Stern unter Strom: Mercedes-Benz B-Klasse mit Elektromotor

Mercedes Benz B-Klasse Electric Drive, (W 242), 2013

Mercedes-Benz hat in New York eine B-Klasse vorgestellt, die rein elektrisch fährt. Die Akkuladung soll bis zu 200 km reichen. Jedes Auto hat seine eigene Homepage, mit dem man es per Smartphone oder PC ansurfen und zum Beispiel schon mal die Klimaanlage anwerfen kann.

Die Mercedes B-Klasse fährt bald auch mit Akkus durch die Gegend – zumindest in den USA, wo die Modellvariante Electric Drive zunächst angeboten wird. Das neue Auto kann über die “Vehicle Homepage” aus der Ferne abgefragt und angesteuert werden. So lässt sich nicht nur der Ladezustand auf einem Smartphone anzeigen sondern auch die aktuelle Reichweite ausrechnen oder eine Routenplanung samt Ladestopps unterwegs vornehmen.

Nie mehr in zu kalte oder heiße Autos einsteigen

Das coolste Feature dürft aber die zeitgesteuerte Vorklimatisierung sein. Damit kann man festlegen, wann das Fahrzeug, dass zu dieser Zeit noch am Stromverteiler hängt, gekühlt oder gewärmt werden soll. Nie mehr als Frostbeule oder Hitzeopfer ins Auto steigen? Genial! Gibt es zwar auch bei höherwertigen Autos, aber für diese Klasse ist das ein Novum.

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Der 100 kW-Elektromotor soll laut NEFZ-Vergleichsverfahren mit einer Ladung des Lithium-Ionen-Akkus 200 Kilometer weit kommen. Der Drehmoment liegt bei satten 310 Nm.
Eine lahme Krücke ist das Auto nicht – auf 100 km/h soll es in unter 10 Sekunden sein. Damit der Akku aber nicht vorschnell zur Neige geht, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt. Der Akku sitzt im Zwischenboden des Autos – so ist der Kofferraum genau so groß wie bei der Benzinvariante. 5 Leute können in der B-Klasse rein elektrisch transportiert werden.

Mercedes Benz B-Klasse Electric Drive, (W 242), 2013

Lange Tankstopps sollte man bei Fernreisen einkalkulieren

Nach rund 2 Stunden Aufladen an einer Haushaltssteckdose soll das Auto 100 km weit kommen. Wenn es an einer 400V-Spezialsteckdose geladen wird, dauert das nur 1,5 Stunden. Wie lange es dauert, den Akku wieder komplett zu laden, verriet Mercedes nicht.

Der Elektroantrieb kann unterwegs durch Rekuperation im Schub-Betrieb und beim Bremsvorgang Bewegungsenergie in elektrischen Strom umwandelt und damit die Batterie speisen.

Die neue B-Klasse Electric Drive soll ab Anfang 2014 zunächst in den USA sowie im nächsten Schritt in Europa auf den Markt kommen. Beim Preis hielt sich Mercedes noch bedeckt.

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Mercedes Benz B-Klasse Electric Drive
Mercedes Benz B-Klasse Electric Drive, (W 242), 2013

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    1. Ja Getriebe,

      wenn man ein vorhandenes Fahrzeug auf Elektro umbaut ist es einfacher nur den Verbrennungsmotor auszutauschen. Bei einer Neuentwicklung macht es natürlich Sinn das Getriebe weg zu lassen.

  1. Klimaanlage fernsteuern? In einem Elektroauto? Praktisch, man steigt ein, ins bereits klimatisierte Auto, fährt 10 Meter, und lädt wieder die Akkus- Zukunft, wir kommen! :D

    1. Das Elektroauto sollte man natürlich nur vorklimatisieren wenn dieses “noch am Stromverteiler hängt”… dann kann man vom Bett aus per Handy schonmal die Temperatur einstellen, das hat doch was.

      1. Hat sogar den immensen Vorteil, dass das Auto dann beim Losfahren bereits klimatisiert ist (noch mit Strom aus der Steckdose) und dazu eben gerade nicht den Akku leer saugt. Das Feature hat schon seinen Sinn.

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