OMG: Das OMX Mikroskop zeigt die Welt jenseits der Auflösungsgrenze

Optische Mikroskope sind in ihrer Leistung durch ein Abbe-Limit oder Auflösungsgrenze genanntes Phänomen eingeschränkt. Das Mikroskop kann zwei Objekte nicht getrennt abbilden, deren Abstand zueinander geringer als die halbe Wellenlänge des Lichts ist. Das Deltavision OMX Blaze durchbricht diese „Lichtmauer“ von etwa 200 nm und bringt die Welt darunter zum Vorschein.

Das Unternehmen General Electric stellte das fast eine Million Euro teure OMX im Jahr 2011 fertig. Um die Auflösungsgrenze zu umgehen, arbeitet OMX mit 3D-Sim (von Structured Illumination Microscopy). 3D-SIM projiziert ein Lichtmuster auf die Probe, wodurch in der Probe eingebettete, fluoreszente Stoffe erleuchtet werden und Interferenzmuster erzeugen. Diese Muster können dann mit Renderalgorithmen rekonstruiert und in hochauflösenden Bildern dargestellt werden.

Das OMX kann Proben von bis zu 100 nm untersuchen, was einem Zehntel der Größe einer Bakterie entspricht. Die Bilder können doppelt so hoch aufgelöst werden wie bei bisherigen optischen Mikroskopen. Das OMX wurde extra für die Laborarbeit entwickelt und wird momentan zum Beispiel bei der Untersuchung der Übertragung von Malaria und HIV zwischen Zellen verwendet.

Das Mikroskop ermöglicht sogar die Beobachtung des Mitose Prozesses (siehe Bild oben), bei dem sich Chromosomen in Zwillingspaare aufteilen. Seit wir gesehen haben, was für Bilder es liefern kann, nennen einige von uns das Mikroskop liebevoll “OMG”, so Stout, eine der Forscherinnen an der Indiana University. Dieses Instrument, eines von nur einer Handvoll auf der ganzen Welt, ermöglicht es uns, Zelldetails in einer bisher unerreichten Auflösung zu betrachten. Das Bild wurde bei der GE Healthcare Life Sciences 2012 Imaging Competition zum Sieger ernannt. Mehr Bilder vom Wettbewerb gibt es hier. [GE Reports - Government Executive - Indiana University]

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