Sky City: China will höchstes Gebäude der Welt in 90 Tagen hochziehen

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Nach Angaben der Ingenieure soll der höchste Wolkenkratzer der Welt Ende März 2013 stehen. Der Sky City-Turm soll 838 Meter hoch sein, 220 Stockwerke aufweisen und in nur 90 Tagen gebaut werden. Richtig gehört: 3 Monate.

Der Sky City-Wolkenkratzer soll in der Stadt Changsha am Fluß Xiangjiang entstehen – und die 90 Tage sind kein Witz. Nach Angaben der Baufirma sollen 5 Stockwerke pro Tag erstellt werden. Daran beteiligt sind einige Ingenieure, die auch das Burj Khalifa gebaut haben. Das Unternehmen hat auch schon ein 30stöckiges Hotel in 15 Tagen aus dem Boden gestampft – und es steht immer noch.

Die Fundamente werden Ende November gelegt, wenn die chinesischen Behörden die Genehmigungen erteilt haben. Die Extrembauweise ist nur mit vorgefertigten Bauelementen möglich, die von Broad Sustainable Building entwickelt wurde. Das Unternehmen hat schon 20 hohe Gebäude in China erstellt, darunter das 30-Stockwerke-Hotel.

Seitdem konnte die Herstellungstechnik weiter verbessert werden. Im Gegensatz zum Burj Khalifa wird der neue Wolkenkratzer weitestgehend bewohbar sein. Seine Höhe wird am Ende 838 Meter betragen, während das Burj “nur” 829 Meter und 163 Stockwerke erreicht. Dabei ist schon die Turmspitze einberechnet.

Sky City wird 220.000 Tonnen Stahl verbrauchen und Platz für 31.400 Menschen bieten. Die Wohnfläche macht 83 Prozent des Gebäudes aus. Der Rest wird von Büros, Schulen, Krankenstationen, Shops und Restaurants belegt. 104 Hochgeschwindigkeitsaufzüge sorgen für den Transfer.

Die Baukosten pro Quadratmeter sind rekordmäßig niedrig. Während der Quadratmeter beim Burj 15.000 US-Dollar kostete, sollen es nach Angaben chinesischer Medien ebim Sky City-Turm nur 1.500 US-Dollar pro Quadratmeter sein. Das soll auch ein direktes Ergebnis der Prefab-Technik sein.

Das Gebäude soll Erdstöße mit einer Stärke von 9 auf der Richterskala aushalten können und “bis zu 3 Stunden lang feuerfest” sein. Durch seine Isolierung soll es zudem im Betrieb energiearm sein. Ob die Jungs und Mädels das wirklich in 90 Tagen hinkriegen, wird sich Ende März 2013 zeigen. Auf die Zeitraffervideos freuen wir uns jetzt schon. Und an den Flughafen in Brandenburg denken wir am besten gar nicht mehr. [Jesus Diaz / Andreas Donath]

[Construction Week Online]

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