Es ist Winter und euer Garten- oder Balkonkräutergarten ist unter Schnee und Eis verschwunden. Mit einem computergesteuerten Blumentopf sollen auch Gärtner mit Todes-Daumen frische Kräuter züchten können. Im besten Fall benötigt man nur Batterien, Wasser und viel Geduld.
Das System ist vollkommen in sich geschlossen und soll vollkommen ohne eure Hilfe die Pflanzen groß ziehen. Es zieht Pflanze und Kräuter heran, wobei es sogenannte Samenmagazine gibt, die auch gleich die entsprechende Programmierung mitbringen, damit die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflanzen befriedigt werden.
Für wen ist es geeignet?
Wer frische Kräuter (und Blumen) mag aber keine Lust darauf hat, sie ständig zu kontrollieren und zu gießen.
Design
Die Pflanzkübelchen sehen aus, als hätte sie Apple entwickelt. Die Samen sind in einem separaten Gehäuse untergebracht, das oberhalb des Pumpmechanismus untergebracht ist und von einem Wasser-Reservoir umgeben ist. Eine LED-Statuslampe zeigt alle fünf Minuten an, ob alles ok ist (grün) oder das Wasser nachgefüllt werden muss (Blau). Die Stromversorgung übernehmen vier AA-Akkus. Wenn die zur Neige gehen, leuchtet die LED in Rot auf.
Im Betrieb
Die vier Akkus kommen in ihr wasserdichtes Gehäuse. Danach wird der Wassertank aufgefüllt und die Samenpackung eingesetzt. Das Ganze kommt nun an einen sonnigen Platz. Wartet vier Monate. Erntet Basilikum, Chilis, Minitomaten oder erfreut euch an Tagetes oder fleißigen Lieschen. Oder stellt fest, dass alles verdorben ist.
Positiv
So einfach kann Gärtnern sein: Einfach Einschalten, warten und gegebenenfalls Wasser nachfüllen. Das ist aber wirklich nicht mit ständigem Gießen vergleichbar.
Negativ
Die LED. Diese irre LED. Es nervt. Sie ist zu hell. Sie könnte vermutlich Flugzeuge vom Himmel holen. Und was schlimmer als ihr 5 5-minütiges Blinken ist: Der Status lässt sich nicht auf Knopfdruck abrufen. Das heißt im Zweifelsfall, dass man allen ernstes 5 Minuten vor dem Gerät verbringen muss, um zu wissen, das alles ok ist oder auch nicht.
Das ist seltsam
Alles funktionierte wunderbar. Zwei Dutzend Samen keimten und ungefähr ein Dutzend entwickelte sich prächtig. Dann – ungefähr nach dreieinhalb Monaten kam es zu einem Massensterben mit nur noch drei Überlebenden.
Testnotizen
Mit einem Zahnstocher kann man die Reste des Wachstumsmediums entfernen, wenn die Sprossen durch die Löcher stoßen.
Die Akkus (Duracell) liefen die ganze Zeit über und verlangten nie nach einem Austausch. Das Wasser musste nur ein einziges Mal neu aufgefüllt werden.
Fazit
60 Euro für das Startetest und 10,90 Euro für jedes zusätzliche Samenmagazin sind recht viel Geld, vor allem wenn man diese Preise mit normalen Pflanzen aus dem Baumarkt vergleicht. Die automatische Bewässerung hat natürlich den Vorteil, dass man die Pflanzen alleine lassen kann und sich praktisch nicht um sie kümmern muss. Vor langen Urlauben kann man ja etwas Wasser nachfüllen. Erfahrene Gärtner sollten aber bei traditionellen Methoden der Pflanzenaufzucht bleiben.
Das Click & Grow Set ist aber ein geniales Geschenk für Kinder und Leute, die eigentlich mehr etwas mit Computern als mit Pflanzen am Hut haben
Click & Grow
• Größe: 20cm x 7cm x 20cm
• Gewicht: 500 Gramm
• Stromversorgung: Vier AA Akkus
• Preis: 60 Euro für das Startetest, 10,90 für die Samenmagazine
• Gizrank: 2,5 Sterne
[Via gizmodo.com]
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where do i order it? wo kann man sowas bestellen?
zB: http://www.coolstuff.de/Click-and-Grow
Also TaPetes kenne ich nicht , aber TaGetes :)
Zum Massensterben…. entweder zu viel oder so sieht es aus , zu wenig Wasser bei der Aufzucht.
Sollte es auch mit Cannabis geben ;-)