Wann ersetzt hochauflösendes Video die Fotografie?

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Beim Fotografieren kommt es oft darauf an, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Und natürlich muss die Kamera auch betriebsbereit sein. Aber was wäre, wenn man stattdessen jeden einzelnen Moment mit hochauflösendem Video filmt und dann aus dem Material brauchbare Frames auswählt?

Wenn die Hektik beim Fotografieren wegfällt und der Fotograf stattdessen zu Hause aus zahllosen Einzelframes eines hochauflösenden Videos besonders gut gelungene Einzelbilder auswählt, könnte er durchaus die Ausbeute verbessern.

Mit 4K-fähigen DSLRs wie der Canon EOS-1DC ist das machbar, wie die Mitarbeiter von Untitled Film Works gezeigt haben. Aber die Technik sorgt auch für neue Herausforderungen. Zum einen müssen Unmengen von Daten gespeichert und zum anderen auch mühsam nach den besten Einzelbildern durchforstet werden. Aber das Ergebnis könnte diese Mühe wert sein. Was meint ihr?

[Via Untitled Films, PetaPixel, gizmodo.com]

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  1. Ich teile die Meinung meines Vorredners.
    Die Welt ist eh schon total überschwemmt von Möchtegern-Fotografen die der ernsthaften Meinung sind es würde reichen ein Bild schwarz-weiß oder mit polaroid-vintage Effekten zu bereichern. Einfach nur ein Video machen und entsprechende Einzelbilder auswählen? Warum nicht gleich einem Schimpansen das Autofahren erlauben?

  2. Auf gar keinen Fall!!!! Schliesse mich meinen Vorrednern sofort an!!! Das würde nur einen weiteren Anstieg von quantität statt qualität bedeuten! Vollkommen unangemessener Vergleich.

  3. ein richtiger fotograf macht ein sein foto aktif. das bedeutet, er wartet auf das richtige licht, schaut ob die perspektive stimmt, von unten, oben, der seite und so weiter, wählt den ausschnitt, schaut sich die veränderte bildwirkung beim focusieren an. weit weg und viel focus wirkt völlig anders als nah drann und weitwinkel und so weiter. er achtet auf die wirkung der tiefenschärfe und setzt sie gestalterich ein. er entscheidet über die belichtungszeit und die daraus resultierenden efekte. er setzt beleuchtung oder blitz unterstüzend und malerisch ein. er hat einen ständigen blick für ein motiv. und vieles mehr. alles völlig unmöglich wenn man mal schnell paar bilder aus einem video sortiert. das werden alles seelenlose bilder denen man schon ansieht das sie ohne das auge eines fotobegeisterten menschen gemacht worden sind.

    1. Abgesehen von der Belichtungszeit sehe ich keinen Grund, warum das “alles völlig unmöglich” sein soll. Man kann sich ja trotzdem genauso viel Mühe geben und nimmt dann eben drei Sekunden Video auf, statt das Model 10 Minuten hinzuhalten, weil man jedes Mal den perfekten Augenblick verpasst hat…

  4. Seht es ein Leute! Digitale Fotografie hat irgendwann auch die Analogfotografie ersetzt. Video wird ne ganze Zeit lang nicht die Qualität heutiger Kameras erreichen. ABER wenn es so weit ist wird man immer mehr Video nutzen um die perfekte Situation schnell heraus zu suchen. Denn ab einer gewissen Auflösung macht es keinen Unterschied mehr. Es sei denn wir sprechen von Ultrahochauflösenden Bildern auf denen man noch den Balkon 50 Kilometer weiter erkennen soll wenn man reinzoomt.

    1. @paddypad:
      Schon mal fotografiert? Nicht nur geknipst?
      Übrigens: Auch in Analogzeiten gab es im Film Auflösungen aus denen man locker ein Foto machen konnte. hat man das gemacht? Wieso ist nicht jeder Regisseur Fotograf?
      Nur mal so als Anregung die ganzen Punkte von patrick Schulze. …. Gelesen?

      1. Natürlich gab es da auch schon Hochauflösende Videos, der Aufwand war nur ungleich höher im Vergleich zur heutigen Zeit. Und trotzdem bin ich mir sicher, dass auch damals schon aus Dem Analogen Videomaterial vereinzelt Fotos/Bilder generiert wurden.

