Glück ist… ein kleiner Stromstoss ins Gehirn?

9-volt

Das menschliche Gehirn kann mit der Produktion von Hormonen allerlei Vorgänge im menschlichen Körper regulieren – vom Hungergefühl bis zum Schmerzempfinden. Einer der stärksten der Neuromodulatoren ist das endogene µ-Opioid, eine Art natürliches Morphin. Eine neue Arbeit aus dem Feld der transkraniellen Gleichstromstimulation zeigt nun die Möglichkeit auf, µ-Opioid auf Befehl zu produzieren.

Die transkranielle Gleichstromstimulation ist eine neuere Behandlungsmethode aus dem Feld der Neurowissenschaften. Bei ihr wird mittels Elektroden ein schwacher Strom direkt in eine Gehirnregion gesendet. Ursprünglich wollte man damit Schlaganfallpatienten bei der Genesung helfen, Forscher entdeckten aber schnell neue Anwendungsgebiete. So entstanden Methoden zur Verbesserung von Sprach- und Rechenfertigkeiten, Problemlösung, Konzentration, Erinnerung und sogar Bewegung und Koordination.

Ein neu veröffentlichter Artikel in der Zeitschrift Frontiers berichtet nun über die Arbeit von Forschern der University of Michigan, die mit einer Stromstärke von 2 Milliampere direkt über dem Motorcortex den Ausstoss des µ-Opioids hervorgerufen haben. Hierdurch stieg bei Testpersonen die Schmerzgrenze um 36 Prozent. Chronische Schmerzen wie solche durch Migräne oder Magengeschwüre konnten noch nicht bezwungen werden, genau das wollen die Wissenschaftler nun aber erreichen.

Eine glücklichere Gesellschaft wird man damit wohl kaum erschaffen, die Verwendung von pharmazeutischen Schmerzmitteln könnte aber drastisch reduziert werden. [Extreme Tech – Frontiers – CDC – Bild: Neuropsychopharmacology]

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