Überraschung am Cern: Gibt es zwei Higgs-Bosonen mit unterschiedlicher Masse?

Der LHC-Detektor ATLAS

Über Jahr hinweg haben Forscher am Institut CERN versucht, das legendäre Higgs-Boson ausfindig zu machen (auch Gott-Teilchen genannt). Benannt nach dem britischen Physiker Peter Higgs, verleiht es allen anderen Teilchen ihre Masse. In der Theorie sollte seine eigene Masse eindeutig definiert sein. In der Praxis allerdings messen die Forscher zwei verschiedene.

Seit Wissenschaftler im Juli dieses Jahres das Higgs-Boson mit ziemlicher Sicherheit gefunden haben, gehen sie seinen Eigenschaften auf den Grund. Dabei lassen sie im LHC (Large Hadron Collider) Protonen mit einer extremen Geschwindigkeit zusammenstoßen. Durch die Wucht der Kollision zerspringen diese in Partikel – darunter auch einige Higgs-Bosonen, die nach dem Bruchteil einer Sekunde wiederum in andere Partikel zerfallen.

ATLAS, einer der Detektoren des LHC, kann anhand des Partikelzerfalls eine eindeutige Masse für das Higgs-Boson messen. Das funktioniert auf zwei unterschiedliche Arten, die eigentlich ein und denselben Wert ergeben sollten. Eigentlich.

„Wie sich herausstellt, besteht ein klitzekleiner Unterschied zwischen den beiden Massen“, sagt Beate Heinemann von der Universität von Kalifornien in Berkeley. Sie arbeitet am CERN an der Higgs-Forschung. „Die beiden Massen sind kompatibel, aber nicht super-kompatibel.“

Der genaue Unterschied beträgt 3,1 Gigaelektronenvolt (ein sehr kleiner Wert im 10 hoch -19 Bereich). Ein ähnliches Ergebnis brachten auch frühere Messungen zu Tage, damals jedoch dachten die Wissenschaftler, es liege an der Kalibrierung der Maschinen.

Der ein oder andere Physik-Blogger mag bereits über ein zweites Higgs-Boson spekulieren, Heinemann jedoch hält an seiner Einzigartigkeit fest. Um tatsächlich sicher zu gehen, dass es sich nicht um einen statistischen Zufall handele, müssten Tausende oder gar Millionen von Messungen durchgeführt werden. „Die naheliegende Erklärung ist deshalb, dass es nur ein Higgs-Boson gibt“, so Heinemann.

[Wired]

Geek-Test: Wie gut kennst du dich mit der europäischen Technologie-Geschichte aus? Überprüfe dein Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Tags :
  1. Friedrich Heß Physiker: Der Higgsmechanismus ergründet unsere Welt im Indeterminismus, dies führt in die Paradoxie, dass nach dem Physiker Heisenberg Leben und Tod in einem Individuum nicht nacheinander, sondern zur gleichen Zeit abläuft. Es ist ein quantenmechanischer Überlagerungszustand, in dem töten und retten, Wahnsinn und Vernunft jeweils als Summe zur gleichen Zeit abläuft und unsere Existenz beschreiben soll. Genau diesen „Gott“ menschlicher Erklärungswerke gilt es auszuschließen. Eine bestimmte Welt, wie gesagt ist dann nach dem Higgsmechanismus unmöglich, in der Gut und Böse entweder didaktisch oder anders, getrennt wird, in der das Theodizee Problem aufgelöst wird. Eine bestimmte Welt würde natürlich enorme Fragestellungen aufwerfen, wie eine so eklatante Ungleichheit gerechtfertigt würde, wenn der Mensch nicht mehr Macher der Dinge wäre. Und natürlich wissen das die Forscher. Was immer dort gemessen wird, der Higgsmechanismus kann auf sehr vielen Ebenen völlig ausgeschlossen werden.
    Der lebensunmögliche Zustand des Big Chill durch die Entropie müsste, da er ewiglich im offenen und flachen Universum währt, mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 eingetreten sein – dies ist nicht der Fall. Jedes materialistische Endzeitszenario, das immer nur indeterministisch zu erklären war, ist heute vollständig ausgeschlossen. Das geschlossene Universum bildet gerade am Anfang das perfekte Schrödinger Paradoxon, Tod und Leben, Wahnsinn und Vernunft, Sein oder Nichtsein sind eben keine überlagerbare Zustände, es verbliebe dann auch keine Dekohärenztheorie, das auszuschließen. Die Welt ist eben kausal, wenn auch nicht in einem klassischen Sinn und verstößt somit auch nicht gegen Bell. Das Problem ist, das Einstein wirklich recht hatte und Drohnentote, überhaupt jedes Feindbild in der Kausalkette im Sinn von Grund und Ursache vor jeder menschlichen Geburt gelegen hat, weil unsere menschliche Erklärungswerke prinzipiell sich eben nicht auf die Hoffnung verlassen wollen. Es bleibt uns nicht anders übrig, das unsere Spezies nach dem Holocaust nicht Macher sein kann, Wahrheit und Sinn, also ein Ziel nicht vom Menschen konstruiert sein darf, sondern ewig gültig sein muss. Bewahrung scheint in Geltung definitiv nicht möglich zu sein.
    Da durch Rationalität exponentielles Bevölkerungswachstum versorgt werden kann, drückt sich das dennoch im Auseinanderklaffen zwischen Kleinst- und Großvermögen prinzipiell aus und müsste, da Föderalismus nicht durch allmächtige Marktteilnehmer erhalten werden kann, progressiv steuerlich korrigiert werden. Dieses statistische Phänomen wird von der Politik außer Acht gelassen, deswegen brauchen wir Schuldenbremsen, die nie effektiv sein können, Altersarmut, bei Menschen, die immer länger arbeiten usw. Da also wirklich ein Auseinandertendieren im Verhältnis zu immer weniger Menschen, zu immer mehr Menschen statistisch nachweisbar ist, so ist der Grund prinzipieller Natur und es ist verständlich was passieren musste, wenn das nicht korrigiert wird.

  2. Grossartige philosophische Abhandlung!!!!!!!!!! Eines Kant,Schopenhauer,Nitsche oder Jaspers ebenbürtig!!!!!!!!!!!!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Advertising