Jawbone UP – Das Fitnessarmband im Langzeittest

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Vor knapp vier Wochen startete unser Langzeittest zum Jawbone UP. Das Fitnessarmband trugen wir dabei Tag und Nacht. Mit der Zeit wurde das Up für uns ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand. Hier ist unser Fazit!

Es erweckt schon ein komisches Gefühl, wenn man täglich sein Armband mit dem Smartphone syncronisiert. Bei jedem Vorgang kommen wir uns ein bisschen merkwürdig vor, wenn wir in der Öffentlichkeit unser Armband abnehmen und es ans Smartphone anstecken. Fragende Blicke, wie “Ist der krank?” oder “Was ist das für eine moderne Droge?” werden täglich auf uns geworfen. Aber okay, daran gewöhnt man sich. Und wenn das klappt, macht das Armband auch richtig Spaß. Die Updates über Bewegung und Schlaf sind klasse und helfen dabei einen optimierten Tagesablauf gestalten zu können.
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Das Jawbone UP bei Nacht

Bereits nach einer Woche wussten wir besser über unsere Schlafphasen Bescheid, als jemals zuvor. Das kann vor allem dabei helfen, wenn man schlecht schläft und etwas daran verändern möchte. Das Armband zeigt dabei an zu welcher Zeit man sich in einer tieferen oder leichteren Schlafphase befunden hat. Diese biometrischen Daten werden dann ausgewertet und in einem Balkendiagramm dargestellt. Die Weckfunktion über den Vibrationsalarm vom Jawbone UP funktioniert perfekt. Dabei wird eine leichtere Schlafphase in einem vorher festgelegten Zeitraum erkannt und das Armband fängt an zu vibrieren. Unser Körper passte sich sehr rasch an diesen Rhythmus an, sodass wir nach einer Woche schon automatisch zur programmierten Zeit aufwachten. Die Folge waren ausgeglichenere Vormittage. Gerade Langschläfer und Morgenmuffel – darunter ich – profitieren ungemein von diesem Vibrationsalarm.

Im Allgemeinen fällt das Armband bei Nacht nicht auf. Allerdings wurde von unseren Freundinnen bemängelt, dass es kratzt und sich in den Haaren verfängt. Der Träger des Armbandes bemerkt dies aber nicht.

Das Jawbone UP bei Tag

Das Jawbone UP sieht aus wie ein stylisches Accessoire. Für Außenstehende fällt es daher nicht als außergewöhnliches Gadget auf. Da das Armband keinen Verschluss besitzt, sondern nur um das Handgelenk “gewickelt” wird, bewegt es sich allerdings ständig. Beim An- und Ausziehen von Kleidung rutscht es den Arm hoch und dehnt sich. Auch blieben wir oft damit an den unterschiedlichsten Gegenständen hängen. Ansonsten verhält es sich wie jedes andere Armband. Ein absoluter Pluspunkt besteht darin, dass man nicht unter dem Jawbone Up schwitzt, obwohl es aus Gummi besteht. Das liegt daran, dass es sich fortlaufend am Arm bewegt und daher immer wieder Luft an die verdeckte Stelle kommt.
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Die App des Jawbone UP

Die Applikation für Apple und Android wurde sehr ansprechend designed. Die vielen Farben wirken fröhlich. Auch die Bedienung der App gestaltet sich wirklich einfach. Sie wurde als Social Network für Jawbone UP Besitzer kreiert und soll den Träger durch den virtuellen Erfolg anderer User motivieren. Leider haben wir die App oft vernachlässigt, da es doch immer mühselig war, wenn man einmal täglich synchronisieren musste. Dies widerspricht auch der Philosophie, welche eigentlich hinter dem UP steht: Das Armband soll nicht auffallen und den Nutzer nicht ablenken. Aber die App macht genau das. Man ist gezwungen manuell die Daten zu aktualisieren. Jawbone hätte eher eine Bluetooth-Synchronistation einbauen sollen, anstatt dem 3,5 Millimeter Klinkenstecker. Und wenn man seine Mahlzeiten digital festhalten möchte muss alles manuell eingegeben werden. Das beansprucht bei jedem Kaffee, Wasser, Kuchen und den restlichen Mahlzeiten dann doch etwas die Zeit. Man muss aber dazu sagen, dass es wohl auch keine andere Möglichkeit gibt. Daher lassen wir es offen, ob es von Jawbone überhaupt sinnvoll war diese Option zu integrieren.

Fazit Lenz

Das Jawbone UP hält im Großen und Ganzen das, was es verspricht. Als stylisches Accessoire in vielen Farben passt es perfekt zu den Lifestyle Gadgets. Auch die Flexibilität und Robustheit des Armbandes konnte in unserem vierwöchigen Test nachgewiesen werden. Da es keine digitale Anzeige, wie das NIKE Fuelband besitzt, kann diese auch nicht kaputt gehen. Das Jawbone UP ist ein schlichter Datenträger, der für euch die Daten aufzeichnet. Darin besteht ein absoluter Mehrwert für den Nutzer, denn auch wenn diese Daten im ersten Moment eher unwichtig erscheinen, können sie dennoch euer Leben erleichtern und verbessern.

