Apple antwortet im POP-Charger-Streit

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Gestern haben wir noch davon berichtet, dass Apple ein tolles Kickstarter-Projekt namens POP-Charger mit seinen Lizenzbedingungen für den Lightning-Anschluss zur Aufgabe gebracht hat. Inzwischen hat sich Apple gegenüber Venture Beat geäußert und so die Karten in dieser Story neu gemischt.

Laut der Antwort von Apple wurden die Lizenzbedingungen ursprünglich so restriktiv gehandhabt, weil es angeblich „technische Schwierigkeiten“ gab, die eine Kombination von Lightning-Anschluss und 30-Pin-Dock Connector in einem Gerät verhindert hätten. Man habe allerdings daran gearbeitet und die Richtlinien mittlerweile angepasst, so dass beide Adapter zum Laden von iPhones und seinen iOS-Kollegen verwendet werden können. Die technischen Spezifikationen seien für MFi-Lizenznehmer auch kostenlos erhältlich.

Also in kurz: Es waren technische Schwierigkeiten und keine politischen Entscheidungen, die die Lizenzgestalter zu dieser Entscheidung gebracht haben. Was aber sagt nun Edison Junior dazu? Laut CEO Jamie Siminoff war das alles ein ewiges Hin und Her:

„Wir bekamen kein sofortiges, klares Ja oder Nein. Aber als wir uns dann vor und zurück bewegt hatten, wurde klar, dass das immer schwieriger werden würde.“

Wir haben nun also einen klassischen Fall von Aussage gegen Aussage. Wichtig ist aber die Verlautbarung Apples, dass man die technischen Probleme aus der Welt geschafft und daher die Lizenzen kostenfrei zur Verfügung gestellt habe. Siminoff meinte dazu, dass es viele Gespräche mit Apple gegeben habe, die unter anderem beinhalteten, dass es möglicherweise problematisch werden könne, möglicherweise OK und dann wieder, dass Apple die Spezifikationen dichtmache, so dass es für Edison Junior unmöglich würde, beide Adapter zu verwenden. Was hat Apple aber gemacht? Das genaue Gegenteil, die Spezifikationen wurden dramatisch gelockert.

Was also heißt das nun für das Projekt POP-Charger? Eine wirkliche Schuldzuweisung lässt sich nun wohl nicht mehr bewerkstelligen. Es war wirklich ein großes Hin und Her, schlussendlich ist Siminoff aber dennoch relativ glücklich. Wie er meinte, ist das Projekt somit wahrscheinlich zurück, sobald ein paar Bestätigungen eingeholt wurden. Ob das Ganze nun auf Kickstarter weiterläuft, bliebe abzuwarten. Immerhin hat Edison Junior die Unterstützer noch nicht ausgezahlt, so dass der POP-Charger vielleicht doch schon sehr bald Realität ist. [Venture Beat]

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