Ubuntu-Smartphone ab Oktober

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Apple, Google und Microsoft bekommen Konkurrenz am heiß umkämpften Smartphone-Markt. Denn bereits in etwa acht Monaten soll es Smartphones geben, die auf den Linux-Ableger Ubuntu als Betriebssystem setzen werden.

Wie vor kurzem im Wall Street Journal zu lesen war, soll laut Aussage von Mark Shuttleworth, dem Gründer von Canonical Ltd (dem Sponsor des kostenlosen und quelloffenen Ubuntu), bereits ab Ende Februar der weltweiten Entwickler-Gemeinde ein Zugang zum neuen Betriebssystem gegeben werden, damit im Herbst dann Ubuntu-Handys in „zwei geographisch großen Märkten“ herauskommen können.

Leider wurde nicht gesagt, welche konkreten Märkte damit gemeint sind. Natürlich wird über Nordamerika als wichtigster Markt für Ubuntu spekuliert, aber da Ubuntu aus Südafrika kommt, und Canonical sich gerade in Afrika sehr darum bemüht, mit Hilfe von Billig-Hardware und Gratis-Software Afrika den Anschluss ans Internet-Zeitalter zu ermöglichen, würde es mich nicht wundern, wenn Mark Shuttleworth mit einem der beiden „geographisch großen Märkten“ Afrika meinen würde.

Der Meldung war auch nicht zu entnehmen, wer die notwendige Hardware liefern soll, denn Ubuntu ist ein reines Software-Produkt, aber Canonical hat berichtet, dass es einfach sein würde, Ubuntu auf jedem Handy zum Laufen zu bringen, auf dem Android läuft, und auf der CES wurde Ubuntu auch auf einem Android-Handy, nämlich einem Galaxy Nexus, vorgestellt.

Ubuntu-Handys wird man problemlos an große Bildschirme anschließen können und man wird auch kabellose Tastaturen und andere Geräte damit verbinden können. Ein Ubuntu-Handy wird also einen Computer ersetzen können, und es ist auch vorgesehen, dass Apps, die für „normale“ Ubuntu-Rechner geschrieben sind, so wie sie sind auch auf den Handys laufen werden.

Das Ubuntu-Handy wird ausschließlich über Gesten gesteuert werden. Ein Home-Button ist nicht vorgesehen, den wird es nicht mal als Touch-Button geben. Denn Ubuntu will das Konzept des Home-Screens, wie man ihn von allen bisherigen Handy-Betriebssystemen kennt, zugunsten einer komplett neu entwickelten Benutzerführung fallen lassen. Man will mit Ubuntu also in der Entwicklung von mobilen Schnittstellen einen Schritt weiter gehen. Mal sehen, wo uns das hinführt.

[WSJ via Gizmodo.com]

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