Alter Krebskranker erhält keinen Einlass zu Legoland – ohne Kind

John St-Onge, einem enthusiastischen Lego-Fan, wurde kein Einlass zum  Legoland Discovery Centre in Toronto gewährt. Der krebskranke Diabetiker war mit seiner erwachsenen Tochter unterwegs und durfte nicht in das Steinchen-Mekka, weil er kein Kind begleitete. 

Legoland-Angestellte wiesen John St-Onge darauf hin, dass er nicht in das Discovery Centre könne, da er keine Kinder dabei habe. Der Park begründete diese Aussage mit Richtlinien zum Schutz von Kindern, die Erwachsene davon abhalten, alleine Einlass zu erhalten, implizierend, dass John – oder jeder andere erwachsene Lego-Fan – ein Sexualstraftäter sein könnte. Das Legoland Discovery Centre blieb sogar angesichts der Tatsache hartnäckig, dass der kranke Mann seine Tochter mitbrachte, die selbst kein Kind mehr ist. Sie berichtete später, ihr Vater sei aufgrund der Zurückweisung am Boden zerstört gewesen.

 

Verantwortliche reißen das Ruder herum

Die Angelegenheit hört sich ebenso traurig wie ungerecht an. Lego ist ein Unternehmen, das Fans allen Alters hat – von null bis 100 Jahre. Die Direktion des Parks ist sich durchaus dessen bewusst, dass erwachsene Lego-Liebhaber, zu jenen gehören, die dem dänischen Unternehmen das meiste Geld einbringen. Bedauerlicherweise ist John zu krank, um einen größeren, weiter entfernten Legoland Park zu besuchen. In der Zwischenzeit hat Torontos Legoland Discovery Centre folgende Nachricht auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht:

Danke für euer Feedback in Bezug auf unsere Richtlinien für Erwachsene. Alle Kommentare diesbezüglich wurden direkt an die betreffende Stelle weitergeleitet. Wir haben uns mit John und seiner Tochter direkt in Verbindung gesetzt und können bestätigen, dass er sich sehr auf einen Besuch im LEGOLAND Discovery Centre Toronto freut, bei dem er an einer unserer regelmäßigen Abendveranstaltungen für Erwachsene teilnehmen darf. Wir freuen uns darauf, ihn bald bei uns begrüßen zu dürfen.

Was haltet ihr von dem Vorfall? Ist es gerechtfertigt, pauschalisierend erwachsenen Lego-Fans als womöglichen Sexualstraftätern den Eintritt zu verweigern, nur weil sie kein Kind in den Park begleiten?

[via gizmodo.com]

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25 Antworten auf Alter Krebskranker erhält keinen Einlass zu Legoland – ohne Kind

  1. Harald 11 Jul 2013, 13:50

    Amis………..Größten Moral Apostel auf diesem Planeten, und gleichzeitig größte Pro.o Industrie.

    • hier kana da, dort kana da ... 11 Jul 2013, 14:01

      Seit wann hat Kanada eine relevante Pr0n-Industrie?

    • Marco 11 Jul 2013, 14:31

      Amis? Aha, ich dachte immer, Toronto liegt in Kanada. So kann man sich irren. :-)
      Aber hast schon recht, da sind sie richtig dick im Geschäft, und bei so etwas verstehen sie keinen Spaß, bzw. übertreiben es. Würde man Sexualstraftäter für immer wegsperren, müßte man sich auch nicht deswegen fürchten.

      • Harald 11 Jul 2013, 17:47

        wer lesen kann ist klar im Vorteil ( schäm )
        :-)

      • Marco 12 Jul 2013, 14:57

        Gibt Schlimmeres! ;-)

  2. Harald 11 Jul 2013, 13:58

    ich meine Por.o

  3. hurtz! 11 Jul 2013, 14:04

    “Lego ist ein Unternehmen, das Fans allen Alters hat”
    Irrelevant. Lego und Legoland sind verschiedene Firmen. Erstere ist immer noch ein dänisches Familienunternehmen, Zweitere wurde vor ein paar Jahren mehrheitluch an Blackstone (US-amerikanischer Finanzinvestor, vulgo Heuschrecke) verkauft und ist jetzt Teil von Merlin Entertainment.

