, soll man den Tag nicht vor dem Abend loben und zwei Wochen sind immerhin noch Zeit.

[via Indiegogo]

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  1. Die richtigen Ubuntu-Fans haben die Kampagne in den ersten 3 Tagen gesehen und unterstützt. Von der Community wird daher vermutlich nicht mehr viel kommen. Wenn es aber noch mehr Kleininvestoren wie Bloomberg geben sollte, oder Mark Shuttleworth selbst noch etwas dazutut, kann das allerdings noch etwas werden.

  2. Unbuntu… Da war doch was?
    Ja richtig: Stundenlang Treiber suchen und kompilierten – ja das waren noch Zeiten!
    Jetzt noch so ‘ne Ubuntu-Handquetsch, nee Danke! Es gibt doch das iPhone. Meine ja nur.

    1. Ich hatte Ubuntu schon auf richtig vielen Desktops und Notebook laufen. Musste noch keinen einzigen Treiber suchen oder gar “kompilierten”, was auch immer das sein soll.. Muss also richtig exotische HW gewesen sein, die wird auf kaum einem aktuellen OS problemlos laufen.

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