Macht bei Smartphone-Ladegeräten jeder Hersteller bald wieder sein eigenes Ding?

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Seit 2009 haben sich alle wichtigen Handy- und Smartphone-Hersteller freiwillig verpflichtet, einen einheitlichen Anschluss für das Laden der Geräte-Akkus zu verwenden, entweder direkt am Gerät oder zumindest per Adapter. Ende 2012 lief dieses Memorandum of Understanding aus – und wurde bisher trotz Drängens der EU-Kommission nicht verlängert. Warum, weiß eigentlich keiner so genau.

Laut der Kommission sagen die Hersteller, dass der Micro-USB-Standard für aktuelle Smartphone-Boliden einfach nicht ausreichend sei – was auch immer das genau heißen soll. Auf eine Anfrage von heise mobil hatten bislang nur Huawei und Sony Mobile geantwortet. Huawei habe der Verlängerung bereits zugestimmt, Sony hingegen meinte, dass „das momentane Papier nicht mehr die aktuellen technischen Standards berücksichtigt“ – was genau das bedeutet, darüber schweigt sich der Hersteller aus.

Die Frage bleibt also, was genau ist daran überholt? Denkbar wäre, dass der Ladestrom von normalerweise max. 1,5 Ampere nicht mehr ausreicht, um die heutigen Smartphones in angemessener Zeit aufzuladen. Das wäre ja kein Problem, denn mit Ladegeräten mit höherer Stromstärke ließen sich auch ältere Handys problemlos aufladen. Wir vermuten allerdings auch, dass die Hersteller auf ein neueres Format umsteigen wollen, etwa USB 3.0, um Datentransfers vom und zum PC zu beschleunigen. Das wäre allerdings auch recht begrüßenswert, wenn man bedenkt, wie lange es dauern kann, mehrere Gigabyte Musik, Videos oder auch Backups durch ein USB 2.0-Kabel zu drücken.

Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass sich die Hersteller bald einigen und die bestehende Selbstverpflichtung entweder verlängern oder eine neue erstellen. Nicht, dass wir am Ende wieder mit drölftausend verschiedenen proprietären Ladegeräten rumhantieren müssen. [heise mobil]

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  1. Das fast überall verwendete Universal Ding ist das seit Jahren verwendete USB Netzteil! Konnte 2005 schon Handys damit Laden!

    1. Für mich eine einheitliche Ladespannung (5 Volt), UND einheitliche Ladebuchse (USB 2.0 mini / micro) und Netzteil schon sein Jahren ein wichtiges Kriterium für Kauf !
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      Einheitliche Netzteile sind nicht nur aus Umweltschutzgründen wichtig.
      Wenn man mit vielen Netzteilen und Kabeln im Reisegepäck reist, wird man nach Röntgenkontrolle, fast immer zu lästigen Gepäckbeschau gebeten.
      Packe daher alle Kabel, Netzteile und Elektronik in ein bis zwei transparente Plastikbeutel, lege die in Trolley ganz oben drauf, und halte die dem Kontrolleur vor die Nase, damit es schneller geht !
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      Die meisten modernen mobilen Geräte arbeiten mit nur einen Lithium-Polymer Zelle = 3,7 Volt, die sich mit 5 VDC laden lässt, als so auch an USB-Buchse.
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      Es gibt also kaum einen kundenfreundlichen Grund, eigene inkompatible Stecker und Netzteile dem Kunden aufzuzwingen.
      Es gibt dafür fast nur kundenfeindliche Gründe = die Kunden mit eigenen überteuerten Netzteilen und Kabeln abzuzocken.
      Lasst euch nicht abzocken !
      Kauf bevorzugt an Norm kompatible Produkte !
      Erspart euch die beschriebene Nachteile.
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      Wegen dem steigenden Bedarf an schnelleren Datentransfer, wäre nur eine Erweiterung auf USB 3.0 mini oder mikro eine sinnvolle und kundenfreundliche Option.
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      Dann könnte man reisen mit nur einen 5 Volt Steckerdnetzteil (20 Watt) an dem 4 USB 2.0 Ladebuchsen sind, und mit 3 Kabeln (USB 2.0 mini + micro, UND USB 3.0. mini oder micro)
      Und nan kann so auch Smartphone am Laptop / Tablett nachladen.

  2. Genau, USB das Wunderheilmittel… USB zum laden und Daten übertragen und Klinke für Sound und Video. Oder einfach alles per Lightning… Ich bevorzuge definitiv 2teres.

    1. Naja, das du auf Apple Produkte stehst, sagt schon dein Name… Bisschen vom anderen Ufer bist du wohl auch.. Der schw**e Marc

  3. Schade das die EU die Idee nicht vernünftig umgesetzt hat. Besonders bei den neueren Handys hält ein Akku ja leider meist nur ein oder zwei Tage, da wäre es doch praktisch überall sein Handy laden zu können. Ein weiterer Vorteil wäre weniger Elektroschrott gewesen. Aber mal ehrlich was will man erwarten, wenn man Hersteller freiwillig verpflichtet ohne jegliche Strafen ?

  4. Muahh… Lightning-Kabel was fürn Witz, sowas kann ja wieder nur von einem Apfel-Fanboy kommen….
    Kleine Anmerkung ich verwende seit gut und gerne 10 Jahren kein Kabel mer für GUTEN Musikgenuss vom Handy (keine drecks App-Store komprimierten Dateiformate sondern unkomprimiert!) via Bluetooth (ich weiss Apple-phones etc. können das erst seit ein paar Jahren bzw. unterstützen ja immer nur Steinzeit-BT-Protokolle… Und was das Laden angeht benötige ich auch kein Kabel mehr. DANKE NOKIA! Denn das ist Zukunft, KEIN KABEL! Und wer Daten, etc. mittels Kabel synchronisiert ist auch irgendwo anno 1995 hängen geblieben. WLAN-N bringt hier die Duschsatzrate heutzutage.

    1. Wie ich es hasse wenn Apple Jünger “schwache Argumente” bringen und die hater einfach -ohne- Argumente dagegen dikutieren … o0

    2. Der war gut. Mein Gott bist du ahnungslos. Du schreibst von Komprimierung, und dann hörst du dir Musik über Bluetooth an? Du scheinst gar nicht zu wissen, dass es da ebenso einen Verlust gibt. Und auch das Laden per Induktion bringt einen Verlust. Alles was du hier in den Raum wirfst, ist absoluter Schwachsinn, und zeigt, dass du keine Ahnung hast, davon aber leider reichlich.

      1. So nochmals für die ganz besch…eidenen unter euch… wenn ein BT-Headset die 721kb/s verarbeitet, ists immer no besser wie jedes I-”gerümpel”-Dock oder analoges Klinkenkabel das ein 128kb/s aac file wiedergibt! Aber schon klar hab keine Ahnung! Zu dem geht es in dem Artikel nicht um PC vs. Mac. sondern um den Umstand, das es evtl. bald wieder für jedes Device ein eigenes Kabelformat gibt, was doch eher Schwachsinn ist, da es genügend Alternativen gibt (und da gehört Lightning nun mal nicht dazu, da ja Appel immer sein “eigenes” Ding macht, aber das war ja schon immer so und wird sich wohl nie ändern) sondern eben unverselle Schnittstellen, die gar kein Kabel mehr benötigen. Laden durch induktion, Datentransfer via WLAN, und Sound via BT. Es braucht also gar keine “Anschlüsse” mehr und Dinger könnte man sogar Wasserfest/Staubdicht herstellen…

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