Das LG Optimus L9 bietet für seinen Internetpreis von 260 Euro so einiges: 4,7-Zoll-Display, 1,0 GHz Dual Core-Prozessor, 2.150-mAh-Akku, Android 4.0 – und das ganze in einem nur 9 Millimeter dicken Gehäuse. Ob das LG Optimus L9 auch in der Praxis überzeugen kann, verraten wir im Test.
Äußerlich macht das LG Optimus L9 einen durchwachsenen Eindruck. Das Smartphone liegt dank seines geriffelten Plastikrückens ganz ordentlich in der Hand und gehört mit seinen gerade einmal 125 Gramm zu den leichtesten Vertretern seiner Gattung. Noch dazu ist es mit 9 Millimetern sehr dünn.
Verarbeitungsschwächen
Doch die grundsätzliche Verarbeitungsqualität überzeugt an vielen Stellen nicht. So bilden sich beim Druck auf das Display hässliche Flecken im Bild. Die Rückseite knarzt und hinterlässt dadurch einen etwas billigen Eindruck. Das LG Optimus L9 musste sich während der acht Wochen Dauertest mehrfach ungewollt Falltests auf unterschiedlichem Belag stellen. Dabei zerfiel das Smartphone fast grundsätzlich in drei Teile – Smartphone, Akku, Plastikdeckel. Trotzdem sind am LG Optimus L9 keinerlei Kratzer zu finden. Noch immer wirkt der Plastikbomber wie frisch aus der Verpackung geschält.
Das 4,7-Zoll große Display bietet die in der Preisklasse seltene IPS-Technik. Dadurch wirkt es trotz seiner nominell recht geringen Auflösung von 960 mal 540 Pixel dennoch recht hochauflösend – das Lesen von kleinen Texten ist problemlos möglich. Die maximale Helligkeit des Panels ist recht hoch.
Innere Werte
Angetrieben wird das LG Optimus L9 von einem mit 1 GHz getakteten Dual-Core-Prozessor der Marke Texas Instruments, unterstützt von 1 GByte RAM. Tatsächlich weiß dieser Prozessor voll zu überzeugen. Nicht nur alltägliche Apps öffnen sich sehr flott, auch aufwändige 3D-Spiele verrichten ihren Dienst ruckelfrei und sehen auf dem Display auch noch richtig gut aus.
Ein Minuspunkt ist der geringe Speicher im LG Optimus L9. Lediglich 4 GByte sind ab Werk verbaut, wobei dank des vorinstallierten Android 4.0 nur noch 2,3 GByte verfügbar sind. Glücklicherweise bietet das LG Optimus L9 einen Micro-SD-Speicherkarten-Slot zur Erweiterung.
Die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite bietet eine passable Bildqualität. In dieser Preiskategorie keinesfalls Standard: Direkt unterhalb der Rückkamera befindet sich eine kleine LED-Leuchte für Fotos unter schlechten Lichtbedingungen. Die VGA-Kamera auf der Vorderseite kann lediglich 640 mal 480 Pixel auflösen.
Langläufer
In Sachen Konnektivität braucht sich das LG Optimus L9 nicht vor seinen Smartphone-Kollegen zu verstecken, kommt es doch mit dem UMTS-Download-Beschleuniger HSDPA (21 Mbit pro Sekunden) und HSUPA (5,76 Mbit pro Sekunde). Auch WLAN kann das L9 nach dem 11n-Standard. Auch besitzt es ein Bluetooth-Modul, A-GPS und sogar NFC.
Eine besondere Erwähnung verdient der sehr gute Akku. Mit einer Kapazität von 2150-mAh wurde er sehr großzügig bemessen und treibt das LG Optimus L9 bei durchschnittlicher Nutzung fast zwei Tage an. Laut LG soll das L9 im Stand-by-Modus (2G) gar 33 Tage durchhalten.
Software
Über das Android 4.0 Betriebssystem stülpt LG sein Optimus UI 3.0. Mit der Anpassung kommen einige softwareseitige Extras. So lassen sich mit der App Quickmemo Screenshots erstellen und direkt darauf Notizen verfassen. Quickmemo nutzten wir während unseres Tests eher selten. Richtig clever finden wir dagegen Quicktranslator. Damit können beliebige Texte aus 44 verschiedenen Sprachen abfotografiert und direkt übersetzt werden.
Fazit
Uns gefällt das LG Optimus L9 gerade für den geringen Preis richtig gut – im Internet haben wir es inklusive Versand schon ab 260 Euro gefunden. Besonders der flotte Prozessor, das gute Display und der hervorragende Akku sprechen für das LG Optimus L9. Minuspunkte sammelt das Smartphone bei der Verarbeitung und den lediglich 4 GByte internen Speicher. Trotzdem: Das LG Optimus L9 erhält für den niedrigen Preis eine klare Kaufempfehlung der Gizmodo-Redaktion.
GizRank: 4/5 Sternen
Alternativen
Das LG Optimus L9 hätte von uns vielleicht eine noch höhere Wertung erhalten, wenn da nicht das Nexus 4 wäre. Das Nexus 4 wird ebenfalls von LG gefertigt, kostet mit 8 GByte internen Speicher 300 Euro und ist dem LG Optimus L9 in fast allen Belangen überlegen. Dafür kämpft das Nexus 4 mit eklatanten Lieferengpässen – in ausreichenden Stückzahlen soll es erst ab Mitte Februar verfügbar sein.
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Also ich muss sagen, Euer Advertorial zum L7 war wirklich nur Werbung. Langsam und ruckeln kommt es daher. Einfach schlecht. Hingegen bin ich vom L9 schlicht überzeugt. Bei mir knarzt nichts, die Verarbeitung ist hervorragend. Auch Software und Prozessor haben mich überzeugt, ebenso das Display. Allerdings der geringe Speicher stört mich, da ich gerne Audible Bücher hören. Lade ich allerdings nur eins reicht er vollkommen. Ich kann eh nur eins hören.
Ich persönlich kann zu dem LG nix sagen. Sicherlich wird es ein gutes Handy sein. Allerdings ist der Preisunterschied zu einem Google Nexus 4 kaum vorhanden und von daher würde ich das Google LG dem klassischem LG vorziehen. Zum anderen gibt es auch wesentlich günstigere Handys mit 1 GHz Dual Core, wie zB das Huawei Ascend G 330 (aktuell bei NBB für 149.-); allerdings nur mit 512 MB Ram.
Alles apple nachgemacht !!!!!!11!3#
Stress mal nicht Rum, kleiner.