Adams Apfel: Opel-Kleinstwagen nutzt iPhones und Android-Smartphones fürs IntelliLink-Navi

Opel-IntelliLink

Der neue Kleinstwagen aus dem Hause Opel mit dem biblischen Namen Adam ist nicht nur bunt, sondern auch vielseitig. Das neue Infotainmentsystem namens IntelliLink birgt nämlich für Smartphonebesitzer so manche praktische Überraschung.

Normalerweise sind brauchbare Navi-Systeme, die von den Herstellern im Auto verbaut werden, geradezu sündhaft teuer. Auch Updates für Software und Kartenmaterial greifen oft empfindlich tief in die Brieftasche. Da überrascht es doch, dass ein solches System für den Opel Adam in der teuersten Version gerade einmal 300 Euro kosten soll.

Dieses Navi ist im Grunde ein in das Fahrzeug eingepasstes Sieben-Zoll-Tablet, das wahlweise über Bluetooth oder USB mit iOS-Geräten oder – und das gibt es so eher selten in dieser Gerätekategorie – Android-Smartphones kommunizieren und so beispielsweise Musik streamen oder Navi-Apps verwenden kann. Dass das Audiosystem des Autos dabei als Freisprecheinrichtung fungiert, versteht sich fast schon von selbst. Updates für das IntelliLink können so auch mit Hilfe der Internetverbindung des Smartphones einfach eingespielt werden.

Auch praktisch: Das BringGo-Navigationssystem kann optional als App auf das Mobilgerät heruntergeladen werden, was eine Offline-Navigation mit Navteq-Kartenmaterial ermöglicht, sogar für Radfahrer oder Fußgänger. Beim Ermitteln der GPS-Position greift das System dann wiederum auf das iPhone oder Android-Handy zurück. Was leider nicht möglich ist, ist der Anschluss einer externen GPS-Antenne. Auch sei empfohlen, die optionale Handyhalterung namens “FlexDock” für 90 Euro dazuzukaufen, damit das Handy nicht im Zweifelsfall im Mitteltunnel ohne freie Sicht auf die Satelliten liegt.

Angekündigt ist ansonsten noch eine App namens “MirrorLink”, die es ermöglicht, den Bildschirminhalt des Smartphones auf das Display im Auto zu duplizieren. Das wirkt zunächst doppelt gemoppelt, wo IntelliLink selbst ja nur eine Art Terminal mit dem Smartphone als Server ist, jedoch bereitet letzteres die reinen Steuerdaten vom Handy ja noch selbst visuell auf.

Insgesamt finde ich persönlich diesen Ansatz genial. Mit jungen Leuten ist gerade die Zielgruppe des Opel Adam meist schon mit einem Smartphone ausgerüstet, das die meisten Funktionen eines klassischen In-Car-Infotainment-Systems beherrscht. Wozu also alles für teures Geld nochmal bauen, wenn man durch diese Kombination das Maximum aus der aktuellen Technik herausholen kann?
[Opel, via heise autos]

(Bilder: © GM Company.)

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    1. Das wäre je zu einfach gewesen…..und so kocht jeder sein eigenes Süppchen ;-)

      Find das auch super und ärger mich, da mein Volvo-Navi nur mit DVD´s die natürlich den “Extra-Herrsteller-Bonus” beinhalten viel Geld kosten…….. :-D

  1. Verbraucherfreundliche Idee ???
    Wie ist das mit StVO und Nutzung von Smartphone während der Fahrt ?
    Und mit der Einladung zum Einbruch mit Diebstahlrisiko ?
    Wird man bei Aussteigen erinnert das Teil mitzunehmen ?
    Und die Handyhalterung namens “FlexDock” für 90 Euro ist teuer…

    1. So ein Schwachsinn, natürlich ist das Verbraucherfreundlich.

      Solange das Smartphone in ner Halterung hängt kannst du alles mögliche damit anstellen. Verboten ist es das gerät in der Hand zu halten um es zu seinem bestimmten zwecke zu benutzen.
      sonst wäre jede Freisprecheinrichtung verboten, weil man ja keine Anrufe tätigen kann.

      Was lädt dabei zu Diebstahl ein? Ein großes Display, wie mit nem Stationären Navi und eine handyhalterung, wie in vielen millionen anderen Autos auch.

      Das handy steht auf dem Armaturenbrett, sprich geplanter weise im Sichtfeld. Ein bisschen eigenverantwortung kann man ja wohl verlangen. Des weiteren unterscheidet sich das auch nicht von einer regülären Halterung, wo sich auch niemand aufregt, dass man sein Telefon dort vergisst…

      Und eine vernünftig verarbeitete Handlterung womöglich noch mit Stromanschluss, inkl. Einbau ins Fahrzeuig bekommst du im freien Markt auch kaum unter 90€. Ganz zu schweigen von den üblichen Preisen anderer Herstellerfür eine solche Halterung >300€.

      Also selten einen so ernst gemeinten, sinnlosen Komentar gelesen… Selbst hier nicht…

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