9 unglaubliche Anwendungen für Graphen

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Graphen ist ein Wundermaterial - es ist nur eine Atomlage dickes Kohlenstoffmaterial , das stärkste Material der Welt, unglaublich flexibel und leitfähiger als Kupfer. Es wurde vor erst 10 Jahren in seiner Bedeutung entdeckt und bietet eine Reihe von geradezu unglaublichen Anwendungen.


Wir haben 9 Anwendungen für Graphen herausgesucht, die teilweise noch hypothetisch sind, aber durchaus realisiert werden könnten. Graphen (auf englisch Graphene) sind einfach gesagt einfach Kohlenstoffatome. Das gleiche Material, was auch in eurem Bleistift steckt. Diese Atome sind in einem Hexagon (Sechseck) angeordnet. Hört sich eigentlich unspektakulär an. Die Struktur ist allerdings nicht dreidimensional, weil sie nur eine Atomlage dick sind. Ihr fehlt förmlich eine ganze Dimension.

Mega-schnelle Uploads. Wir sprechen von einer Transfergeschwindigkeit von einem Terabit pro Sekunde

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Bild: Shutterstock/Nonnakrit

Smartphone fünf Sekunden lang ans Netzteil hängen und schon ist der Akku wieder voll – das könnten Graphen-Akkus möglich machen.

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Was wäre, wenn wir eine Lösung hätten, das radioaktive Wasser in Fukushima zu reinigen? Wissenschaftler der Uni Rice sagen, das Graphen die Möglichkeit bieten, radioaktiven Müll im Wasser zu binden.

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Bild: wellphoto/Shutterstock

Graphen könnten euer Tennisspiel verbessern – dank spezieller Schläger von HEAD, die das Gewicht in den Griff und den oberen Teil des Schlägers Verlagen sollen.

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Bild: Shutterstock/Robyn Wilson

Wasserreinigung mit Graphen – so lautet der Plan des MIT. Winzige Löcher, die gerade einmal so groß sind, dass Wasser durchpasst und das Salz zurück gehalten wird, wäre zumindest schon einmal ein genialer Ansatz zur Meerwasserentsalzung.

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Bild: Twentieth Century Fox

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Touchscreens, die Graphen als Leitmaterial verwenden, könnten auf Plastik anstelle von Glas aufgetragen werden. Sie ließen sich nicht nur erheblich flacher sondern auch deutlich bruchempfindlicher als bislang bauen.

Eine einzelne Lage Graphen könnten Kopfhörer hervorbringen, die eine Frequenzresonanz erreichen, die der teurer Kopfhörer entspricht, zeigten uns Wissenschaftler der UC Berkeley.

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Bild: UC Berkeley

Superkondensatoren könnten herkömmliche Akkus überflüssig machen.

Bild: UCLA

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Graphene könnten den Weg für bionische Implantate frei machen, die direkt mit unseren Neuronen verbunden sind. Mensche mit Rückenmarksverletzungen könnten so wieder lernen, ihre Gliedmaßen zu benutzen.

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Bild: Shutterstock/Lightspring

[Via gizmodo.com]

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  1. Vor 10 Jahren entdeckt?

    Wikipedia beschreibt das ein wenig anders:

    Im Jahr 1859 beschrieb Benjamin Collins Brodie jr. die lamellare Struktur von thermisch reduziertem Graphitoxid. Dieses wurde 1918 von Volkmar Kohlschütter und P. Haenni intensiv untersucht. Sie berichteten daneben auch über die Herstellung von Graphitoxidpapier. Die ersten Transmissionselektronenmikroskop-Aufnahmen (TEM-Aufnahmen) von Graphen mit geringer Lagenzahl wurden 1948 von G. Ruess und F. Vogt veröffentlicht. Zu den Pionieren der Graphenforschung gehört Hanns-Peter Boehm. Er berichtete bereits 1962 über einlagige Kohlenstofffolien und prägte zudem den Begriff Graphen.

    Im Jahr 2010 erhielten Andre Geim und Konstantin Novoselov für ihre Arbeiten zu Graphen den Nobelpreis für Physik.
    […]

    Man konnte auch vor 10 Jahren schon wunderbar AMD-CPUs mit Graphen übertackten!

    1. “Lange galt eine derartige Modifikation in der Praxis als nicht darstellbar. Konstantin Novoselov und Andre Geim stellten 2004 jedoch freie einschichtige Graphenkristalle dar.”

      in der theorie mag graphen vielleicht länger bekannt sein, jedoch kann erst seit 9 Jahren die praktische bedeutung erforscht werden, demnach stimmt die aussage.

    2. Zitat von Klug… “Man konnte auch vor 10 Jahren schon wunderbar AMD-CPUs mit Graphen übertackten!”

      Da vertauscht wohl jemand Graphit und Graphen. Ja, es gibt da Zusammenhänge und nein, ich kann auch nicht behaupten im Bleistift (der zum Übertakten verwendet wurde) ist Graphen wenn es nur Graphit ist.
      Ansonsten freue ich mich gerne über eine Quelle und erkenne ihren Nickname nicht blos als laienhaften Scherz an.

      1. Der Unterschied zwischen Graphen und Graphit liegt in der Dimension. Graphit besteht aus übereinanderliegenden Graphen. Das wird unter anderem gut in der unten verlinkten PDF erklärt. Allerdings schafft man es erst seit kurzem mit Graphen zu arbeiten und erkennt so langsam deren Vorteile. Von daher ist der Artikel nicht falsch, mich hatte nur die Aussage mit den 10 Jahren gestört.

        http://www.pro-physik.de/details/articlePdf/1104875/issue.html

  2. > Touchscreens, die Graphen als Leitmaterial verwenden, könnten auf Plastik anstelle von Glas aufgetragen >werden. Sie ließen sich nicht nur erheblich flacher sondern auch deutlich bruchempfindlicher als bislang bauen.

    Warum sollen die Displays DEUTLICH BRUCHEMPFINDLICHER gebaut werden ? Da fehlt wohl ein ” UN- ” vor dem Wort…

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