Zellforschung: Dankt die HeLa-Zelle nach mehr als 60 Jahren Forschung ab?

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Seit 1951 arbeitet die internationale Zellforschung mit den menschlichen HeLa-Zellen, benannt nach der US-Amerikanerin, der sie entnommen wurden: Henrietta Lacks. Es handelt sich dabei um Zellen eines Gebärmutterhalskrebses, aus deren Erforschung auch ein Impfstoff gegen Polio entstand. Neue Erkenntnisse deutscher Wissenschaftler werfen nun allerdings die Frage auf, ob die Zellen weiterhin in der Forschung benutzt werden sollten.

Demnach habe die Dekodierung des Erbguts unerwartete Mutationen zum Vorschein gebracht. Davon seien unter anderem 2.000 Gene betroffen, die in den HeLa-Zellen deutlich präsenter seien als es in menschlichem Gewebe üblich ist. Außerdem seien einige Chromosom-Abschnitte durcheinander geraten. Andere Zellen, beispielsweise aus der menschlichen Haut, könnten laut den Wissenschaftlern präzisere Ergebnisse in der Humanbiologie liefern.

[Nature via Gizmodo.com, Foto: Shutterstock]

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