Urbee 2: Das Auto aus dem 3D-Drucker

Wenn es nach Jim Kor geht, dann besteht ein Automobilwerk in Zukunft nicht mehr aus Fließbändern und Roboterarmen, sondern aus 3D-Druckern. Der Geschäftsführer des Technologiekonzerns Kor Ecologic sieht im 3D-Drucken eine Möglichkeit, günstige, sichere und vor allem sparsame Autos zu produzieren. Sein aktueller Prototyp: der Urbee 2.

Bereits vor zwei Jahren experimentierte Kor mit einem in Teilen gedruckten Auto, das sowohl mit Gas und Benzin, als auch mit Sonnenlicht betrieben werden konnte. Jetzt will er Investoren überzeugen und seine Idee zur Marktreife führen. Im Zuge dessen druckte er seinen zweiten Prototypen, den Urbee 2. Das Gefährt hat drei Räder und wiegt weniger als 550 Kilogramm. „Wir versuchen, mehrere kleine Autoteile zu einem großen Teil zusammenzufügen”, so Kor. „Dadurch reduzieren wir das Gewicht und den Rollwiderstand und erhalten gleichzeitig eine bessere Aerodynamik.“

Trotz der Tatsache, dass der Urbee 2 weitestgehend aus Plastik besteht, soll er sehr sicher sein. Ziel sei, die Sicherheitsstandards von Le Mans einzuhalten. Um das zu bewerkstelligen, bedarf es einer Metallstangen-Konstruktion, die den Fahrer umgibt. Für den Bau des Urbee 2 kommt also mehr als nur gedrucktes Plastik zum Einsatz. Ein Vorgang, der im Übrigen sehr lange dauert und deshalb auch als „Licht aus“-Prozess bekannt ist. Der Druck einer Stoßstange nimmt rund 100 Stunden in Anspruch, sämtliche Autoteile des Urbee 2 schlagen mit 2.500 Stunden zu Buche. Also Licht aus, Fabrik zu und den Drucker drucken lassen.

Dass sich dieser Aufwand lohnt, will Kor alsbald mit einer Fahrt von San Francisco nach New York beweisen – binnen der von Google Maps für diese Strecke veranschlagten Zeit.

[urbee.com via wired.com]

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6 Antworten auf Urbee 2: Das Auto aus dem 3D-Drucker

  1. Ingenör 03 Mrz 2013, 16:06

    wird sich niemals durchsetzen.
    moderne autos haben hochleistungsbleche, diese sind nicht nur leicht und fest, sondern müssen auch speziell behandelt/geformt werden. solche behandlungen lassen sich nicht durch das aufeinanderschichten von kunststoffen erzeugen. für optische bauteile/designteile mag das genügen (hierfür in serie aber zu teuer). tragende bauteile hingegen werden niemals auf einem 3d-drucker gefertigt werden können und diese sind maßgeblich.

  2. cocker 03 Mrz 2013, 19:04

    Naja, selbst die NASA und Daimler lassen teilweise schon Bauteile drucken. Daher würde ich das nicht so skeptisch sehen wie Ingenör. Tragende Bauteile könnten bald Realität werden, wenn das Material sich weiterentwickelt. Es gibt inzwischen Metalle, die gedruckt werden können. Ich denke, da steckt noch eine Menge Potential.

    __________________________
    http://3ddruckerkaufen.net

  3. Wiggi 03 Mrz 2013, 21:22

    Sag niemals nie!
    Vor 20 Jahren hielt man 3D druck auch für unmöglich!

  4. vrcat 04 Mrz 2013, 9:38

    So sieht es aus …

  5. Darkling71 04 Mrz 2013, 11:19

    Wäre auch reizvoll, das sich dieses Prinzip teilweise auch auf andere kleinere Fahrzeuge zu übertragen, wie z.B. Velomobile, kleine Boote, Ultraleichtflieger

  6. Mike 16 Apr 2013, 23:25

    Einen Designpreis gewinnt das Teil bestimmt nicht ;) Aber schon spannend, wo die Reise hingeht…