Forschung: Auf ein Gramm DNA passen 2.2 Petabyte an Daten

DNA-Speicher

Forscher versuchen sich seit einiger Zeit daran, große Datenmengen auf künstliche DNA zu quetschen. Nun wurde am European Bioinformatics Institute ein beeindruckender Wert erreicht: Sie können Daten mit einer Dichte von 2.2 Petabyte pro Gramm DNA speichern und diese zu 100 Prozent wieder auslesen.

Die Forscher haben eine MP3 von Marthin Luther Kings “I have a dream”-Rede zusammen mit 154 Sonnetten von Shakespeare auf einen DNA Strang gespeichert. Rechnet man hiervon hoch, erreicht man eine Speicherdichte von 2.2. Petabyte pro Gramm. Das beeindruckende an der Sache ist es außerdem, dass die Daten zu 100 Prozent wieder abgerufen werden können.

Für das Verfahren werden die Nukleinbasen Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T) genutzt. Mithilfe dieser vier Zeichen kann in der DNA eine auslesbare Abfolge erzeugt werden. Die Forscher haben nun den Code in in kleine, überlappende Fragmente aufgespaltet und diese mit Verweisen versehen, die die Position im Code signalisieren. Noch ist das Ganze unheimlich kostspielig, könnte aber eine Speicheroption der Zukunft sein. [Nature via New Scientist]

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  1. Kostspielig? Das wird es wohl bleiben, denn DNA ist chemisch nicht gerade stabil. Also genau das richtige Medium für Langzeitspeicherung…..

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