Test: Motorola RAZR i – Das Vollbild-Smartphone mit Intel-Antrieb

Mit dem RAZR i bietet Motorola als einer der ersten Hersteller ein Smartphone auf Basis von Intels Atom-Prozessor an. Verpackt in Aluminium, Gorilla-Glas und Kevlar soll die ungewöhnliche Hardware mit HyperThreading und zwei Gigahertz Taktung nicht nur Design-Fanatikern ein ungetrübtes und flüssiges Android-Erlebnis bescheren. Ob und in wie weit das gelungen ist, verrät euch unser Test.

 

Material, Verarbeitung & Design

Für die RAZR-Reihe typisch hat Motorola auch beim Intel-Ableger auf hochwertige Materialien gesetzt und das Innenleben in einem Gehäuse aus Flugzeug-Aluminium untergebracht, dessen Rückseite mit Kevlar verstärkt wurde. Durch den mit Torxschrauben fixierten Rahmen und das verwendete Gorilla Glas ist das Gerät zudem äußerst robust und wird durch eine wasserabweisende Beschichtung (bedingt) vor Feuchtigkeit geschützt. Durch seine Materialien vermittelt das RAZR i einen durch und durch hochwertigen Eindruck, der vom Design zudem mehr als begünstigt wird. Über Geschmack lässt sich zwar streiten, aus meiner Sicht ist das RAZR i aber tatsächlich das mit Abstand schönste Gerät am Markt, ohne dabei den Eindruck diesbezüglicher Anstrengungen zu vermitteln.

Den Titel “Vollbild-Smartphone” trägt das RAZR i nicht ohne Grund: Das Display nimmt beinahe die gesamte Breite des Gerätes in Anspruch und lässt die Vorsätze der Designer, den Fokus des RAZR i auf das Display zu legen deutlich erkennen – schade ist, dass auch hier ein Teil der Bildfläche für die Bedienelemente genutzt wird, die angegebene Diagonale von 4,3 Zoll entspricht daher nicht ganz der Wahrheit. Sämtliche Buttons hat Motorola auf der rechten Seite des Gerätes positioniert, im Detail sind das eine Lautstärke-Wippe, der An- und Ausschalter sowie der Auslöser der Kamera. Auf der linken Seite finden sich neben einem MicroUSB-Anschluss auch die Einschübe für eine Mikro-SIM und -SD-Karte, welche jedoch hinter einer Abdeckung verborgen sind.

 

Technik, Leistung und Konnektivität

Dem verbauten Single-Core Prozessor Z2460 schreibt der Hersteller selbst eine ähnlich hohe Leistung zu, wie sie von aktuellen Dual-Core Einheiten der ARM-Architektur erreicht wird – in der Tat läuft das System konstant flüssig und stolperte lediglich beim Wechsel auf den Seiten-Überblick des Desktops über einen kaum merklichen Ruckler. Dem Prozessor stehen ein Gigabyte Arbeitsspeicher und eine Power VR SGX 540 GPU mit 400 MHz-Taktung zur Seite. Dank einer dedizierten Einheit zur Bildbearbeitung ist die Kamera nach einem Druck auf den (Hardware-)Auslöser in einer Sekunde einsatzbereit und ermöglicht Serienaufnahmen mit bis zu zehn Bildern im gleichen Zeitraum. Die mit LED-Blitz ausgestatte Hauptkamera des RAZR i erreicht eine Auflösung von acht Megapixeln und zeichnet Videos im Full-HD Format auf, der ständig aktive Auto-Fokus lässt sich per Tap auf den gewünschten Bereich justieren. Die erzielte Bildqualität kann sich weitestgehend sehen lassen und wird den Anforderungen an eine Smartphone-Kamera mehr als gerecht, bei schwachen Lichtverhältnissen können aber verfälschte Farben auftreten. Die Frontkamera ist mit VGA-Auflösung (0,3 Megapixel) zwar nicht das Gelbe vom Ei, arbeitet aber zuverlässig und erfüllt seine Aufgabe vollkommen zufriedenstellend.

