Romane: So änderte die Textverarbeitung die Schriftstellerei

In den 60er Jahren engagierten erfolgreiche Schriftsteller persönliche Assistenten, die Kapitel und Entwürfe für ihre Bücher viele Male umschrieben. Ein IBM-Techniker fragte sich 1968, ob er mit der Textverarbeitung helfen könnte, an dessen Entwicklung er mitarbeitete. Das veränderte alles.

Das US-Webmagazin Slate hat beschrieben, wie Schriftsteller Len Deighton erstmalig einen Textverarbeitungsrechner verwendete und damit die Welt der Literatur für immer veränderte.

“Ein paar Wochen später stand Deighton auf seiner Terrasse und sah, wie Arbeiter ein Fenster ausbauten, um den 100 kg schweren Rechner per Kran ins Hausinnere zu hieven. . Die Maschine war ein IBM MTST (Magnetic Tape Selectric Typewriter), auf dem europäischen Markt wurde er als MT72 verkauft. “Ich beobachtete diese Arbeiten und hatte einen Moment lang Zweifels,” sagte der Autor, der jetzt 84 Jahre alt ist. “Mir war klar, dass ich einen eher ungewöhnlichen Weg gewählt hatte, um Bücher zu schreiben.”

Deighton war ursprünglich Illustrator und hatte nach eigenen Angaben seine Bücher schon immer konstruiert und mit Schere und Kleber gearbeitet, um Absätze auszuschneiden und umzustellen.

Heutzutage ist der Rechner eine noch viel größere Hilfe für Schriftsteller geworden, mit der Figuren verwaltet und Handlungsfäden visualisiert werden können.

[Via Slate, gizmodo.com]

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Eine Antwort auf Romane: So änderte die Textverarbeitung die Schriftstellerei

  1. Geraldine 07 Mrz 2013, 9:28

    Ich stelle mir gerade vor, wie ein Kran vor meinem Haus parkt um meinen neuen Rechner in’s innere zu befördern. Teurer Spass.