Superhaltbare Bakterien in der Antarktis machen Hoffnung auf Aliens

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Der See Vida in der Ost-Antarktis ist siebenmal salziger als das Meer, -13 Grad Celsius kalt und pechschwarz. Dort vermuteten die Forscher kein Leben - aber sie täuschten sich.

Einige Antarktisforscher haben eine neue Bakterienart gefunden, die in dem komplett abgeschlossenen unterirdischen See seit 2.800 Jahren überleben konnte. Die Entdeckung lässt darauf hoffen, auf anderen Planeten Leben zu finden. Peter Doran, einer der beteiligten Wissenschaftler, erklärte dem New Scientist:

“Der See Vida ist ein Modellbeispiel dafür, was passiert, wenn man versucht einen See durchzufrieren, und hier sieht man das gleiche Schicksal, das einem See auf dem Mars auch blüht, wenn der Planet kälter wird und es dort vorher Wasser gab. Jedes Gewässer auf dem Mars wäre durch das Stadium des Vida-Sees gegangen, bevor es komplett durchgefroren wird. In diesem Zuge werden die Zeugnisse eines früheren Ökosystem begraben.”

Das Team musste sich durch 27 Meter Eis bohren, um an den See zu kommen und fand dann die bisher unbekannten Arten in den Wasserproben. Es wird vermutet, dass die Bakterien sich nur von Wasserstoff und Stickoxiden ernähren, die in dem Sauerstoff-freiem Wasser des Sees reichlich vorhanden sind.

Den nächsten See, den die Forscher anbohren wollen, liegt 3 km unter der Oberfläche. Unabhängig davon, ob dort wieder Leben finden oder nicht sind die Wissenschaftler immer noch zuversichtlich, dass ihre Entdeckung auch reflektiert, dass es durchaus Chancen auf anderes Leben anderswo in unserem Sonnensystem gibt. [ PNAS über New Scientist ]

[PNAS via New Scientist, gizmodo.com]

[Bild: Shutterstock/Axily]

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