Spotify gibt einen Ausblick auf kommende Features

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In einem Berliner Hotel hat Spotify Pressevertreter eingeladen, um dem Livestream aus New York City von der Keynote von Spotifys CEO Daniel Ek beizuwohnen. Hier ist, was er so mitgeteilt hat. Ein kleiner Spoiler vorweg: zu Apps für iPhone oder Android gab es nicht viel neues...

Um 18 Uhr startete der Livestream in einem gemütlichen Kinosaal, speziell für Pressevertreter. Zunächst hat Daniel Ek in guter alter Steve-Jobs-Spannungsaufbau-Manier einige Fakten und Zahlen aus der gerade einmal vier Jahre alten Historie von Spotify an die Zuhörer geliefert, etwa dass es auf Spotify mittlerweile über eine Milliarde verschiedener Playlists gibt und dass ganze 70% der Einnahmen von Spotify an die jeweiligen Rechteinhaber gehen. Das sind angesichts der bisher gar nicht mal so langen Existenz des Dienstes gar nicht mal so unbeeindruckende Werte, besonders wenn man die gar nicht so alte Geschichte von Spotify bedenkt.

Nach einem Intermezzo mit Daniel Glass und Michael Hogan, die über die sehr positiven Erfahrungen der Band Mumford and Sons mit Spotify berichteten, ging es endlich los mit den Ankündigungen der Neuerungen auf Spotify. So meinte Daniel Ek, dass die Hörer sich als erstes fragen „Was soll ich hören?“, während die Künstler eher fragen: „Wie werde ich gehört?“. Spotify versucht, diese Frage mit einem neuen Musikempfehlungsverfahren zu beantworten. Statt wie bisher „Hörer, die dies hören, hörten auch…“ als Suchphilosophie für Musikvorschläge zu nutzen, soll dieses Vorschlagssystem künftig deutlich detaillierter sein und quasi das gesamte Musikprofil des Nutzers für die Vorschläge heranziehen. Zudem wird nicht mehr nur die Cover-Art des jeweiligen Albums dargestellt, sondern ein Info-Stream mit den jeweiligen Vorschlägen und dazugehörigen Infos wie Künstler-Biographie, Tour-Infos und vieles mehr. Das Credo ist, dass Spotify Musik wie ein sehr guter Freund empfehlen soll.

Zudem soll die sogenannte Collection eingeführt bzw. deutlich erweitert werden: So speichert Spotify dort künftig nicht nur Playlists, sondern auch die Titel, die man gut findet, aber erst später hören möchte. Des Weiteren soll es künftig möglich sein, auch Künstlern selbst zu folgen und die Musik zu hören, die sie gerade hören und bei der Musik beeinflussen, die sie selbst kreieren.

Auf diese doch interessanten Ankündigungen folgte noch ein Talk mit Napster-Gründer Sean Parker und dem Metallica-Drummer Lars Ulrich sowie noch einmal Michael Hogan als Moderator., wo mehr oder weniger am Rande erwähnt wurde, dass die gesamte Musik von Metallica künftig auch auf Spotify verfügbar sein wird. Sehr schön, wie ich finde, aber irgendwie vermisse ich ja immer noch Die Ärzte, so als Berliner. Macht mal hinne, auf dass die Welt bald weiß, dass Paule Bademeister ist.

Zum Thema Apps für iPhone und Android gab es leider keine besonderen Neuigkeiten, was, wie ich persönlich finde, nicht besonders dramatisch ist. Die einzige technische Neuigkeit für die Endnutzer, also euch, ist, dass nächste Woche die neuen Features als Beta-Version auf die PCs kommt. Mobile Apps für iPhone und Android brauchen da etwas länger, hier wurde das erste Quartal 2013 als Zeitraum genannt, genauso müssen wir auf die WebApp noch etwas warten. Was würdet ihr sagen, was kann man an Spotify sonst noch verbessern? Wir freuen uns auf euren Input.

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  1. you made my day:
    “Das sind angesichts der bisher gar nicht mal so langen Existenz des Dienstes gar nicht mal so unbeeindruckende Werte, besonders wenn man die gar nicht so alte Geschichte von Spotify bedenkt.”

    Hörbücher wären nett. Und Musikvideos, damit man dafür nicht auf youtube ausweichen muss. Ein noch weiter reduziertes User Interface. Der Airplaybutton sollte immer leicht erreichbar sein. Den Startscreen würde ich gerne customizen. Wenn man etwas sucht, sollte der Künsteler in den Ergebnissen ganz oben stehen (und nicht die Playlists anderer Nutzer).

  2. Und wo kann bzw. konnte ich mir den Livestream auch anschauen? Habe nichts gefunden. Nicht mal in den offiziellen Pressemitteilungen.

    1. Ich weiß ja nicht, ob du einfach nur nicht lesen kannst oder so blöd bist, dass du glaubst, jeder Livestream würde automatisch auch öffentlich gezeigt, aber wenn “Pressevertreter eingeladen” werden, um einem Livestream beizuwohnen, handelt es sich dabei natürlich genauso um ein geschlossenes Event wie wenn derjenige da wäre!

  3. Hmmmm …. Vielen Dank für deine überaus freundliche Antwort. Ich glaube viele Leute sollten an dir sich ein Beispiel nehmen. ;o) …. Nicht …..

  4. @MrKommenter sehr treffent und auf den Punkt gebracht

    @Gunnar klar, man kann immer alles blumig reden, aber wenn du mit Antworten jeglicher Art nicht klar kommst, ignorier einfach die erste Zeile und du hast eine exakte Antwort auf deine Frage

    1. dann handelt es sich bei der Aussage “MrKommenter ist ein A****loch und du bist auch nicht ganz dicht” allerdings auch um eine nüchterne Beschreibung der Tatsachen.

  5. @MrKommentar Vielleicht solltest Du dich mit Gunnar zusammentun. Er kann nicht lesen, und Du nicht schreiben. Sätze können durchaus auch kürzer als ein Telefonbuch sein.

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