CES: Qualcomm Halo lädt Elektroautos kabellos via Induktionsfeld

Qualcomm zeigt auf der CES 2013 in Las Vegas die erste Induktionsplatte zum kabellosen Laden eines Elektroautos, welche im Weg liegenden metallische Gegenstände erkennt und entsprechend abschaltet. Auch lebendige Wesen die sich zwischen Induktionsplatte und Energieempfänger schieben sollen bald erkannt werden und die Induktionsplatte abschalten.

Wer Qualcomm hört denkt unweigerlich an die kleinen Snapdragon-Prozessoren, die mittlerweile in fast jedem modernen Smartphone verbaut werden. Aber Qualcomm drängt mit seinem Projekt “Halo” auch in Elektroautos. Halo will die Akkus in den Elektroautos kabellos laden. Dafür wird möglichst unter dem Asphalt eine etwa ein mal ein Meter große Platte verbaut, die ein Induktionsfeld erzeugt, sobald sich der etwa Notebook-große Empfänger in Reichweite befindet. Die Reichweite bezeichneten die Produktmanager von Qualcomm als “ausreichend”, was heißt, dass auch bei einem “SUV-Abstand” noch ein Wirkungsquotient von 90 Prozent gewährleistet wird.

Qualcomm will dabei schon mit einigen Automobilherstellern in Gesprächen, sein um ihre Technik möglichst flächendeckend in die Elektroautos von morgen zu bringen. Dabei ist Qualcomm nicht der einzige Entwickler, der an einer kabellosen Methode zum Laden des im Auto verbauten Akkus arbeitet. Die Vorteile liegen auf der Hand. Zum einen muss das Auto nicht manuell an eine Stromquelle angeschlossen werden. Außerdem wird Vandalismus (zerschneiden des Kabels) vorgebeugt und eine mögliche Unfallquelle (Stolpern über das Kabel) entfernt.

Was Qualcomm laut eigener Aussage seinen Konkurrenten voraus hat, ist eine automatische Metallerkennung. Die Induktionsplatte schaltet sich sofort ab, sobald sich ein metallischer Gegenstand auf ihr befindet. Denn Metall wird durch die elektromagnetische Strahlung erhitzt und könnte so zu einem Feuer oder anderen ungewollte Reaktionen führen. Je nachdem wie der Fahrer mit seinem Auto verbunden ist könnte er zum Beispiel eine Meldung auf sein Smartphone erhalten, dass eine metallischer Gegenstand auf der Platte liegt und diese mechanisch wieder aktiviert werden muss. Noch in der Betaphase befindet sich die Sensorik zur Erkennung von lebendigen Objekten auf der Platte. Dabei soll die Bewegung erkannt werden. Derzeit arbeite man noch an dem Problem zum Beispiel ein vorbeifliegendes Blatt von einer Maus unterscheiden zu können.

Das könnte Dich auch interessieren

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

(*)

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>