Intels neue Core-Prozessoren sparen zu viel Strom

intel haswell

Nicht mehr lange und die neuen Core-Prozessoren von Intel erblicken das Licht der Ladenregale der Welt. Diese neuen CPUs, die auch unter dem Codenamen Haswell bekannt sind, bringen natürlich einerseits nochmal mehr Leistung, aber sollen auch viel Strom sparen. Sogar zu viel, wie es scheint.

Um die Leistungsaufnahme z.B. bei ruhendem Desktop zu reduzieren, können sich die Prozessoren in einen Schlafmodus begeben, bei dem die kompletten Prozessorkerne inklusive L1- und L2-Cache ausgeschaltet werden, aber auch der L3-Cache geleert wird, so dass das Mainboard dann fast den kompletten Strom zum Prozessor kappen kann. Genau hier liegt aber auch der Hase im Pfeffer: Die Haswell-Prozessoren verbrauchen dann effektiv laut VR-Zone im Extremfall nur noch 0,6 Watt, oder 0,05 Ampere bei 12 Volt. Die Spezifikation für die Netzteile besagt aber, dass es auf dieser Schiene eine Mindestlast von 0,5 Ampere geben muss. Darunter können sich die Netzteile abschalten. So könnte es nach aktuellem Stand entweder zu Systemabstürzen infolge von Stromabschaltung kommen, oder aber die Netzteile schaffen es nicht, Strom und Spannung sauber abzuliefern, was im Extremfall vielleicht sogar zu Hardwareschäden führen könnte, wenn nicht schon Sicherheitsmechanismen im Netzteil eben jenes abschalten.

Daher ergeht laut VR-Zone derzeit die Empfehlung an Mainboardhersteller, die entsprechenden Stromsparmodi der neuen Core-Prozessoren zumindest vorübergehend per BIOS bzw. UEFI zu deaktivieren oder zumindest eine solche Möglichkeit dort einzubauen. In den nächsten Wochen wollen die Netzteilhersteller Listen mit Haswell-kompatiblen Geräten veröffentlichen, Enermax hat hier schon den Anfang gemacht. Wer hätte gedacht, dass man auch mal zu viel Strom sparen kann… [VR-Zone, via heise]

Bild: Intel

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