Für die drahtlose Kommunikation stehen Bluetooth 2.1+EDR, die WLAN-Standards a/b/g/n sowie NFC (Near Field Communication) zur Verfügung, letzteres erwies sich im Test jedoch als (noch) Fehleranfällig. Außerhalb des heimischen WLANs verbindet sich das RAZR i über UMTS respektive HSPA mit dem Internet. Der mit etwa acht Gigabyte relativ knapp bemessene interne Speicher lässt sich mit MicroSD-Karten um bis zu 32 Gigabyte erweitern, Energie tankt das Vollbild-Smartphone über MicroUSB. Auch die üblichen Sensoren haben es mit an Bord geschafft. Das Super AMOLED-Display weist eine Auflösung von 960 x 540 Pixeln auf, zeigt im direkten Vergleich mit der Konkurrenz aber eine leichte Tendenz zur Verpixelung, die jedoch derart gering ausfällt, dass sie tatsächlich nur mit Anstrengungen zu erkennen ist.

 

Apps, Interface und Updates

Ein Smartphone lebt von und mit seinen Apps, weswegen es kaum verwundert, dass potenzielle Käufer sich zunächst besorgt zeigen, wenn es um die Unterstützung von Apps geht. Wir haben zwar nicht den PlayStore leergekauft, konnten abseits grafikintensiver Spiele aber nur vereinzelt Probleme feststellen, die nur in den wenigsten Fällen ein Argument gegen den Kauf darstellen sollten. Während die anfänglichen Probleme mit Googles eigenem Browser Chrome mittlerweile behoben sind, wehrte sich etwa Mozillas Firefox konstant gegen eine Installation.

Wie für Android üblich hat es sich auch Motorola nicht nehmen lassen, dem Basis-OS in Version 4.0.4 eine eigene Note zu verleihen, die allerdings erfreulich schlank ausfällt. Hier fällt besonders ins Auge, dass Motorola Verknüpfungen zu den wichtigsten Funktionen eine eigene Seite spendiert hat, die sich auf der linken Seite des Startbildschirms befindet. Sogenannte Smart-Actions, welche lästige, aber notwendige Aufgaben – etwa die Aktivierung einzelner Funktionen oder auch die Regulierung der Klingelton-Lautstärke – übernehmen und automatisiert umsetzen sollen neben Zeit auch Energie sparen und die Laufzeit sogar um bis zu 30 % steigern. Wer möchte kann sich nach dem ersten Start zudem von Motorolas eigenem Guide mit den Funktionen des Geräts vertraut machen lassen.

Auch für neue Features ist bereits gesorgt: Der Hersteller hat nicht nur ein Update auf Android 4.1 Jelly Bean versprochen, sondern will dieses sogar deutlich schneller ausliefern, als es bisher der Fall war.

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7 Antworten auf Test: Motorola RAZR i – Das Vollbild-Smartphone mit Intel-Antrieb

  1. Marco 30 Nov 2012, 21:57

    Irgendwas braucht man ja in der Werbung, um seine Geräte zu verkaufen. Einmal ist es der Rahmen, und bei Anderen ist das Smartphone, welches James Bond benutzt. Aber Daniel Craig nutzt privat iPhone. Ebenso Wim Wenders, der ja aktuell für Samsung wirbt. Ist halt alles nicht glaubwürdig. Und dann gibt es ein Bild bei google von ihm beim Dreh von Pina, wo er einen Apple Rechner benutzt. So viel dazu. :-D

    • Dan 01 Dez 2012, 13:50

      Quasi genau wie bei Apple, oder? Mister “Hi, I’m a Mac” Justin Long verwendet das iPhone nur gejailbreaked und arbeitet lieber an Dell Rechnern…

    • DaBabbaHD 05 Dez 2012, 21:26

      NUR WEIL DU SO APPLE GEIL BIST DU LAUCH. DU BIST UNWÜRDIG FÜR UNS DEUTSCHE UND GEH JZT IN DEINE ECKE UND KACK DIR IN DIE HOSE!!!

      DAS HANDY IS MEGA GEIL!!!!!

  2. sh0tbanana 01 Dez 2012, 17:06

    Guter test, aber besonders die Kontra Punkte kann ich nach eigener Erfahrung überhaupt nicht bestätitgen.
    Vllt. einfach mal hinschreiben “nichts” ;)

  3. gyro 01 Feb 2013, 6:23

    Wut?? Ich kann Firefox nicht verwenden? Damit scheidet das Handy für mich quasi aus. Oder ist eine Instalation inzwischen möglich?

  4. Babo 17 Feb 2013, 12:55

    Installation schreibt man mit zwei L! Ihr Opfer! Hahahaha XD

  5. hoeg 02 Mrz 2013, 3:14

    Ich habe gehört es soll Menschen geben, die sich persönlich angegriffen fühlen wenn man etwas gegen ihr Handy sagt.