Vor 1.200 Jahren wurde die Erde von einem massiven Gammastrahlenblitz getroffen

Ein Forscherteam hat die Vermutung aufgestellt, dass die Erde im Jahr 775 von einem massiven Gammastrahlenblitz getroffen wurde. Ein solcher Ausbruch ist eine der energiereichsten Explosionen des Universums.

Letztes Jahr wurden in Japan uralte Zedernbäume entdeckt, die eine ungewöhnlich hohe Konzentration an radioaktivem Kohlenstoff-14 enthielten. In antarktischem Eis fand man außerdem Beryllium-10. Nach Analyse der Baumringe und der Daten von Eiskernbohrungen konnte man die Entstehung dieser Strahlungen auf die Jahre 774 und 775 zurückdatieren.

Die beiden radioaktiven Isotope entstehen, wenn Atome in der oberen Atmosphäre unseres Planeten von starker Strahlung getroffen werden. Professor Neuhäuser vom Jenaer Institut für Astrophysik über die Schlussfolgerung, dass ein Gammstrahlenblitz die Ursache war:

Wir gehen davon aus, dass es damals in 3.000 bis 12.000 Lichtjahren Entfernung einen kurzen Gammablitz gegeben hat, wahrscheinlich durch die Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher, Neutronensterne oder Weißer Zwerge.

Solch ein Ausbruch klingt dramatisch, und hat scheinbar auch seine Spuren hinterlassen, aber eventuell haben unsere mittelalterlichen Vorfahren das Ganze gar nicht mitbekommen. Der größte Teil der Strahlung wurde von der Atmosphäre absorbiert und benötigte dann eine lange Zeit, um die Oberfläche des Planeten zu erreichen. Es ist aber erstaunlich, zu erfahren, dass ein so seltenes Ereignis mal die Erde traf. [BBC]

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