Test: Qumi Q5 – Mini-LED-Beamer der Extraklasse

q5_1

LED-Beamer haben gegenüber ihren Konkurrenten mit konventionellen Leuchtmitteln etliche Vorteile. Sie verbrauchen weniger Strom, werden weniger warm, können kleiner gebaut werden und haben eine hohe Lebenserwartung. Im Qumi Q5 werden diese Vorteile in bisher unerreichter Manier gebündelt. Hier gehts zum Test des Qumi Q5 Mini Beamer.

Man sieht dem Qumi Q5 seine gute Leistung kaum an. In seinen fünf knalligen Farben, uns wurde das gelbe Modell geschickt, wirkt er eher wie ein Spielzeug denn wie ein leistungsstarker Beamer. Dank seiner geringen Größe passt er in so manche Jackentasche und wiegt dabei weniger als 500 Gramm. Seine Verarbeitung ist rundum gelungen. Der Ein- / Ausknopf leuchtet genauso wie die Touch-Knöpfe auf der Oberseite in dezentem Blau, beziehungsweise Weiß. Auf der Seite neben der Linse befindet sich ein kleines Rädchen zum Fokussieren. Auf drei Seiten des Qumi Q5 schützen mit schicken Metallgittern hinterlegte Lüftungsschlitze den Beamer vor Überhitzung. Die mitgelieferte Fernbedienung kann mit dem hohen Verarbeitungsstandard des Beamers leider nicht mithalten. Hier wurde wie so häufig gespart. Man muss Apple ja nicht lieben, aber wenn man sich mal die Apple Remote anschaut, die beim Apple TV mitgeliefert wird, dann weiß man, wie eine gute Fernbedienung aussehen muss.

Bis hierhin weiß der Qumi Q5 zwar zu gefallen, so richtig vom Hocker haut er einen allerdings erst, wenn man ihn in Aktion erlebt. Denn diese Leuchtkraft ist bei dem geringen Formfaktor bisher unerreicht! So soll der DLP Beamer laut Vivitek 500 ANSI Lumen an Helligkeit bringen und nativ 1280 mal 800 Pixel (720p) mit einem Kontrastverhältnis von 10.000 : 1 an die Wand werfen. Damit ist er zwar leistungsschwächer als seine Konkurrenten mit konventionellen Leuchtmitteln in der Preiskategorie um die 600 Euro, aber dennoch voll einsatzfähig. Wenn nicht gerade Sonne direkt auf die Projektionsfläche scheint ist das Bild bei einer Diagonalen von etwa 1,5 Meter super zu erkennen. In einem abgedunkelten Raum kann die Bilddiagonale auch auf geschätzte 2,5 Meter aufgepumpt werden. Dabei soll das LED-Leuchtmittel mindestens 30.000 Stunden durchhalten.

Beim Test gefiel uns die Farbdarstellung gut. Einzig bei sehr hellen Bildern mit sanften Helligkeitsabstufungen schlich sich manchmal ein minimaler Lilaton ins Bild. Getrost vergessen kann man den integrierten Lautsprecher. Dieser klingt schlimmer als bei den meisten Smartphones. Gar nicht gefallen hat uns auch die Geräuschentwicklung. Der kleine Lüfter misst nur wenige Zentimeter im Durchmesser, entsprechend nervig und hochfrequent quietscht er im Einsatz vor sich hin. Laut Vivitek soll sich der Geräuschpegel zwischen 28dB und 36dB bewegen.

Zusätzlich zum Beamer kann ein Akku geordert werden. Dieser wird mit wenigen Handgriffen unter den Qumi Q5 geschraubt und hält dem Beamer zwei Stunden ohne externe Stromversorgung am Laufen. Die Helligkeit ist hier jedoch nicht so hoch wie beim Netzbetrieb.

Üblicherweise wird der Beamer via HDMI-Eingang mit einem Video- und Audio-Signal versorgt. Alternativ kann der Qumi Q5 jedoch über seine USB-Buchse auch Daten eines USB-Sticks auslesen. Hier versteht er die Dokumentenformate von Microsoft Office, PDF und TXT, die Videoformate MPEG-4, H.264, Divx und WMV, die Bildformate JPEG, PNG, BMP, GIF sowie die Audioformate MP3 und WAV.

Fazit

Wer einen portablen LED-Beamer sucht kommt am Qumi Q5 kaum vorbei. Mit seinen geringen Maßen passt er in die Jackentasche und macht dennoch im Betrieb dank einer relativ hohen Helligkeit eine gute Figur. Vivitek hat eigentlich alles richtig gemacht, lediglich bei der Lautstärke des Lüfters und dem mit 600 Euro recht hohen Preis gibt es Abzüge. Der handliche Qumi Q5 leistete uns bei unserer Windows-8-Tour durch Deutschland Gesellschaft und erwies sich als zuverlässig und für Präsentationen optimal geeignet. Wir geben ihn nur äußerst ungern wieder her!

Pro
– Sehr mobil
– Hohe Helligkeit bei kleiner Bauform
– Optionaler Akku
– Mind. 30.000 Stunden Lebensdauer der LED

Contra
– Lüfter recht laut
– Interne Lautsprecher kaum brauchbar
– Mit 600 Euro recht teuer

Herstellerangaben
– Display Typ: Single 0.45″ DMD DLP® Technology by Texas Instruments
– Helligkeit: Bis zu 500 ANSI Lumen
– Native Auflösung: WXGA (1280 x 800), 720p
– Max. Auflösung: UXGA (1600 x 1200) @60Hz
– Kontrastverhältnis: 10,000:1
– Lebensdauer der Lampe: 30,000 Stunden (LED)
– Projektionsverhältnis: 1.55:1 (Entfernung / Breite)
– Projektionsgröße (Diagonal) 0.8 bis 2.3m
– Seitenverhältnis: 16:10 Native, 4:3 & 16:9 Compatible
– Trapezkorrektur: Vertical ±40°
– Lautsprecher: 2 Watt
– Video Kompatibilität: SDTV(480i), EDTV (480p), HDTV (720p,1080i/p), NTSC/NTSC 4.43, PAL B/G/H/I/M/N 60, SECAM
– Eingänge/Ausgänge: HDMI V1.3, 24-pin Universal-In, A/V-In (3.5mm) , Audio-Out (3.5mm), USB (Type A)
– Gewicht: 490 Gramm
– Maße (HxBxT): 160 x 102.4 x 32.3mm
– Farben: Rot, Geld, Blau, Weiß, Schwarz
– Lautstärke des Lüfters: 28dB/36dB (Standard / Boost Mode)
– Leistungsaufnahme: 65W (Boost Mode), – Lieferumfang: Fernbedienung, Transporttasche Netzkabel, VGA-Kabel, HDMI-Kabel, Anleitung
– Optionales Zubehör: Battery Dock, Battery Pack, Wi-Fi USB Dongle, 24-Pin VGA Cable (Universal), 3.5mm A/V Cable
– Garantie: 3 Jahre
– Preis 599 Euro

Tags :