CES: Diesen Fernseher kann man mit den Augen steuern

Haier-eye-tracking-TVs

Tobiis Eye-Tracking-Technologie könnte genau das sein, was uns von Tastaturen und Mäusen befreit. Aber können unsere Augäpfel ebenso eine Fernbedienung für Smart TVs sein? Haier versucht, genau dies umzusetzen. Das Ergebnis wirkt beinahe übermenschlich.

Okay, Haiers Benutzeroberfläche ist kaum besser als ein Autounfall, aber die grundsätzliche Idee ist ziemlich cool. Man berührt dabei nichts. Man bewegt sich (fast) nicht. Man sagt nichts. Es gibt keine Gesten oder Kommandos oder was auch immer man sonst mit Smart TVs macht, man guckt das, was man benutzen möchte, einfach nur an. Wenn man beispielsweise einen Augenblick das Vorschaubild eines Videos ansieht und dann zwinkert, dann öffnet sich wie von Geisterhand dieses Video. Wenn man an den Unteren Rand des Bildschirms blickt, so werden die Lautstärkeeinstellungen aktiviert. Vermutlich kann man auch irgendwie durch die Kanäle schalten.

Okay, die Probleme sind offensichtlich: Was, wenn mehr als eine Person fernsieht? Was, wenn mich das ständige Zwinkern müde macht? Macht es, übrigens. Wird es nervig, wenn man mal nicht auf die Bildschirmmitte schauen will? Vernichtet dieses System am Ende das gesamte Fernsehvergnügen?

Immerhin, wenigstens kann man sagen, dass die Technologie funktioniert. Selbst ohne Kalibrierung des Tobii Eye-Scanners waren meine Pupillen in der Lage, Schaltflächen und Regler des Haier-Systems komplett ohne Lernprozess zu aktivieren. Es dürfte wohl schwierig werden, eine intuitivere Steuerungs-Technologie als „Gucken“ zu entwickeln. Die Gedanken bewegen zwar nicht die Welt, aber steuern immerhin den Fernseher. Ist doch auch was. [Gizmodo.com]

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