Test: Iriscan Mouse – die Maus, die lesen kann

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Mit der IRIScan Mouse hat der belgische Hersteller Iris eine Computermaus vorgestellt, die mit einem kleinen Scanner an der Unterseite ausgerüstet ist. So können Vorlagen mit Mausbewegungen eingelesen und weiter verarbeitet werden. Wir haben uns das Nagetier angesehen.

Die IRIScan Mouse lässt sich auf den ersten Blick nicht von normalen Mäusen unterscheiden. Lediglich der türkisgrüne Rand fällt etwas aus dem Rahmen. An der rechten Seite jedoch beleuchtet eine blaue LED einen Knopf, der mit “Scan” beschriftet ist. Hat man die beiliegende Windows-Software installiert, erscheint auf das Kommando Scan eine Software, die in Echtzeit das zeigt, was der winzige Scanner an der Mausunterseite gerade bedeckt.

Design

Dieser Scanner sitzt in einem kleinen Klarsichtfenster und beleuchtet mit LEDs einen Ausschnitt der Fläche unter der optischen Maus. Die Mausfunktion ist für den normalen Büroalltag vollkommen ausreichend. Die Maus ist ergonomisch geformt und besitzt ein Mausrad und zwei Maustasten.

Im Betrieb

Wenn man nun eine Vorlage einscannen will, fährt man sie mit der Maus ab. Das Bild ergänzt sich so Stück für Stück auf dem Bildschirm, bis schließlich alle gewünschten Bereiche eingescannt sind. Das klappt bis hin zu einem Format von DIN A3 und hat den Vorteil, dass die Vorlage auch geheftet oder gebunden sein kann. Bei Flachbettscannern müssten solche Scanvorlagen auseinander genommen werden. Das Scanfenster liegt am äußeren linken Rand der Maus, so dass man auch bei dicken Büchern relativ gut an den inneren Rand kommt.

Wer will, kann mit der Software das Bild nun nachbearbeiten, als Bilddatei speichern oder es sogar der OCR-Software übergeben, die im Lieferumfang enthalten ist. Darüber hinaus gibt es auch eine Copy- und Paste-Funktion, einen direkten Upload zu Facebook, Flickr und Twitter sowie die Möglichkeit, das Scanergebnis per E-Mail zu verschicken oder zu drucken.
Wer will, kann die gescannten Texte und Bilder auch zum Online-Notizzetteldienst Evernote hochladen. Dem Paket liegt sogar ein Gutschein für eine 3-monatige Premiummitgliedschaft bei.

Positiv

Die OCR-Software hat in unserem Test recht ordentliche Arbeit geliefert. Wie immer gilt, dass besonders saubere und klare Vorlagen besser erkannt werden als solche, die blass oder beschädigt sind. Auch ein durchsuchbares PDF lässt sich mit der Software herstellen. Da man es niemals schafft, die Vorlagen gerade einzuscannen, richtet die Bildsoftware sie automatisch aus. Natürlich lassen sich auch Bilder und – besonders interessant für Grafiker – auch Oberflächen einscannen. Die Auflösung liegt bei 300 dpi.

Negativ

Zwei Nachteile hat das Mausscanner-Prinzip: Das Scannerfenster fährt zum Einen ständig unmittelbar über dem Schreibtisch herum. Zwar gibt es Mausgleiter vorne und hinten, die verhindern, dass die Maus aufliegt, aber es wird unweigerlich passieren, dass das Fenster leicht verkratzt. Zum anderen dauert es gerade bei großen Vorlagen naturgemäß recht lange, bis sie mit der Maus abgefahren sind. Ganze Bücher mit der Maus einzuscannen wird sich wohl niemand antuen. Aber für kleine Scanarbeiten im Alltag, bei denen es viel zu umständlich ist, erst den Flachbettscanner anzuwerfen, spielt die Scanmaus ihre Vorteile aus. Sie liegt quasi schon in der Hand.

Die Mausscanfunktion funktioniert derzeit nur unter Windows.

Fazit

Die IRIScan Mouse ist mit rund 80 Euro ihr Geld wert, wenn man hin und wieder einmal eine Vorlage einscannen will.

[Via Iris]

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