MWC – Asus bringt neues PadFone mit dem Codenamen Infinity

Asus hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine neue Version des PadFone vorgestellt – das PadFone Infinity. Es lässt sich wieder in ein Dock stecken, um aus dem Smartphone ein 10-Zoll-Tablet zu machen.

Im Vergleich zum Vorgänger hat Asus kräftig an der Hardware gefeilt. Das PadFone Infinity ist mit einem 5-Zoll-Super-IPS+-LC-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten, einem 1,7-GHz- Quad-Core-Snapdragon-600 von Qualcomm mit einer Andreno 320 Grafikeinheit, 2 GByte RAM und wahlweise 16, 32 oder 64 GByte internem Speicher ausgestattet. Ein microSD-Kartenslot ist nicht vorhanden. Dafür gibt es 50 GByte Asus-Webstorage für zwei Jahre kostenlos dazu.

Beim PadFone Infinity hat Asus zudem einen stärkeren Akku mit einer Kapazität von 2400 mAh verbaut. Dieser soll eine Gesprächszeit von rund 19 Stunden ermöglichen und das PadFone für 410 Stunden im Standby-Modus mit Strom versorgen.

Auf der Rückseite des PadFone Infinity befindet seine eine 13-Megapixel-Kamera mit einer f/2.0-Blende, der bei schlechten Lichtverhältnissen ein spezieller Bildsensor aushelfen soll. Asus behauptet, die Kamera kann bis zu 100 Fotos in Folge bei 8 Bildern pro Sekunde schießen und gleichzeitig 1080p-Full-HD-Videos aufzeichnen. Für Videochats bringt das PadFone Infinity noch eine 2-Megapixel-Front-Kamera mit.

An Kommunikations-Technologien hat Asus wieder WLAN nach den Standards 802.11a/b/g/n integriert, das PadFone Infinity nun aber auch für den neuesten Standard 802.11ac gerüstet. Mit einem entsprechenden Router sollen so Übertragungsraten von bis zu 1300 MBit/s möglich sein. Dazu gesellt sich im Mobilfunkbereich wieder HSPA+ mit Downloadraten von bis zu 21 MBit/s (Upload: 5.76 MBit/s) sowie LTE (800/1800/2100/2600 MHz). Damit deckt Asus alle von deutschen Netzbetreibern genutzten LTE-Frequenzen ab. Daneben bringt das PadFone auch wieder USB 2.0, Bluetooth 4.0, NFC, GPS und auch Glonass mit. Statt einem MHL-Ausgang verfügt das PadFone Infinity jetzt über einen MyDP-Anschluss zur Übertragung von Inhalten in 1080p-Full-HD-Auflösung auf den Fernseher.

Wie Apple beim iPhone 5 setzt auch Asus anstelle von Micro-Sim auf das Nano-Sim-Karten-Format. Mittlerweile haben die meisten Mobilfunkanbieter die Nano-Sim-Karten auch im Programm. Ein Wechsel auf das kleinere Format ist aber häufig mit Kosten verbunden.

Als Betriebssystem kommt ab Werk Android Jelly Bean in der Version 4.2 zum Einsatz.

Die Hardware ist in einem Unibody-Gehäuse aus gebürstetem Aluminium untergebracht, das einen hochwertigen und soliden Eindruck macht. Beim Vorgänger hat Asus noch auf Polycarbonat gesetzt. Mit 143.5 mal 72.8 mal 8.9 Millimeter ist es etwas länger, breiter und dünner geworden. Trotzdem ist das PadFone Infinity nicht viel schwerer als das PadFone 2. Mit rund 141 Gramm wiegt es nur 6 Gramm mehr.

Die Tablet-Station verfügt ebenfalls über ein Super-IPS+-LC-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten. Sie misst 264.6 mal 181.6 mal 10.6 mm Millimeter und wiegt 530 Gramm und sieht dem Vorgänger sehr ähnlich. Die Tablet-Station bringt selbst nochmals einen mirco-USB-Anschluss, eine 1-Megapixel-Front-Kamera und einen 5000-mAh-Akku mit.

Insgesamt hat Asus das PadFone Infinity also rundum mit High-End-Hardware ausgestattet. Das schlägt sich aber auch im Preis nieder. Das PadFone Infinity ist nochmals ein Stück teurer als das PadFone 2 und kostet stolze 999 Euro. Wir nehmen mal an, das ist der Preis für die 64-GByte-Variante. Für das Geld könnte man sich auch schon fast ein aktuelles High-End-Smartphone und ein 10-Zoll-Tablet einzeln kaufen. Wer sich allerdings eine bessere Synergie zwischen Tablet und Smartphone wünscht, für den könnte das PadFone Infinity recht interessant sein. Als Marktstart gibt Asus den Monat April an.

[Bilder: gizmodo.co.uk]

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