    • traveler 11 Jul 2013, 15:11

      egal wem es gehoert, es geht um dem Schutz der Kinder!
      Wobei es moeglich sein sollte, diesen durch Personal zu sichern,
      oder den im Statement erwaehnten Special Events für Erwachsene.
      damit sollte allen Sicherheit und Spass gewaehrleistet sein.
      Somit ist dieser Vorfall das Ergebnis schlecht geschulten und unvorbereiteten Personals,
      welches nicht in der Lage war die Situation hand zu haben.
      ….und aehnliches passiert taeglich, ueberall auf dieser welt…
      aber so eine geschichte mit lego, kindern und alten menschen ist natuerlich viel medienwirksamer als die taegliche ungerechtigkeit an der ecke nebenan…
      wieder ein grund einige medien zu meiden…
      gruess gott

      • hurtz! 11 Jul 2013, 15:56

        “egal wem es gehoert, es geht um dem Schutz der Kinder!”
        Du hast den Punkt nicht verstanden. Es geht hier um LEGOLAND. LEGOLAND hat mit LEGO außer einer gemeinsamen Geschichte vor 2005 NICHTS zu tun. An wen sich LEGO richtet, ist in einer Meldung, in der es um den Umgang von LEGOLAND mit seinen Kunden geht, ungefähr so relevant wie die Zielgruppe von Breitling-Uhren.

        Zur Sache habe ich keinen Kommentar abgegeben, ich habe mich lediglich zur “Berichterstattung” hier geäußert.

  4. Joe 11 Jul 2013, 16:02

    ok, sie haben ja eingelenkt.

    es bleibt aber ein schaler nachgeschmack. wieso eigentlich?
    weil solche geschichten immer wieder passieren und die menschlichkeit nicht weiter das grinsen im gesicht geht.
    dann wird ein wenig auf die finger geklopft, entschuldigungen fallen und alles wieder gut.

    bis zum nächsten mal.

  5. hollahola 11 Jul 2013, 16:05

    Warum machen die nicht einfach ein Separee für Erwachsene? Da könnte man auch Anspruchsvolleren Bastelkram unterbringen.

  6. Bliss 11 Jul 2013, 16:06

    Da Sexueller Missbrauch von Kindern meist innerhalb der eigenen Familie stattfindet ist diese Reglung ziemlich schwachsinnig da diese Tätergruppe ja ohnehin in den Park kommt.

    • Netsurfer912 12 Jul 2013, 11:14

      Eben das dachte ich mir auch … Ziemlich schwachsinnig.

  7. Carsten 11 Jul 2013, 16:27

    Das ist doch krank! Wichtiger ist doch eher, dass alle Kinder dort in Begleitung von Erwachsenen sind und nicht andersrum!

    • Felix 11 Jul 2013, 16:41

      Mal Im Legoland gewesen? Grade in den Aufwändigen Themengebieten ist ein Kind schneller verschwunden als du Pedobär buchstabieren kannst

  8. Felix 11 Jul 2013, 16:39

    Ich war als Kind sehr oft im Legoland DK. Ich kann die Angst von den Eltern teilweise schon verstehen, bei so vielen interessante Sachen gehen die Kinder schon öfter mal türmen, egal wie sehr man aufpasst. (Mein bruder hat darmals einen Lego-Flughafen auseinander genommen ;)

    Auch haben bei vielen Sachen (Lego Gold schürfen oder Aktivitäten für Kinder eben) weder Eltern noch Kinder ein gesteigertes Interesse daran ständig nebeneinander zu stehen, man lässt die Kinder also Zwangsweise aus den Augen.

    Stellt euch den Skandal bei nur einem einzigem Vorfall vor, daher kann ich das von Legoland schon verstehen.

    Dass die beiden nicht wussten dass es extra Veranstaltungen gibt is zwar blöd, aber auch nicht Schuld von Legoland

  9. DerDer 11 Jul 2013, 19:21

    Wenn ich ein Legoland Discovery Center möchte überigens etwas anders ist als ein Vergnügungspark dann ist das meine Sache und ich will dafür nicht unter Generalverdacht gestellt werden . Kaputte Welt sag ich nur

  10. Bilkmann Knarg 11 Jul 2013, 23:51

    Stellt euch bei nächsten Zoobesuch mal in die Nähe des Streichelzoos. Die die da beobachten, haben meist nicht die Intention, zu beobachten wer die Kinder beobachtet. In Berlin gibt es eine Stelle, da kann man von Außen auf den Streichelzoo schauen. Bei jeder S-Bahn fahrt sehe ich da Männer stehen. Das wäre doch im Legoland gräßlich.
    Jetzt holen sie den armen Mann mit ner Limosine ab und machen ne Extra Veranstaltung mit ihm, fürs Image. Statt die Problematik transparent zu machen, Erwachsenenzeiten einzuführen oder eben, und das verstehe ich auch nicht, Männer in Begleitung hereinzulassen. Vielleicht haben alle nur ein bisschen schlecht kommuniziert.

