Falsche Adresse: Mann nach angeblichem Navigationssystem-Fehler erschossen

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Als Rodrigo Diaz sich mit seinen Freunden zum Schlittschuhfahren treffen wollte, war er voller Vorfreude. Aber sein Navigationssystem hat ihn und einige seiner Begleiter zum falschen Haus geführt, dessen Bewohner ihn für einen Eindringling hielt und erschoss. Ob das Navi Schuld hat, wird sich noch zeigen.

Freunde von Diaz behaupte, dass der 69jährige Phillip Sailors das Auto des Opfers vor seinem Haus in Lilburn im US-Bundesstaat Georgia durchs Fenster halten sah. Als Diaz versuchte in die Auffahrt zu fahren, schoss Sailors auf ihn und tötete ihn damit.

Sailors wurde wegen Totschlags angeklagt. Sein Anwalt Michael Puglise sagte:

“Er ist verzweifelt wegen des Mannes, das aufgrund seiner Handlungen sein Leben lassen musste. Der Vorfall ereignete sich in den späten Abendstunden als er mit seiner Frau alleine zu Hause war. Er vermutete einen Überfall und bleibt dabei, dass er unschuldig ist”

Freunde von Diaz behaupten, dass das Navi das falsche Ziel vorgab. Es wird sich zeigen, ob das stimmt oder ob es schlicht falsch programmiert wurde. Wäre es tatsächlich ein Fehler im Navi, dann wäre das der bisher schlimmste Navi-Vorfall.

UPDATE: Als Teaser-Bild wurde zu Beginn ein Bild eines Navigationsgerätes von TomTom gewählt. Die Redaktion hat das nun geändert. Hier soll nochmal deutlich darauf hingewiesen werden, dass es sich bei dem oben beschrieben Fall laut TomTom um ein Navigationsgerät eines anderen Herstellers handelt.

[Atlanta Journal-Constitution, gizmodo.com]

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    1. @Mackie: Es steht nirgends, dass er TomTom verwendet hat. Gizmodo hat nur netter Weise für ihre Meldung ein TomTom verwendet. Das im US-Fernsehen verwendete Navi ist z.B. kein TomTom, wobei ich denke, dass auch dieses Navi dort nicht unbedingt das wirklich verwendete ist.
      Vielleicht sollte Gizmodo wenn sie solche Nachrichten bringen nicht unbedingt ein Foto von einem bestimmten Hersteller nehmen bzw. es einfach unkenntlich machen, damit nicht solche Negativ Schlagzeilen mit dem Hersteller verbunden werden!!!

  1. Er ist verzweifelt wegen des Opfers, aber glaubt sich im Recht… Ja das mag er haben, das gesetzliche Recht auf “vermutliche” Eindringlinge zu schießen. Ob es auch “gerecht” ist?

    Aber das hat man nun davon, wenn man einen Staat auf Angst vor dem bösen Feind / Nachbarn / Einbrecher / Tyrannen gründet, und dann die Bevölkerung sich mit Waffen eindecken darf, um diese fiktiven Gefahren abzu wehren.
    Gibt es Statistiken die ein Verhältnis zw. “erfolgreicher” Selbstverteidigung mit Schusswaffen, und “Versehentlichen Opfern” dieses liberalen Waffen-Rechts aufzeigt?
    Denn nur die Kriminalitätsrate sagt mEn nicht viel aus…

  2. Naja, selbst wenn das Navi richtig programmiert war und einfach zum falschen Ziel geführt hat, kann das Gerät ja nichts dafür, dass ein Amerikaner auf ein in seine Auffahrt fahrendes Auto schießt, weil er darin einen Einbrecher vermutet!?

  3. Der bisher schlimmste Navi-Vorfall? Und was ist mir den Leuten, die Fähranleger mit Brücken verwechseln und in irgenwelchen Flüssen ertrinken?

    Bei dem hier geschilderten Vorfall ist nicht das Navi das Problem (bei den Färanleger-Brücken-Verwechslungen auch nicht, da liegt das Problem eher darin, dass beim Einschalten des Navis oft das Gehirn ausgeschaltet wird), bei dem hier geschilderten Vorfall sind die Gesetzgebung der USA und die Mentalität vieler dortiger Einwohner das Problem.

  4. tut mir leid, aber was hats mit dem navi zu tun, dass ein mann erschossen wurde?????????? was ist das denn für ein artikel?! muss man gleich jemanden erschießen, wenn er sich verfährt? dann wäre jeder schon 100 mal erschossen worden!!!

  5. die gretchen frage ist doch : wieso hören manche menschen auf, den verkehr/ das umfeld zu beobachten wenn sie mit navi fahren.?!?!? dann würde es auch nicht passieren, dass man auf falsche zubringer fährt/ in italien statt in belgien landet/ … was weiß ich was es noch für vorfälle gibt … das navi ist keine entschuldigung dafür das eigene denken zu unterbrechen!

  6. ein unglücklicher Zufall. ich glaube sogar das niemand schuld ist.

    navis machen fehler. das weiss jeder. und wenn man seinen zielort nicht kontrolliert. dann hat man sich mindestens verfahren, vielleicht auch in eine Gegend wo man auch mal gerne absichtlich erschossen wird.

    wenn das ziel also eine gegend ist an dem alle 5 tage bei den nachbarn eingebrochen wird, dann kann ich das verhalten schon nach nachvollziehen. man kann auch sagen: der mann hat sich innerhalb seiner grenzen bewegt. auch der Besitz einer waffe könnte in so einer gegend völlig normal sein. der mann sich hat sich vielleicht genauso wie seine fiktiven feinde waffentechnisch hochgerüstet.

    man könnte noch einwenden, dass ein dialog angemessen wäre. vielleicht ist das unter den umständen keine option gewesen.

    PS: ich schreibe zu sehr Star Trek: “Sprengsätze anbringen. Hier, Hier und Dort.”

  7. Also bei einigen Kommentaren hier muss man wirklich am gesunden Menschenverstand der Verfasser zweifeln. Ein Navi ist nur ei technisches Gerät, das nicht frei von Fehlern ist. Ein Mensch der sich zu sehr auf dieses Gerät verlässt, macht einen Fehler, was mehr als menschlich ist. Ein Mensch der einen anderen erschießt weil der in dessen Auffahrt uneingeladen erscheint, ist einfach nur dämlich, eine Gefahr für sich und Andere und gehört auf immer weggesperrt.

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