Test: LifeProof iPhone 4 Case – Wasserdichte und stoßfeste iPhone-Schutzhülle

Wasser- und schmutzresistente High-End-Smartphones waren auf der diesjährigen CES ins Las Vegas ein kleiner Trend. Sony und Huawei stellten mit dem Xperia Z und dem Ascend D2 5-Zoll-Smartphones vor, die auch gerne Mal ins Wasser plumpsen können. Mit der Schutzhülle LifeProof soll auch dem iPhone 4 oder 4S Wasser, Schnee, Dreck, Staub und sogar Stürze aus zwei Meter Höhe nichts mehr anhaben können. Dank CoolStuff, die uns die LifeProof-Hülle zur Verfügung gestellt haben, konnten wir das iPhone-Case, das einen Schutz nach der Norm IP-68 verspricht, für euch testen.

Die LifeProof-Hülle misst 129 mal 66 mal 13 Millimeter und wiegt rund 30 Gramm. Das Case hat einen Rahmen aus Polycarbonat und eine dämpfende Innenschicht, die Stöße und Stürze aus bis zu zwei Meter Höhe absorbieren soll. Dank wasserdichten Aussparungen für die Tasten und Anschlüsse des iPhones und einer touchsensitiven Displayschutzfolie verspricht der Hersteller, dass keinerlei Funktionen durch die Hülle beeinträchtigt werden. Auch für die Kameralinse gibt es eine Aussparung. Dank einer besonderen Beschichtung soll sich die Foto-Qualität nicht verschlechtern. Im Lieferumfang enthalten ist zudem ein wasserdichter Kopfhörer-Adapter, der das Case auch für das Hören von Musik rüsten soll. Mitgeliefert wird außerdem noch ein Mikrofasertuch, mit dem das iPhone vor dem Einsetzen von Staub und Schmutz befreit werden kann.

Auf den ersten Blick wirkt die LifeProof-Hülle auch gut verarbeitet. Schaut man genauer hin, erkennt man an der unteren Seite der Hülle einen deutlichen Spalt. Das macht nicht gerade einen vertrauenerweckenden Eindruck. Eine kleine Schraube an der Oberseite des Gehäuses verschließt den Kopfhörer-Eingang. Dreht man die Schraube auf und öffnet das Gehäuse, kommt ein Dichtungsring zum Vorschein, der im inneren Rahmen der Hülle sitzt. Auch die Verschlussschraube ist abgedichtet.

Wir wischen also das iPhone mit dem Mikrofasertuch ab und packen es in die Hülle. Das Verschließen geht streng – ein gutes Zeichen. An der Unterseite muss die Abdeckung für den 30-poligen-Anschluss eingehackt werden, bis sie richtig einrastet. Nach dem wir alles fein säuberlich zugedrückt haben, die Schraube wieder eingesetzt und festgedreht (soweit es mit dem Finger geht), wollen wir als erstes überprüfen, ob der Touchscreen, die Tasten und die Kamera auch mit Hülle wie gewohnt reagieren.

Wir schalten das iPhone ein, starten Apps, versuchen eine SMS zuschreiben, die Lautstärke zu verändern und schießen ein paar Fotos mit der Kamera. Und in der Tat: Der Touchscreen reagiert genauso sensibel wie ohne Schutzhülle und auch bei der Foto-Qualität lassen sich keine großen Einbußen feststellen. Die physischen Tasten (Lautstärkeregelung, Ein-/Ausschalter & Co.) drücken sich nun zwar etwas schwerer, lassen sich aber wie gewohnt bedienen. Das Einzige, was uns auffällt, sind die Fingerabdrücke auf der Display-Folie. Diese sind nämlich deutlich zu sehen. Fettabweisend scheint die Schicht also nicht zu sein.

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Nun kann der eigentliche Härtetest losgehen. Leider setzte keiner unserer Kollegen genug Vertrauen in die Schutzhülle und hat uns sein iPhone zur Verfügung gestellt. Also haben wir erst einmal einen Probelauf durchführt und die LifeProof-Hülle ohne Inhalt für fünf Minuten in ein Gefäß mit Wasser getaucht. Das Ergebnis: Kein Tropfen ist ins Innere der Hülle vorgedrungen. Das hat ausgereicht, um einen Kollegen aus dem Sales-Team zu überzeugen. Er hat uns sein iPhone für einen Test am “lebenden Objekt” überlassen.

Und wie ihr im Video seht: Auch mit iPhone hält die Hülle, was sie verspricht – auch wenn uns die aufsteigenden Luftblässchen im ersten Moment etwas Sorgen gemacht haben. Im Endeffekt ist das iPhone jedoch trocken geblieben. Ob das Case auch bei zwei Meter Tiefe noch wasserdicht ist, konnten wir leider nicht testen. Aber schmutz- und staubresistent sollte es damit auf jeden Fall auch sein. Einen Sturz vom Schreibtisch hat das iPhone in der LifeProof-Hülle ebenfalls ohne Beschädigung überlebt.

Fazit:

In unserem Test hat das LifeProof-iPhone-Case eine gute Figur gemacht und das Handy wie beworben geschützt. Außer der nicht ganz perfekten Verarbeitung hat uns das Produkt überzeugt. Wer eine Outdoor-Hülle sucht, um sein iPhone bei sportlichen Aktivitäten zu schützen oder wer einfach nur tollpatschig ist, und sein Apple-Gerät gerne mal auf den Boden wirft, der ist mit dem LifeProof-Case bestens gewappnet. Im CoolStuff-Shop ist es für 74,90 Euro zu haben. Das ist gut investiertes Geld wie wir finden, denn dann ist das iPhone auch bestens geschützt. Das LifeProof-Case gibt es dort auch noch in Weiß. Die Schutzhüllen sind zudem für das iPhone 5, das iPad oder den iPod Touch erhältlich.

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4 Antworten auf Test: LifeProof iPhone 4 Case – Wasserdichte und stoßfeste iPhone-Schutzhülle

  1. Tom 04 Feb 2013, 21:07

    Wie wärs, wenn ihr die Hülle mal einemem extremen Test unterziehen würdet? Ich mein 75 für ne hülle is schon viel, da würd ich dann auch gerne wissen, ob die auch wirklich noch in 2 metern tiefe dicht ist bzw. wie gut die hülle das iphone schützt. Dass das iphone nen sturz von nem schreibtisch aushält, hab ich auch schon bei ner 1 euro hülle.

  2. RRR 04 Feb 2013, 23:37

    Also für das Geld bekommt man auch eine Versicherung, die Sämtliche Schäden und Diebstal abdeckt – allerdings nur einmal ;)

    • Micha 04 Feb 2013, 23:49

      du sagst es ^^, genau mein Gedanke

  3. Marc 05 Feb 2013, 10:40

    Kein Wunder, dass ein iPhone einen Sturtz aus einem meter mit günstig hülle übersteht, denn das tut es auch ohne Hülle.