Intel will Stephen Hawkings Kommunikations-Computer upgraden

Stephen Hawking

Stephen Hawking ist ein wahrer Überlebenskünstler. Mittlerweile kämpft er seit 50 Jahren mit der degenerativen Nervenerkrankung ALS und noch immer fordert die Krankheit ihren Tribut. Die Kinnsteuerung für seinen Computer, die er die letzten zehn Jahre zum Sprechen genutzt hat, ist nicht mehr so effizient, wie sie einmal war. Er ist zeitweise runter auf ein Wort pro Minute, aber Intels CTO arbeitet hart an einer Lösung.

Hawkings Kommunikationssystem verlässt sich einzig und allein auf die Kinneingabe, allerdings hat Intels CTO Justin Rattner auf der CES angemerkt, dass Hawking noch ein paar andere, verlässliche Bewegungen ausführen kann, die als Input genutzt werden können. Wenn auch nur eine davon genutzt werden könnte, so könnte Hawking zum Beispiel Morse-Code lernen und so eine deutliche Verbesserung gegenüber dem erzielen, zu dem er jetzt in der Lage ist.

Intel hat Hawking seit den 90er Jahren aus seiner Bredouille geholfen, jetzt ist es allerdings wieder Zeit für ein Upgrade. „Bis jetzt haben diese Technologien noch nicht gut genug funktioniert, um jemanden wie Stephen zufriedenzustellen, der eine Menge Information produzieren will“, sagte Rattner. „Jetzt haben wir ein neues, zeichenbasiertes Interface entwickelt, das mit einer besseren Wortvorhersage ausgestattet ist.“

Der Plan, Hawkings Kommunikations-Computer aufzurüsten, passt zu Intels Plänen, „tiefgreifende Assistenztechnologie“ im großen Stil zu entwickeln. Diese Art Technologie benötigt eine ganze Latte neuer Hardware, etwa Kameras, Accelerometer, Mikrophone und Thermometer. Diese Geräte sollen zusammen versuchen, den Kontext der Situation, in der sich Hawking – oder eben jemand anders – befindet, zu ermitteln und ihm nicht nur beim Sprechen zu helfen, sondern auch Kalender zu checken, im Internet zu surfen und soziale Netze zu nutzen – das ganze basierend auf Messdaten und der Erfassung von Gewohnheiten.

Hoffen wir also, dass der neue Computer Hawking die Möglichkeit gibt, seinen Redefluss wieder deutlich zu beschleunigen, und das Ganze eher früher als später. Ich denke mal, wir alle wollen wissen, was der Mann zu sagen hat, oder? [Scientific American, via Gizmodo.com]

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  1. Ich verstehe nicht wie der Mann einfach weitermachen kann. Ich kenne keinen der trotz solcher Einschränkungen noch weiterleben möchte.

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