Fazit Matthias

Das Jawbone UP hinterlässt gemischte Gefühle: Zum einen liebe ich als Gadget-Fan das stylische Computerarmband und bin fasziniert von seinen Möglichkeit – besonders der Vibrationsalarm ist der Knüller! Auf der anderen Seite sehe ich so viel verschenktes Potenzial: Warum gibt es beim Wecken keine Snooze-Funkion? Warum arbeitet Jawbone UP nicht mit Runtastic oder Withings zusammen? Warum gibt es eine Kappe die man verlieren kann? Warum nutzt man kein Bluetooth und kein Standard-USB-Ladeteil? Auch die 10 Tage Akkulaufzeit war mir zu wenig. Auf der anderen Seite schaut das Jawbone UP wirklich gut aus, die App ist bunt und übersichtlich und es kommt mit seinen UP-Buddies sogar ein wenig Community-Feeling auf. Und mal ehrlich: Exakt seine Schlafphasen zu kennen ist schon ziemlich cool!

Nächste Woche will man uns den Konkurrenten Fitbit zuschicken. Wir sind jetzt schon gespannt wie sich der Fitnessarmband-Konkurrent so schlägt!

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  1. Ist das Jawbone Armband vergleichbar mit dem Nike Fuel Band oder sind das zwei völlig unterschiedliche Sachen?
    Hab sehr starkes Interesse am Nike Fuel Band aber das Jawbone Review klingt sehr gut.
    Wo sind die grössten Unterschiede und was ist eure Empfehlung ?

    1. Hi maert9N, das Nike Fuel Band ist auch gut, bedient aber meiner ersten Einschätzung nach eine andere Zielgruppe. Das UP will technikaffinen, style-begeisterte junge Mensche Andressieren, die Wert auf ihre Gesundheit legen und das kmit einem Gadget verbinden wollen. Das Fuel Band spricht dagegen Hobby-Sportler an; besonders Läufer bekommen beim Fuel Band einen echten Mehrwert. Ein Mitarbeiter nutzt das Fuel Band jetzt seit vielen Monaten und findet es toll. Wir werden seine Eindrücke sammeln und hier in den nächstn Tagen einen Test dazu veröffentlichen.

  2. Danke für die Testbeschreibung. Hört sich ja nicht schlecht an.

    Zum Fazit von Matthias: Eine Snooze-Funktion macht in meinen Augen keinen Sinn, da das Armband einen ja genau zur richtigen Zeit wecken soll. Wenn man snoozen könnte, würde man ja dazwischen wieder in einen Dämmerschlaf verfallen was dem Sinn entgegen wirken würde, oder?

  3. Bin an dem Ding wirklich interessiert.

    Da ich relativ viel schwimme wäre interessant wie Wasserfreundlich das Gerät ist.
    Laut Homepage heißt es ja tausende von Duschen.

    Erkennt das Band auch z.B wenn ich Fahrrad fahre oder wie oben genannt schwimme?

    1. Duschen: ja, Baden: nein.
      Die kannst Aktivitätsphasen direkt am Band an- und ausschalten, dadurch errechnet die App, wie viele Kalorien du zB beim Radeln verbraucht hast. Wirklich selbst zählen kann das Up nur Schritte.

      1. Ok in demfall errechnet es einfach nur den Wert für den restlichen Sport.

        Ist das ein reiner schritte Zähler oder misst der auch richtige Distanzen ( eben z.B. beim Fahrrad fahren das da 30 km hingelegt wurden ) ?

  4. In letzter Zeit spiele ich auch öfter mit dem Gedanken mit eines dieser Armbänder zu kaufen.
    Am Jawbone reizt mich ganz besonders die Weckfunktion. Ich komm echt schlecht aus den Federn und hab schon viel über diese Wecker gelesen, die Tief und Leichtschlaf unterscheiden.
    130€ ist allerdings ein ganzer Batzen kohle.

    Ich glaube jedoch ich warte noch 1-2 Jährchen. Bis dahin gibt es vlt schon etwas mit integriertem GPS Empfänger und gannnnz vlt auch mit Pulsmessung. Das wäre das Nonplus Ultra zum Joggen.

  5. Aufs Fitbit Flex freue ich mich schon. Sieht zwar nicht so stylisch aus wie das Jawbone UP, aber es hat Bluetooth. “Männer lieben Bluetotth” – Sheldon Cooper^^

    1. Ich bin froh dass es kein Bluetooth hat, so trage ich keine ständig strahlende Quelle mit mir herum. Außerdem würde das ständige pairen mit dem Smartphone dessen Akku drastisch sinken lassen.

  6. “Warum gibt es beim Wecken keine Snooze-Funkion?” Ist jetzt aber keine ernsthafte Frage oder? Ich mein HAALLLOOOO? wieso sollte dich das Armband dann in einer Schlafphase wecken, in der du schon fast wach bist, wenn du danach die Snooze-Funktion verwenden willst und weiterpennst? Hast du überhaupt gecheckt für was das Teil gut ist?

