Apple gewinnt Big Brother Award 2013 für „besonders dreiste Form von Videoüberwachung”

AppleStore

Der Schmähpreis Big Brother Award geht in diesem Jahr in der Kategorie Arbeitswelt an die Apple Retail Germany GmbH aus München. Das Unternehmen betreibt die Apple Stores in Deutschland, über die im vergangenen Jahr zahlreich negativ berichtet wurde, zum Beispiel auf Zeit-Online und SZ-Online. In der Kritik steht die rechtswidrige Videoüberwachung von Mitarbeitern und Kunden.

„Der diesjährige Preisträger, die Apple Retail Germany GmbH, erhält den Preis für eine ideologisch verbrämte, besonders dreiste Form von Videoüberwachung“, schreibt Digitalcourage, der Verein hinter den Big Brother Awards. Die Preisvergabe stützt sich auf Medienberichte aus diesem und dem letzten Jahr, in denen von Kameraüberwachung in Pausenräumen und vor Toiletten die Rede war. „Geltendes Datenschutzrecht in Deutschland lässt Videoüberwachung allenfalls in Verkaufsräumen zu, nicht aber eine permanente Videokontrolle von Beschäftigten in allen Betriebsräumen“, so Digitalcourage.

Darüber hinaus kritisiert Digitalcourage auch den Kundendatenschutz in den deutschen Apple Stores. Hinweisschilder auf Kameraüberwachung seien lange Zeit falsch positioniert worden. „Erst nachdem Datenschutzbeauftragte einschritten, sind die Schilder inzwischen auf Hüfthöhe gewandert, handtellergroß und transparent auf riesigen Glastüren.“ Besser sichtbare Schilder allerdings seien mit den Designvorschriften von Apple nicht vereinbar.

Die komplette Laudatio und alle weiteren Preisträger findet ihr unter bigbrotherawards.de.

[DigitalCourage, Zeit-Online, SZ-Online]

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  1. Sie haben bei der Erstellung ihres Beitrages übersehen, dass nicht nur Apple, sondern auch Google, die Deutsche Post AG und auch die Bundespolizei zu den Preisträgern gehören. Bitte korrigieren Sie diese einseitige Darstellung.

      1. Übrigens, alle anderen Medien – inkl. der o. g. – berichten überraschend sachlich zu diesem Thema.
        Bis auf golem.de, aber “kooperieren” ja auch sonst des öfteren mit Gizmodo. ;)

      1. Darum gehts nicht. Es wird bewusst nur die Kathegorie rausgepickt, in der Apple “gewonnen” hat. (bei golem.de wird allein Apple, neben der Headline, mit vier Absätzen “beehrt”).
        Golem-Schreiberling Savall entblödet sich noch nicht einmal eigens für Google einen Entlastungsabsatz mit der Überschrift “Ist Google böse?” einzufügen.
        Hier wie dort geht es eben nicht um Information, sondern um möglichst hohe Klickzahlen.

      2. Sehe das ja auch so wie du, aber die anderen Kandidaten haben nun mal rein gar nichts mit dieser Seite zu tun. Es wäre natürlich das beste gewesen, man hätte es ganz gelassen. Was aber nicht bedeuten soll, dass ich das gut finde, ganz im Gegenteil.

    1. Arzt: “Tut mir leid, sie haben Krebs.”
      Patient: “Oh…”
      Arzt: “Nicht so schlimm, ihr Nachbar hat’s ja auch.”

      1. Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.
        Und nicht alles was mit A anfängt, ist eine Analogie.
        Solltest du dir für die Zukunft merken, Bub.

      2. @f nicht v
        Dann lies doch mal richtig. Genau das Gegenteil ist der Fall, siehe “Was aber nicht bedeuten soll, dass ich das gut finde”. Und damit ist natürlich die Überwachung gemeint.

  2. Die Kameras gehören in die Toiletten und nicht davor. Apple braucht dringend kompetente Überwachungs- und Datenmissbrauchsbeauftragte.

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