  5. Ja ja, ihr habt alle ne tolle DLSR(ja,leider ohne 4k vermutlich), und ihr habt ein tolles Buch gelesen und seid jetzt Profi! Gäähhhn

    Kann mir jemand erklären, was aus technischer Sicht verhindern sollte, das so ein Videostandbild genauso gut ist, wie ein von euch geshossenes? Dass zwischen deen Frames nicht der Spiegel ins Bild klappt, kann ja wohl nicht der grund sein.

  6. Hi, also ich sehe das als nächsten logischen Schritt. Man kann doch gar nicht so schnell auf den Auslöser drücken, um alle die Frames zu bekommen, die man auf Video zur Auswahl hat – ich glaube sofort, dass es bessere Bilder gibt, wenn man sie aus einem Video herauszieht!

  7. An die Fotografen: Ich kann euren Zorn ja verstehen, aber es wird künftig mit Sicherheit auch vermehrt Video-Fotos geben. Ich selbst Fotografiere auch gerne und bin mir natürlich über die unterschiedlichen Herangehensweisen im Klaren, aber was spricht denn gegen ein Video-Foto, wenn es technisch und künstlerisch einwandfrei erzeugt wurde. Schließlich zählt das Ergebnis und viele der Techniken ließen sich auch auf das Filmen übertragen. Hinzu kommt, dass man als Fotograf doch mit Serienbildern genau den selben Ansatz verfolgt. Den Beruf des Fotografen wird dies in absehbarer Zeit aber dennoch nicht bedrohen, also wozu regt ihr euch so auf?

  8. Aus meiner eigenen redaktionellen Erfahrung kann ich sagen dass dies ja schon die ganze Zeit zumindest in bestimmten Teilbereichen schon praktiziert wurde. Jedoch nicht mit 24 Bildern die Sekunde, aber schon im analog Zeitalter mit schnellen Motorkameras zwischen circa 6 bis 10 Bildern die Sekunde. Die wurden dann entwickelt und später dann der gesamte Film gescannt und aus den manchmal nur wenige Sekunden langen Serienaufnahmen wurde das beste Bild für die Abendausgabe herausgenommen. Es kommt auf den Zweck an, dass lässt sich nicht auf alle Gebiete der Fotografie generalisieren. Denn dort wo man Zeit braucht um ein gutes Bild zu machen ist es nicht nötig dutzende Bilder die Sekunde zu schiessen. Bei Presse oder Sport Fotografie könnte dass durchaus sinnvoll sein.

  9. Wenn jemand ein Video nutzen möchte, um später perfekte Fotos zu bekommen, so wird er mit der Videokamera eher wie mit einer Fotokamera arbeiten. Mir fällt da zum Beispiel sowas wie Bewegungsunschärfe ein, die muss man auch bei Nutzung einer Videokamera ausschliessen, wenn daraus ein Foto werden soll. Letztlich ist es in meinen Augen die Arbeitsweise auf die es ankommt, nicht alleine das Handwerkzeug. Solange bei einer Videokamera die Auflösung passt und ich mit entsprechend kurzen Belichtungszeiten arbeiten kann, Bildrauschen und die allgemeine Qualität stimmt, warum dann nicht auch Fotos aus dem Film machen?
    Aber das optimale Werkzeug wird es dennoch in den meisten Fällen nicht sein!! Einzig bei der Action/Sport Fotografie sehe ich deutliche Vorteile.

  10. Mit der Casio EX-FH20 kann man schon länger Serienbilderreihen aufnehmen, die dicht am Video sind. Mit genügend Pixel. Ideal, wenn man Bewegungen fotografiert. Gerade bei Personen, die z.B. singen oder Sport machen. Da kann auch der beste Fotograf nicht DEN richtigen Zeitpunkt treffen. Aber wenn es zu viele Bilder sind, fällt die Auswahl, welches das beste ist, wirklich schwer.

  11. geil! was mir mit meiner Canon bei 10Shots pro Sekunde immer schon gefehlt hat war die mangelnde Auswahl an Bildern. 60, das ist es, das wird mich derart mit der Auswahl beschäftigen, dass ich darüber verschimmeln werde. Ganz ohne Ergebnis.
    Im Ernst: macht ein Foto pro 10 Sekunden, gekonnt und gezielt. Dann habt Ihr, was Ihr wollt. Sogar mit 50MPixeln&mehr.

  12. Von der Theorie her macht das doch vollkommen Sinn.

    Allerdings ist die Suche nach dem Passendem bild wohl deutlich zeitintensiver.

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