Test: Kameragurt Eddycam – Der Elch am Hals

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Mit DSLR und noch schwerem Zoom-Objektiv im Urlaub durch Altstadtgassen laufen ist nicht jedermanns Sache. Hier soll der Kameragurt Eddycam helfen, der besonders breit und damit lastverteilend ist. Wir haben ihn ausprobiert.

Der Kameragurt Eddycam ist aus Elchleder in Handarbeit gefertigt – und das riecht nicht nur gut sondern fühlt sich auch besonders samtig weich an. Schließlich trägt man den Gurt zumindest im Sommer direkt auf der Haut. Auf der Oberseite des Gurtes ist ein Elch eingeprägt.

Den Gurt ist online beim Hersteller erhältlich – in zahllosen Farbvarianten aber auch in unterschiedlichen Längen und Gurtbreiten und in ein- und zweifarbiger Gestaltung. Die monochromen Einstiegsmodelle kosten 89 Euro, aber die sind nur 33 mm breit und für schwere Kameras nicht gedacht. Das mittlere Modell mit 42 mm Gurtbreite (hinten am Hals) ist für Systemkameras gemacht und der Preis ist dann mit 129 Euro schon etwas höher. Das DSLR-Modell mit 60 mm Breite wird für 149 Euro angeboten. Die zweifarbigen Gurte schlagen in der teuersten Version mit 179 Euro zu Buche. Kein Schnäppchen.

Bei 1,80 Größe und Normalgewicht ist die Länge L die richtige Wahl, kleinere Personen können auch die M nehmen. Wer sich unsicher ist, nimmt erst einmal einen Faden, hängt ihn um den Hals und misst die Länge bis zur gewünschten Kameraposition.

Die Verarbeitung

Der Gurt ist wirklich gut verarbeitet. Die Nähte sind gerade, Fehler sind nicht zu sehen. Auch die zwischen den beiden Lederschichten eingeklebte Polsterung aus Kautschuk ist perfekt mittig positioniert.

Die Anschlussbänder, an denen die Edelstahlklemmen zur Längenverstellung eingefädelt sind, sollen eine Zugfestigkeit von 4.700 Kilonewton aufweisen. Ausprobiert haben wir das nicht – aber immerhin einen angebundenen vollen Wasserkasten mit Glasflaschen daran aufgehängt und hochgehoben. Der Gurt hat es schadlos überstanden.

Die Montage

Der alte Kameragurt wird abgenommen und der Eddycam-Gurt eingefädelt. Wer das noch nie gemacht hat, sollte sich seinen alten Gurt gut ansehen bevor man ihn entfernt, denn ganz so simpel ist das System nicht. Das hat aber nichts mit dem Elchgurt zu tun sondern ist bei allen längenverstellbaren Gurten das Problem. Leider legt der Hersteller keine Anleitung bei.

Positiv: Angenehmes Tragegefühl, sehr gute Verarbeitung, Entlastung der Halsmuskulatur

Negativ: hoher Preis, keine Anleitung

Fazit

Wir haben den Gurt mit einer über 1,5 Kilogramm schweren Kamera-Objektivkombination ausprobiert – teilweise mit Tragezeiten von 2 bis 3 Stunden. Und wir waren angenehm überrascht. Zuvor wurde der Standardgurt des Herstellers verwendet.

Der breitere, bequemere Gurt sorgt für eine breitere Verteilung des Kameragewichts und auch für eine geringere Belastung des Halses. Ob das allerdings den stolzen Preis wert ist, muss jeder selbst entscheiden.

Gizrank : 4

[Eddycam]

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  1. PS: nur von der Federung sollte man sich keine Wunder erwarten. Ist aber vielleicht auch ganz gut so, zu viel Federung könnte eventuell schnell nerven.

  2. So eine Verarbeitung habe ich noch nie erlebt. Fairerweise gesagt, einen solchen Preis auch noch nicht. Aber wer diesen Gurt einmal an seiner Kamera hatte, empfindet alle anderen Gurte im Markt als minderwertig.
    Zuerst habe ich gezögert, bei zwei Kameras kommt immerhin ein Sümmchen zusammen, dann hab ich den ersten Gurt bestellt, beim Auspacken kam so ein WOW Gefühl. Dann war es keine Frage mehr, ob ich einen zweiten Gurt bestelle, sondern nur noch in welcher Farbe.
    Ich mach hier keine Werbung – ehrlich testet es selbst mal. Auf neudeutsch: der Gurt ist einfach “geil”

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