  7. Eine Frage kann es sein das es zurzeit nur 3 Farben von den 8 Farben zum bestellen gibt?
    Im Apple Store kann ich nur die Farben Schwarz, Mintgrün und Hellblau finden.
    Bei Gravis.de gibt es auch nur hellblau.
    Und bei Jawbone selbst gibt es zwar 5 Farben (Schwarz, Mintgrün, Hellblau, Grau, Navy) aber Grau und Navy sind ausverkauft. Bei den anderen Farben (Rot, Orange, Grün) steht “Coming Soon”.

    Kommen die anderen Farben erst? Aber warum kündigt man dann 8 Farben an wenn man dann nur 3 (5) Farben zum Start kaufen kann?

    Weiß da jemand was genaueres? Hätte nämich gerne die Farbe Navy oder Rot.

    Vielen Dank

  8. @manni, meinst du das ernst? Ich dachte das man genau aus dem Schlaf heraus aufgeweckt reden soll… Oder habe ich dich falsch verstanden? Erläutere bitte nochmal was du meinst – für diejenigen, die eine längere Leitung haben ;-)

  9. Der Wecker funktioniert doch ohne Probleme im Schlafmodus. Ist ja auch der Sinn. Ich kann den Artikel nicht so ganz nachvollziehen. 10 Tage Akkulaufzeit ist zu wenig? Das Ding lädt 1.5h, dann isses voll für die nächsten 10 Tage. Sein Handy lädt der Autor doch sicher auch jeden 2. Tag. Dann zählt das Up halt mal wie 5 Schritte vom Fernseher zur Couch nicht mit, während es lädt. Eine native Withings Integration gibt es auch. Nur der Runtastic Teil wäre schön – wenn sich Runtastic endlich mal zu einer offenen API herablassen könnte.

  10. Kann das Armband auch genutzt werden bzw. die App Daten empfangen, wenn ich das Handy beim schlafen auf Flugmodus eingestellt habe?
    Danke für eure Antwort.

  11. Ich hatte das Band 4Wochen in Betrieb. Dann stieg das Teil aus. Die Servicehotline reagierte sofort. Das Gerät soll ausgetauscht werden-das ist jetzt 4 Wochen her-seitdem ist nichts mehr passiert. Kein Austausch, keine Antwort auf Mails, das ist Service. Wir haben in der Praxis mehre Geräte anderer Hersteller zur Erprobung, a l l e funktionieren fehlerlos.

  12. Am 30.03.2013 hatte ich mein Jawbone UP im Apple-Store gekauft.
    Am 20.07.2013 -im Alter von 3 Monaten und 20 Tagen- hat es den Geist aufgegeben.
    Angefangen hatte es damit, dass das UP beim Modus-Wechsel nicht mehr vibrierte. Dann folgte eine nicht aufgezeichnete Nacht und das Ausbleiben des Vibrationsalarms.
    Zeitweise blieb auch die Anzeige Sonne / Mond aus.
    Weder ein SOFT- noch ein HARD-Reset konnten es wiederbeleben.
    Nun blinkt es nur noch bunt vor sich hin.
    Das UP-Band ist genial, solange es funktioniert, aber so …. ?? 
So ist das bunte Gummiband nicht mehr wert, als das Papier, auf dem seine ach so tollen Funktionen gedruckt sind.
    Bei Facebook gibt es eine deutschsprachige Interessengruppe für das Jawbone UP, dort sammeln wir gerade die jeweiligen “Lebenszeiten” der einzelnen Up-Bänder. Einige tragen schon das zweite oder dritte AUSTAUSCHband.
    Dabei ist der Jawbone-Activity-Tracker erst seit März 2013 in Deutschland zu beziehen !


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  13. Hallo… Am 1.9.13 hatte ich Mein 1. Up …. Dieses hielt vier Wochen und Ich war begeistert. Nach genau vier Wochen, hatte es geladen und naja nach 3 Stunden zeichnete es keine Schritte mehr AIF, synchronisieren war nicht möglich, Akku war bereits leer und konnte auch nicht mehr aufgeladen werden. Wir haben es reklamiert und nach 14 Tagen kam ein neues Up armband an, dieses hielt nun knapp 3 wochen und ist wieder defekt. Es ist genau der selbe defekt. Mein Freund hat es auch und dieses funktioniert einwandfrei… Kann man soviel Pech haben aber scheinbar hat Jawbone auch bei der 2. Generation noch die selben Probleme wie bei der 1. Generation….. Nun wird es wieder reklamiert…. Aber die Hotline lässt einen unendlichen waaaaaaarten….. Was macht ihr für Erfahrungen mit dem Band und dem Service?

  14. Ich bin habe mir das Up in M gekauft, etwas gross, daher habe ich es verschenkt und in S angeschafft. Wer kann mir vertaten, wie der neue Besitzer jetzt seine Daten aus Band bzw. Iphone, bekommt? Danke:-)

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