Der Modem-Dialup-Sound in allen Einzelheiten erklärt

Kennt ihr noch den guten, alten Einwahlton eures Modems? Damals, vor der Zeit des großen DSL-Erwachens, als noch roboterhafte Geräusche durch den Raum hallten, nachdem man die magischen Worte aussprach: „Telefon geht jetzt mal nicht, ich gehe ins Internet!“. Was bei diesen Geräuschen aber wirklich passierte, das wusste keiner so wirklich. Das hatte irgendwas mit der Einwahl zu tun. Aber was? Jetzt, nach all den Jahren, wissen wir dank einer finnischen Geek-Dame es ganz genau!

Die finnische Bloggerin Oona Räisänen a.k.a. windytan hat sich dessen einmal angenommen und das Geräusch komplett zerlegt. Dazu hat er ein Spektrogramm des Handshakes erzeugt und dort jeden einzelnen Schritt des Internet-Verbindungsaufbaus beschrieben – vom Freizeichen bis zur Signaloptimierung. Dabei erläutert er auch, was es mit den einzelnen Schritten auf sich hat, wozu sie dienen und wieso sie eigentlich notwendig sind, etwa das Ausschalten der Echounterdrückung des Telefonnetzes, damit die Modems sich in Full Duplex unterhalten können, oder wie sie die Übertragungsprotokolle aushandeln.

Oona ist eine echte Rarität: Ein weiblicher Geek. Sie ist Expertin auf dem Gebiet von Signalübertragung und Elektronik und beschäftigt sich mit vielen technischen Spielereien, Hacks und so weiter. Zum Beispiel hat sie gerade erst vorgestern gezeigt, was es mit dem berühmt-berüchtigten GSM-Gebrumme in Kopfhörern und Lautsprechern auf sich hat und wieso man anhand dessen keine Gespräche mitschneiden kann. Chapeau, Oona, du hast das Internet ein Stückchen schlauer gemacht. [windytan, via Nerdcore]

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  1. Vor allem ist Oona keine Rarität, weil sich das Wort auf Gegenstände bezieht.
    Und seit wann sind denn bitte weibliche Informatiker, Ingenieure, Mathematiker, etc. und anderweitig technisch interessierte Frauen eigentlich noch was Besonderes?
    Schon mal was von der sexuellen Revolution (spätestens ab den ) der 1960er Jahren gehört? Das ist jetzt FÜNFZIG Jahre her und der Schreiberling faselt hier was von Raritäten..

  2. Kann mich der Kritik des ersten Kommentators nur anschließen. Das irritiert!

    Zur Sache: Die Frau gehört zur sehr seltenen Spezie von Geeks und Nerds, die nicht nur ausgezeichnet und mit allen Feinheiten der guten Darstellung dokumentieren sondern die Sache auch noch allgemeinverständlich beschreiben können. Capeau oona ist gleich mehrfach berechtigt, weil gerade die Talente – fachliche Expertise und Dokumentationskunst bei Geeks und Nerds höchst selten zusammen vorkommen.

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