Geldautomaten: Bargeldfallen als Ersatz für Karten-Skimmer

Geldautomaten lassen sich mit vielen Tricks überlisten. Anstelle die Karten zu kopieren gibt es nun eine neue, direktere Diebstahl-Methode: Bargeld- und Kartenfallen.

Das Sicherheitsblog “Krebs on Security” berichtet von einer Masche, bei der die Diebe die Geldautomaten präparieren, indem sie in den Ausgabeschacht und den Kartenslot eine einfache, aber wirksame Blockade einbauen. Das European ATM Security Team (EAST) warnt, dass diese Methode auf dem Vormarsch ist und schreibt:

Federfallen sind immer noch weit verbreitet. Sobald die Karte eingelegt wurde, verhindern sie, dass die Karte an den Kunden zurückgegeben wird. Sie verhindern auch, dass sie der Automat einziehen kann. Berichten zufolge reagieren die Kunden trotz Warnmeldungen auf dem Bildschirm nicht und melden auch nicht, wenn ihre Karten nicht mehr herauskommen, was zu erheblichen Verlusten führt.

Andererseits werden auch die Bargeldfallen zunehmen. Die klauenartigen Konstruktionen werden in den Geld-Ausgabeschlitz eingeführt und sind in der Lage einige der Banknoten abzuschöpfen. Einige lassen sich fast vollständig in der Maschine verstecken, so dass sie Kunden nicht auffallen und diese denken, dass der Geldautomat einen Defekt aufweist.

Gabel-ähnliche Geräte sind auch schon verwendet worden, um die Schächte offenzuhalten, nachdem die normale Transaktion abgeschlossen wurde. Dabei haben Diebe es schon geschafft, mehr als eine Million Euro aus französischen Bankautomaten zu stehlen.

Die mechanischen Fallen machen es dem Verbraucher schwer, Betrügereien zu vermeiden. Wie immer ist der beste Rat, vorsichtig zu sein, verdächtig aussehende Geldautomaten zu meiden und jeden Kartenverlust oder nicht ausgebene Geldbeträge sofort zu melden. [Jamie Condliffe / Andreas Donath]

[Via EAST, Krebs on Security]

[Bilder: Catatronic und EAST]

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