Messenger Hike komplett ohne Verschlüsselung – Das sagen die Entwickler

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Hike wurde von einigen schon als WhatsApp-Nachfolger gehypt. Dann die Ernüchterung: Hike überträgt Nachrichten und Adressbücher ohne SSL-Verschlüsselung. Jetzt äußern sich die Entwickler zu den Vorwürfen.

50.000 bis 100.000 Mal soll Hike laut Android Store für das freie Mobile OS herunter geladen worden sein. Auch im Apple Store war Hike in den letzten Tagen unter den Top-Downloads. Doch dann kam der mediale Shitstom. Denn Hike überträgt alle Nachrichten und sogar Adressbücher komplett ohne Verschlüsselung und öffnen somit Skript-Kiddies Tür und Tor. Zwar wolle man bis Jahresende eine SSL-Verschlüsselung einbauen. Dennoch ist es schlicht grob fahrlässig, einen Messenger-Dienst ohne diese fundamentale Sicherheitsvorkehrung zu starten.

Auf dem Entwickler-Blog von Hike äußerten sich die Macher nun zum Thema Monetarisierung und Datenerhebung. So wollen sie keinesfalls Werbung in ihren Messenger-Dienst einführen. Schlicht, weil sie Werbung nicht mögen. Auch personenbezogenen Daten wie Telefonnummern, Adressen und so weiter wolle man nicht verscherbeln. Was man jedoch möglicherweise in Zukunft macht, ist die Erhebung anonymer Daten und deren Auswertung. “Wir könnten nicht persönlich identifizierbare Informationen (z. B. anonymisierte Nutzungsdaten, die letzte besuchte Website und URLs, Smartphone-Typen, die Anzahl der Klicks, etc.) mit Dritten teilen um Nutzungsmuster für bestimmte Inhalte , Dienstleistungen, Werbung und / oder Funktionalität in Bezug zu Hike besser zu verstehen zu können.“ Datenschutz soll dennoch ganz weit oben in ihrer Prioritätenliste stehen. Ist Hike für dich eine Alternative zu WhatsApp? Und kennt eigentlich irgendjemand “Line“?

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