RTL steigt aus DVB-T aus – wie geht es weiter?

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Tja, quo vadis, DVB-T? Ist die erst seit einigen Jahren im vollen Einsatz befindliche, digitale Rundfunktechnik schon wieder veraltet? Immerhin hat die RTL-Sendergruppe den Ausstieg aus DVB-T verkündet, weil die Technologie nicht HD-fähig sei und nur verschlüsselt eine Zukunft habe.

Die RTL-Mediengruppe will die bestehenden DVB-T-Verträge nicht weiter verlängern. In München sei demzufolge ab Juli 2013 Schluss, in anderen Gebieten wird RTL ab Ende 2014 die TV-Antennen nicht mehr erreichen. Grund dafür seien die nach Ansicht RTLs unzureichenden technischen Möglichkeiten der terrestrischen Verbreitung ihres Programms. So fehle ihnen neben der Verschlüsselung auch die Möglichkeit, HD-Material über den Äther zu schicken. Grundsätzlich stehe man der drahtlosen Rundfunkübertragung ja positiv gegenüber, heißt es bei dem Medienunternehmen. So sei man derzeit in Verhandlungen mit einem DVB-T2-Projekt in Österreich. Dort seien aber die Rahmenbedingungen deutlich besser, etwa aufgrund der Möglickeit der Verschlüsselung, eine langfristige Planungssicherheit und die Sicherstellung der nötigen Frequenzressourcen.

Insgesamt ist der Stand von DVB-T in Deutschland ohnehin problematisch. Allein die Signalqualität ist in ländlichen Gebieten oft mer als dürftig, zudem sind die Alternativen, etwa durch Satellitenübertragung und Internet, meist deutlich komfortabler und vor allem für die Sender deutlich günstiger. Zwar bietet der Technologie-Nachfolger DVB-T2 mehr Bandbreite für HD-Filmmaterial und andere Annehmlichkeiten, doch wird der Ausbau der Technologie durch den Ausstieg RTLs nun in Frage gestellt.

Was meint ihr, hat der terrestrische Rundfunk langfristig ausgedient oder wird diese Technologie diesen Einschlag unbeschadet überstehen?

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