Canonical stellt Ubuntu für Smartphones vor [Video]

ubuntu-for-phones

Der Ubuntu-Hersteller Canonical hat das neue Jahr gleich erstmal mit einer wirklich interessanten Meldung gestartet: Ubuntu gibt es künftig auch für Smartphones.

Dazu hat man Das Ubuntu-Look and Feel endlich mal richtig auf Android aufgesetzt. Bekanntlich werkelt unter Android auch ein Linux-Kernel, was die Sache an sich logisch erscheinen lässt und entsprechende Custom Firmwares für bereits vorhandene Smartphones denkbar macht. Anders als bei dem herkömmlichen Android setzt man bei den Apps hier aber nicht auf Java als Programmiersprache oder die lokale Java-VM Dalvik, sondern viel mehr auf HTML5 und native Apps auf Qt-Basis, die mit C/C++ oder der Qt Markup Language (QML) und JavaScript geschrieben werden können. Ein entsprechendes Toolkit gibt es auch schon. So soll es laut Canonical möglich sein, auch plattformübergreifende Apps für Ubuntu-Smartphones und PCs mit dieser Linux-Distribution zu erstellen. Auch Web-Apps sollen sich recht einfach integrieren lassen.

Bei der Bedienung setzt man sehr stark auf Gestensteuerung, die klassischen Android-Buttons gibt es hier nicht. Wann das neue Smartphone-OS verfügbar sein soll, ist indes noch nicht bekannt, wir warten also mal auf die Ankündigungen, die uns Canonical bezüglich Ubuntu for phones für die CES nächste Woche versprochen hat.

So richtig neu ist Ubuntu auf Smartphones ja nicht. So lässt sich Ubuntu etwa auf dem Nexus 7 installieren, eine Variante namens Ubuntu for Android gibt es auch schon, wobei diese einen kompletten Desktop auf das Smartphone bringt, was selbst auf einem Phablet wie dem Samsung Galaxy Note II dann doch eher fummelig ist. Eine Anpassung des Systems für die kleinen Begleiter war also durchaus angebracht. In dem Video unter diesem Artikel könnt ihr euch daher mal selbst ein Bild von der neuen Variante machen. [Canonical, via heise open]

http://www.youtube.com/watch?v=cpWHJDLsqTU

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  1. Echt toll, dass sich jemand mal ernsthaft Gedanken über eine vernünftige Umsetzung von Ubuntu für Smartphones macht. Immerhin gibt es ja bald schon seit 10 Jahren die Möglichkeit, Ubuntu auf seinen PPC/ sein Smartphone zu bringen.

  2. Sieht sehr gelungen, durchdacht und auch chic aus. Da wünsche ich mal viel Erfolg! Ich frage mich nur, wie es um die Sicherheit bestellt sein wird, da ja eine hohe Webintegrität zugrunde gelegt wird.
    Ansonsten gibt mir der Artikel noch ein Rätsel auf. Das meiste liest sich für mich wie eine komplette Eigenentwicklung, der Satz “Dazu hat man Das Ubuntu-Look and Feel endlich mal richtig auf Android aufgesetzt.” hingegen lässt auf eine Modifizierung des bestehenden Android-Kernels schließen. Da ich kein Androide bin, bin ich in diesem Bereich nicht so ganz firm. Weiß jemand genaueres? Wenn dem so ist, frage ich mich weshalb man diesen Kern nutzt und wie viel Android noch drin steckt? Wollte man die bestehenden Schnittstellen für den Zugriff auf die Telefonhardware nutzen? Ansonsten hätte man ja direkt sauber auf dem normalen Linuxkernel aufsetzen können.

    1. So ganz blick ich da auch nicht durch… Es scheint ja so zu sein, dass Ubuntu for Android tatsächlich “nur” ne Android-App zu sein. Ubuntu for phones ließt sich für mich allerdings so, als ob das ein Ubuntu-Derivat ist und bezüglich Gerätetreiber und -firmware eine gewisse Kompatibilität mit Android erreicht werden soll. Ich finde zumindest keine zitierfähige Quelle, die belegt, dass Ubuntu for phone auf Android aufsetzt…

  3. Tja, das kommt dabei raus, wenn Schreiberlinge ohne Ahnung über Dinge schreiben, von denen sie nichts verstehen. Ubuntu für Smartphones setzt NICHT auf Android auf, sondern auf einen Linux-Kernel incl. Treibern, die möglicherweise aus dem Android-Lager kommen. Android ist Dalvik, und Dalvik (die Java-VM) findet bei Ubuntu für Smartphones keine Verwendung.
    Die Behauptung, Ubuntu für Smartphones setze auf Android auf ist ungefähr so lächerlich wie die Behauptung, Mac OS X setze auf Tru64 Unix auf, nur weil bei beiden unter der Haube ein Mach-Kernel werkelt.

    Schreibt lieber weiter über iGadgets, das geht auch ohne Hintergrundwissen.

      1. Nun müsste man sich nur noch darüber informieren, was ein “Android Board Support Package” sein könnte. Linux-Treiber für die verwendete Hardware vielleicht? Bingo! In diesem Kontext von “Ubuntu Phone basiert auf Android” zu schreiben, ist alles andere als “in Ordnung”. Es ist sogar ziemlicher Unsinn.

  4. WILL HABEN! Diese Ubuntu-Version baut übrigens nicht auf Android, aber auf Unix, das eigentlich alles Gute antreibt. Es wird sicher bald auch ein Paket geben, das Android-Apps lauffähig machen wird. Das Ubuntu-ROM für das Galaxy Nexus erscheint übrigens bald …

  5. Gefällt mir gut. Da sind wirklich gut durchdachte Ansätze dabei, die man auch auf anderen Platformen umsetzen könnte. Das könnte zur echten Konkurrenz werden. Mal schauen, ob das so kommt, und wie es angenommen wird.

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