NASA: Messenger-Sonde findet Eis am Nordpol des Merkur

Bild des Merkur

Während Curiosity noch fleißig den Mars nach Gesteinen, Gasen und Flüssigkeiten absucht, findet Messenger auf dem Merkur gefrorenes Wasser. Damit bestätigt die Raumsonde die lang gehegte Theorie, dass sich in den Polarkratern des Planeten Eis und andere unbeständige Substanzen befinden. Der Fund gibt Hinweise darauf, wie die lebensermöglichenden Stoffe unseren Planeten erreicht haben.

Wegen seiner Nähe zur Sonne ist es eigentlich viel zu heiß, um auf dem Planeten Merkur gefrorenes Wasser zu finden. Aufgrund seiner Neigung von weniger als einem Grad jedoch, liegen die Pole des Merkur ständig im Schatten. Hier fallen die Temperaturen auf bis zu Minus 200 Grad Celsius ab. Teile des Eises befinden sich an der Oberfläche des Planeten, andere wiederum unter einer Schicht unbekannten, dunklen Materials. „Dabei handelt es sich wahrscheinlich um einen Mix aus komplexen organischen Bestandteilen, die den Merkur durch Kometeneinschläge und unbeständige Asteroiden erreicht haben“, sagt David Paige von der University of California in Los Angeles.

Auf demselben Weg, vermuten Wissenschaftler, habe auch das Wasser den Planeten Merkur erreicht. Dabei entpuppt sich die Menge als überraschend groß: „Würde man die Wassermenge über ein Gebiet der Größe von Washington D.C. ausbreiten, wäre die Schicht mehr als drei Kilometer dick“, so David Lawrence, Wissenschaftler der John Hopkins Universität in Laurel, Maryland.

Bisher konnte Messenger lediglich Eis am Nordpol der Merkur finden. Die Forscher allerdings gehen davon aus, am Südpol des Planeten ähnliche Entdeckungen zu machen.

[NASA]

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