Fünf Features, die iTunes 11 immer noch fehlen

iTunes 11 lässt noch zu wünschen übrig

iTunes 11 ist das beste, was Apples Medienverwaltung seit langer Zeit passiert ist. Aber auch wenn die kosmetischen Änderungen hübsch sind, gibt es bei iTunes noch viele Baustellen, die beseitigt werden sollten. Im Kern ist iTunes noch immer eine Shopping-Mall mit schicker Musikbox.

Wir haben fünf Features aufgelistet, die wir gerne in iTunes 11 gesehen hätten und von denen wir hoffen, dass sie in iTunes 12 eingebaut werden.

Einen Musik-Abodienst wie Spotify oder Pandora

Wenn man ein Musikstück hören will und es nicht besitzt, ist die einige Lösung, es bei iTunes zu kaufen.Das hat jahrelang gut geklappt, aber viele Leute verwenden iTunes aus einem einfachen Grund nicht. Es gibt preiswerte Abomodelle wie Spotify oder Rdio. Für 10 US-Dollar im Monat hat man Zugriff auf Millionen von Tracks – und das ist natürlich irgendwo schicker als das Kaufen eines Albums für 10 US-Dollar.

Apple hat angeblich bereits alle wichtigen Musiklabels für einen Musikdienst wie Pandora im Boot, aber den Dienst gibt es noch nicht. Allerdings nimmt der Nutzen von Pandora ziemlich schnell ab, weil Spotify einfach besser ist. Eine Art von Streamingsdienst wäre jedoch trotzdem besser als nichts für iTunes.

Ein Webplayer für iTunes Match

Apple speichert für 25 US-Dollar im Jahr mit iTunes Match eure Musiksammlung in der Cloud und erlaubt euch das Streaming davon. Das Problem? Man braucht auf dem Desktop iTunes oder ein iOS-Gerät, um die Musik nutzen zu können. Das ist natürlich sehr blöd, wenn man kein iPhone oder iPad verwendet und noch schlimmer, wenn man vor einem Rechner sitzt, der einem nicht gehört.

Natürlich hat Apple ein Interesse daran, dass der iTunes Store nur einen Klick weit entfernt ist, aber die Konkurrenz bietet hier einen deutlich besseren Service. MOG hat einen schicken HTML5-Player, den man überall verwenden kann und Spotify soll im kommenden Jahr nachrücken. Google Music erlaubt das Speichern von 20.000 Songs in der Cloud – und das kostenlos und mit Streamingfunktionen. Warum sollte man also 25 US-Dollar für ein iTunes Match bezahlen, was weniger kann?

Neue Musik finden

Einfach gesagt sorgt iTunes nicht gerade dafür, neue Musik zu entdecken. Die Empfehlungen im iTunes Store, die darauf basieren, was “andere kauften, die diese Musik hören” zählen nicht. Das ist nur ein Marketingtrick von Apple, der zu Spontankäufen führen soll. Und Genius? Das ist mehr ein Witz als eine nützliche Anwendung. Pandoras Music Genome und Spotify-Apps finden wirklich neue Musik und ermöglichen euch sie anzuhören, ohne dafür separat zu bezahlen. Falls Apple eine Lizenz für einen Musik-Abodienst bekommt, könnte man zumindest Genius nützlicher machen. Oder iTunes wird weiter bei den Empfehlungen ins Hintertreffen geraten.

Bessere Social-Sharing-Funktionen

Egal wie schlau der Empfehlungsmechanismus von iTunes wird, niemals wird er besser werden als eure Freunde. Nachdem Ping implodiert ist, hat Apple endlich in iTunes 11 Schnittstellen zu Twitter und Facebook eingebaut. Leider sind die nur schlecht implementiert.
Sharing funktioniert nur aus dem iTunes Store heraus. Und man kann auch nicht aus der Anwendung heraus sehen, was die Freunde empfehlen.

Spotify macht es in diesem Punkt deutlich besser, mit einer extrem tiefen Facebook-Integration. Im Client kann man sehen, was die Freunde hören und ihnen auf einfache Weise neue Tracks empfehlen. Wer Facebook nicht verwendet, kann immerhin URLs weitergeben.

Mit einer bzw. halben Milliarde Nutzer kann man Facebook und Twitter nicht mehr ignorieren. Apple muss soziale Dienste viel Enger in iTunes einbauen, damit die Nutzer untereinander Empfehlungen aussprechen können. Außerdem würde Apple damit auch mehr verkaufen, eure Musiksammlung würde besser und jeder gewinnt.

Abspaltung des iTunes Store

Seit Ewigkeiten ist der iTunes Store der Grundpfeiler der Anwendung. Aber auch wenn es vor 10 Jahren eine praktische Möglichkeit war, seine Musiksammlung legal aufzubauen, wirkt er heute geschmacklos an das neue schicke Interface angeklebt. Der Store ist trotz aller Versuche nicht nahtlos in den Player integriert. Apple sollte ihn in eine eigene, isolierte Zone abspalten, wie den App-Store unter iOS oder den Mac App Store unter Mac OS X.

[Via gizmodo.com]

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