  11. Robin 12 Jul 2013, 0:53

    Ich bin entsetzt das zu lesen und die Begründung des Lego-Lands, die mehr als Scheinheilig erscheint wenn man alleine nur mal bedenkt wie einfach es jemand hat der genau solche Interessen verfolgt. Warum bitte soll er oder sie dazu extra in ein Legoland gehen?
    In Zukunft heißt es dann wohl auch irgendwann bei Freizeitparks oder in Filmen für Kinder und anderen Kindorientierten Veranstaltungen, dass allein laufende Erwachsene potentielle Triebtäter sind und zum Schutz der Kinder das Gelände bitte nicht betreten dürfen.

    Und so ein Eventpark kann mir nicht ernsthaft sagen, dass sie Ihre Location nicht im Überwachung haben. Es gibt Security, Kamerüberwachung und Personal etc. die doch eh ständig auf die Finger schauen.

    Mich erinnert das ganze ein wenig an ein eigenes Erlebnis wo ich mit meinem damals noch kleinen Bruder im Schwimmbad war und mit meiner Spiegelreflex Fotos machen wollte. Da sprach mich ein Bademeister an und verbot mir weitere Fotos zu machen. Das Angebot die Bilder zu prüfen lehnte er ab und drohte noch damit mich vom Gelände zu verweisen. Der Witz bei der Sache ist, dass zu dem Zeitpunkt schon viele ein Handy mit Kamera hatten oder eben eine Kompaktkamera. Da stört es dann aber niemanden.

    Ich kann an der Stelle nur sagen… Danke liebe Medien. Wer sonst schürt diese große Angst? Ich will das damit nicht verharmlosen. Ist grausam genug was da manchmal passiert. Aber so etwas muss man sich echt fragen in welcher Zeit wir eigentlich leben.

  12. Hoitdeimei 12 Jul 2013, 9:12

    Sorry, aber alle, die auch nur irgendwie die Handlungsweise von Lego verteidigen haben den Schuß nicht gehört, oder? Männer ohne Kind = Pädo? Wie gehts dann weiter? Männer ohne Frau = Vergewaltiger? Frau ohne Kind = Sucht Kind zum entführen? Frau ohne Mann = Schlampe? Der gute Mann sollte das liebe Legoland auf ein paar Millionen wegen Diskriminierung und Beleidigung verklagen.

  13. Anton g. 12 Jul 2013, 14:22

    Ich sehe da einfach ein Geschäftsmodell.

    Die Erwachsene sollen Kinder haben und diese auch mit dem LEGO Virus anstecken. Keine Kinder keine zukünftigen Kunden, sprich ein abstrengender Ast(symbolhaft, es soll kein Bezug zu seinem körperlichen Verfassung gestellt werden). Und wenn Kinder schon erwachsen sind ist es zu spät diese an zu stecken.

    • hurtz! 12 Jul 2013, 14:46

      “Ich sehe da einfach ein Geschäftsmodell.” Ich auch. Ich vermute aber, mit einer Ausleihstation für Kinder in direkter Nachbarschaft des Legoland-Freizeitparks könnte es rechtliche Schwierigkeiten geben.

  14. joern 12 Jul 2013, 14:32

    Es ist beschämend, ich bin selbst an Krebs erkrankt und erlebe unschöne Sachen aus meiner Therapie heraus. Jetzt wird man noch als mündiger Erwachsener Bürger zurückgewiesen. Wieder peinlich und absolut nicht nötig. Danke an die Sensationsjurnalistik, die diesmal darüber berichtet, dass das an die Öffentlichkeit gelangt.

  15. Don 12 Jul 2013, 16:53

    Vielleicht hätte er in den nächsten Waffenladen gehen und sich auf AMERIKANISCHE ART zutritt verschaffen sollen ;-)

  16. SELL 16 Jul 2013, 0:13

    LegoLand sollte seine AGB deutlicher machen:
    Kein Zutritt für Erwachsene, ohne eigene bzw. beaufsichtigte Kinder unter z.B. 12 Jahren.