Filabot: Material für 3D-Drucker aus Haushaltsabfällen

Mit 3D-Druckern kann man beeindruckende Sachen herstellen, leider ist das Ganze aber nicht besonders günstig. Statt den teuren Kunsstoff zu kaufen könnte man aber Haushaltsabfälle wie leere Shampooflaschen im Drucker verarbeiten.

Forscher der Michigan Technological University haben einen Plastik-Extruder namens Filabot entwickelt, der Recyclingabfälle in von 3D-Druckern nutzbares Material verwandelt. Die Maschine wird dafür mit etwa 10 Zentimeter großen, gesäuberten Plastikstücken gefüttert, die anschließend geschreddert, geschmolzen und in die gewünschte Form gebracht.

Filabot kann Thermoplasten wie HDPE, LDPE, ABS, und Nylon verarbeiten, PVC aufgrund der toxischen Risiken allerdings nicht. Die erste Version, der Filabot Reclaimer, wird gerade produziert. Ein Preis ist noch nicht bekannt. [Filabot via PhysOrg]

Foto: Whitney Trudo

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4 Antworten auf Filabot: Material für 3D-Drucker aus Haushaltsabfällen

  1. cocker 04 Mrz 2013, 15:52

    Das sind doch mal interessante Ansätze. Wenn man Jogurt-Becher und Margarinendosen als 3D-Druck-Material umfunktionieren kann, dann ist das doch eine sehr interessante Sache. Filabot kombiniert Nachhaltigkeit, Umweltschutz und die Vorteile des 3D Drucks. Interessant.

    • Yuzolain 11 Mrz 2013, 14:13

      Naja, wenn man Warhammer oder andere tabletop spielt und sich dann seine Armee aus einem haufen müll raubkopiert, hat man schnell mal ein paar hundert euro gespart.

      Gruß
      Yuzolain

  2. tmo 04 Mrz 2013, 18:46

    …und heraus kommt ein Material mit vollkommen undefinierten Eigenschaften.
    Für anspruchslose Hobby-Drucker die nur was für die Vitrine ausdrucken wollen sicher kein Problem.
    Aber ein Bauteil das gewissen Anforderungen hinsichtlich Festigkeit im Allgemeinen und Thermostabilität im Speziellen erfüllen soll, würde ich lieber mit einem wohldefinierten, nicht selbst recycleten Werkstoff drucken wollen.
    Zudem wird das Teil grob geschätzt nen Tausender (oder mehr) kosten. Das Geld muß man erstmal wieder reinholen…

    • H4ck()R 05 Mrz 2013, 1:22

      Für ein paar erste Designkonzepte und Kunstentwürfe sollten die Materialeigenschaften allemal ausreichen. Abgesehen davon, dass sich das bei einem Vielnutzer ganz schnell bezahlt machen kann, ist es ja auch Praktisch um die Umweltbelastung zu verringern. (Weniger Müll, höhere Recyclingquote, weniger Abgase für den Transport des Mülls, …)